Schwarz-Weiß-Aufnahme eines Kameramanns, der in einem Behälter steht, der von einem Kran hängt und über einer Großbaustelle schwebt.
Bildinfo

Reporter László Murányi und MTV-Kameramann auf der Baustelle des Donautal-Kraftwerks.  Foto: FORTEPAN / Urbán Tamás, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

Forschungsprojekte des ZZF im Überblick

Schwarz-Weiß-Aufnahme eines Kameramanns, der in einem Behälter steht, der von einem Kran hängt und über einer Großbaustelle schwebt.
168 Projekte (neueste Projekte zuoberst)
Julian-Dakota Bock

Orte des Stillstandes. Parken, urbaner Raum und lokale Lebenswelten in Westdeutschland und Großbritannien, ca. 1950–2000

Dissertationsprojekt 
Das Teilprojekt beschäftigt sich mit der Unterbringung parkender PKW in westeuropäischen Städten seit dem Durchbruch der Massenmotorisierung in den 1950er-Jahren. Dabei wird vor allem danach gefragt, wie die Massenmotorisierung und der damit verbundene Flächenbedarf parkender Fahrzeuge lokale Lebenswelten, Alltagspraktiken und Raumkonflikte prägten.

Beatrice Azzola

Gasoline Tales: Eine Geschichte von Öl, Macht und Tankstellen in Westeuropa

Forschungsprojekt
Dieses Teilprojekt rekonstruiert die Geschichte der Tankstellen in Westeuropa seit den 1950er Jahren und bettet sie in den breiteren Kontext der internationalen Ölpolitik ein, die den Alltag ihrer Nutzer*innen prägte. Im Fokus steht eine vergleichende Analyse Westdeutschlands und Italiens,

Rüdiger Graf
Christopher Neumaier

Auto(im)mobile Infrastrukturen in der Bundesrepublik und West Europa in der Great Acceleration

Verbundprojekt
mit drei Teilprojekten am ZZF
Leitung: Rüdiger Graf und Christopher Neumaier 
Gefördert von der Leibniz-Gemeinschaft, Förderlinie „Kooperative Exzellenz“ (2026)
Vor dem Hintergrund aktueller Debatten über den Klimawandel und die „Mobilitätswende“ bewertet dieses Projekt die Geschichte der Automobilinfrastruktur in Westdeutschland und Westeuropa seit Mitte des 20. Jahrhunderts neu.

Stefanie Eisenhuth

Spark of Sovereignty: Lviv’s Path from Perebudova to Ukraine’s Independence

Forschungsprojekt
im Leibniz-Professorinnen-Programm von Juliane Fürst 
Warum wurde gerade Lwiw zu einem Motor des Wandels in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren? Das Projekt untersucht die westukrainische Stadt als zentralen Schauplatz gesellschaftlicher Mobilisierung, kultureller Erneuerung und politischer Neuorientierung.

Evgenia Lezina

Methoden des KGB in den letzte Jahrzehnten der Sowjetunion

Forschungsprojekt
Das Projekt erforscht die alltägliche Arbeit des KGB sowie die Mechanismen und Instrumente sozialer Kontrolle, die sich direkt oder indirekt auf die „durchschnittlichen“ Sowjetbürger in ihrem Alltagsleben auswirkten. Der Fokus liegt auf der sowjetischen Geheimpolizei während der Zeit vom Ende der Regierung Brežnevs über Gorbačevs Perestroika bis zum Kollaps der Sowjetunion 1991. 

Jutta Braun

Politische Choreographie

Ausstellungsprojekt
Projektleitung: Jutta Braun
Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Projektlaufzeit: 2026
Die geplante Ausstellung nimmt sowjetische Dominanz und politische Lenkung des Ballettwesens der DDR in den Fokus und erkundet die Biografien von Absolvent:innen, die zu internationaler Berühmtheit gelangten. Weiterhin wird die Relevanz der Hochkultur in den politischen Krisen der Gegenwart hinterfragt.

Jutta Braun
Hanno Hochmuth

Freigespielt! Basketball vor und nach 1989

Ausstellungsprojekt
Projektleitung: Jutta Braun und Hanno Hochmuth 
Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Laufzeit: 2026

Aus Anlass des bevorstehenden FIBA Women´s Basketball World Cups 2026 in Berlin wird das ZZF Potsdam mit Kooperationspartnern die Geschichte dieser populären Sportart beleuchten. Eine multimediale Ausstellung in den Spielstätten des Turniers zeigt ab September 2026 die politische und gesellschaftliche Dimension des Basketballs zwischen Sportpolitik, Leistung und Lifestyle.

Isabella Löhr

The Activist, the Archivist, and the Researcher (ACTIVATE)

Verbundprojekt
Laufzeit: Januar 2025 bis Dezember 2029 
Projektförderung: Marie Skłodowska-Curie Actions Staff Exchanges 
Projektpartner: Université de Versailles Saint-Quentin-en-Yvelines (lead partner) 
In an extremely tense international context where European democracies are being weakened and even called into question, it is crucial to emphasise the importance of preserving and promoting the European cultural heritage represented by archives of political and social engagement. The project aspires to define the role and importance of collecting, archiving and promoting documents, objects and data in order to contribute to a renewed European history of social and political dissent from the beginning of the 19th century to the present day.

Alisa Lozhkina

Vom Eisernen Vorhang zur Inneren Vision: Psychedelika, spirituelles Erwachen und politische Imagination in der ukrainischen Kunst nach dem Zusammenbruch des Kommunismus

Dissertationsprojekt
Das Projekt untersucht die Schnittstellen von Kunst, Spiritualität und veränderten Bewusstseinszuständen im postsowjetischen Kontext der Ukraine. Es analysiert, wie der Gebrauch psychedelischer Substanzen unter Künstler:innen der sogenannten „Ukrainischen Neuen Welle“ in den 1990er Jahren eine Ästhetik der Transgression, Introspektion und spirituellen Suche prägte. 

Iuliia Skubytska

Independence on the Edge: Making the Soviet Flagship Summer Camp Artek Ukrainian

Forschungsprojekt
im Leibniz-Professorinnen-Programm von Juliane Fürst
Was geschieht mit einem der bekanntesten Symbole der Sowjetunion, wenn das Imperium zerfällt? Das Projekt widmet sich dem legendären Pionierlager Artek auf der Krim – einem Ort, der über Jahrzehnte als Inbegriff sowjetischer Zukunftsversprechen galt. Hier sollten Kinder die sozialistische Gesellschaft von morgen bereits im Kleinen erleben.

Elisabeth Kimmerle

Gewaltbeziehungen

Forschungsprojekt
Tödliche Gewalt in Intimbeziehungen steht derzeit zunehmend im Fokus politischer Debatten. Sie hat jedoch eine lange Geschichte. Eine historische Analyse tödlicher Partnerschaftsgewalt in Deutschland, die das Verhältnis von Geschlecht, Gewalt und Intimität systematisch diachron in den Blick nimmt, fehlt bisher. Mit dem Projekt soll diese Lücke geschlossen werden.
 

Aleksandra Belozerova

Der post-sowjetische Liberalismus in Russland: Ideen, Akteure, Zäsuren (1988-2022)

Dissertationsprojekt
Das doppelte Scheitern des russischen Liberalismus – nach 1905 und nach 1991 – verlangt nach einer differenzierten historischen Erklärung. Anhand ausgewählter Akteure dreier Alterskohorten wird es systematisch untersucht, wie sich russländische Liberale definierten, welche Ideen sie leiteten und warum sie letztlich mit ihrem Projekt einer Liberalisierung von Staat und Politik scheiterten. 

Hendrik Doesburg

Furrows of Empire

Dissertationsprojekt
Das Projekt ist Teil des Kompetenznetzwerks Interdisziplinäre Ukraine-Studien (KIU). 
Betreuer des Projekts: Prof. Dr. Jan C. Behrends
Das Promotionsprojekt untersucht die verwickelte Geschichte der niederländischen und deutschen kolonialen Ambitionen in der Ukraine im 20. Jahrhundert.

Franziska Davies

Befreiung vom Imperium: Polen, die Ukraine und die Entstehung des neuen Europas, 1945-2014

Forschungsprojekt
im Leibniz-Professorinnen-Programm von Juliane Fürst 
Das Projekt rekonstruiert die intellektuelle Vorbereitung der polnisch-ukrainischen Annäherung im Exil, wie sie dann in den 1980er Jahren durch Solidarność und Perebudova (ukrainisch für Perestroika) auch innerhalb Polens und der Ukraine politisch wirksam wurde. Es analysiert, warum in den polnisch-ukrainischen Beziehungen ein Wandel gelang, der in den russisch-ukrainischen Beziehungen scheiterte. 

Iris Johanna Bauer
Frank Bösch

Ostdeutsche Villenviertel nach 1945

Dissertationsprojekt 
Teil des Verbundvorhabens „Where the Rich Live: Mapping Villa Neighborhoods and Cultures of Wealth in Germany’s Long 20th Century (RichMap)“, das gemeinsam mit dem IRS in Erkner durchgeführt wird 
Betreuung: Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF Potsdam), PD Dr. Eva Maria Gajek (IRS Erkner)

Die Forschungen sollen den Wandel sozialer Ungleichheit und kultureller Differenz aufzeigen und einen Beitrag zur Reichtumsforschung in Deutschland leisten. 

Kateryna Chernii

Sportliche Unabhängigkeit. Der ukrainische Sport von Perebudova bis zur Dekolonialität

Forschungsprojekt
im Leibniz-Professorinnen-Programm von Juliane Fürst 
Das Projekt analysiert den Weg von der Perebudova (das ukrainisch für Perestroika) zur Dekolonialität im Bereich des Sports als faszinierendes und aufschlussreiches Prisma. Ziel ist es, die umfassenden sozialen und politischen Veränderungen auf dem Weg zur ukrainischen Unabhängigkeit besser zu verstehen.
Das Projekt wird im Rahmen des Leibniz-Professorinnenprogramms von ZZF-Abteilungsleiterin Juliane Fürst „Nuclear Reaction on the Khreshchatyk: Ukrainian Society and its Path from Perebudova to Decoloniality, 1986-1994“ bearbeitet.

Jonas Baake

Die Entstehung der polnischen Armee: Nationale Selbstbehauptung und militärische Gewalt (1914-1926)

Dissertationsprojekt
in der DFG Forschungsgruppe Militärische Gewaltkulturen
Im Zentrum des Projekts stehen die Entstehung und Entwicklung der polnischen Armee vom Beginn des Ersten Weltkriegs bis zum Maiputsch 1926. Die Untersuchung konzentriert sich auf die militärische Gewaltkultur, die die polnische Armee vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs, des Zerfalls der Imperien sowie der polnischen Staatsbildung entwickelte.

Juliane Fürst

Nuclear Reaction on the Khreshchatyk: Ukrainian Society and its Path from Perebudova to Decoloniality, 1986–1994

Verbundprojekt
im Leibniz-Professorinnen-Programm „Nuclear Reaction on the Khreshchatyk: Ukrainian Society and its Path from Perebudova to Decoloniality, 1986-1994“
Leitung: Juliane Fürst
Das Projekt geht der Frage nach wie aus einer sowjetischen Republik ein unabhängiger Staat – und aus „Sowjetbürger*innen“ eine ukrainische Gesellschaft wurde. Das fünfköpfige Team untersucht dazu verschiedene Lebenswelten und Orte. Ziel des Projekts ist es, die Ukraine als eigenständigen historischen Erfahrungsraum sichtbar zu machen und neue Perspektiven auf das Ende der Sowjetunion zu eröffnen.

Irmgard Zündorf

Building a critical memory. Transitioning from denial to collective responsibility

Projekt 
The project shall provide a deep comparative look at how Americans and Germans have dealt with their difficult pasts, their memory cultures, policies, and current challenges like racism and growing antisemitism.  About 50 scholars and teachers, museum curators and other public historians, people working in foundations and NGOs from the United States and Germany go on two week-long “tours” in 2025.

Lea Tewes

Männlichkeiten in der radikalen Rechten

Dissertationsprojekt 
im Projektverbund „Die radikale Rechte in Deutschland, 1945-2000“ 
Ein soldatisches Männlichkeitsideal gilt für die radikale Rechte als selbstverständlich. Doch welche weiteren Rollen und Spielräume gab es für rechte Männer in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts? Diese und weitere Fragen wurden bisher zeithistorisch nicht erforscht. Im Projekt sollen sie mithilfe eines praxeologischen Ansatzes untersuchen werden. 

Jonathan Voges

„Are you ready?” Preparedness als Zugriff auf die Zukunft seit den 1990er Jahren

Forschungsprojekt

Das Projekt spürt zeithistorisch dem fundamentalen Wandel der Sicherheitskultur seit den 1990er Jahren nach. Im Zentrum steht die Frage, wie es dazu kam, dass das moderne Versprechen, Zukunft planen zu können und Gefahren präventiv verhindern zu können, von einem sicherheitspolitischen Denken und Handeln abgelöst wurde. Dieses ging davon aus, dass man sich auf die (unweigerlich) eintretenden Katastrophen nur vorbereiten, sie aber nicht verhindern könne.

Emily Dreyfus

Der Aufstieg weiblicher Klassikstars im digitalen Zeitalter

Forschungsprojekt

Girly Business zeichnet die weitgehend unterschätzte soziokulturelle Geschichte von klassischen Instrumentalistinnen nach, ausgehend von der Entwicklung der Massenmedien und dem Wandel der gesellschaftlichen Normen in Bezug auf Weiblichkeit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. 

Jutta Braun

Der DOSB und die NS-Vergangenheit. Eine Bestandsaufnahme zu Belastungen und Kontinuitäten

Forschungsprojekt
Projektleitung: Jutta Braun (ZZF) gemeinsam mit Berno Bahro (Universität Potsdam) Kooperationspartner: Zentrum deutsche Sportgeschichte 
Anlässlich des bevorstehenden 20. Jahrestages des Zusammenschlusses von Deutschem Sportbund (DSB) und Nationalem Olympischen Komitee (NOK) zum DOSB (Deutschen Olympischen Sportbund) im Jahr 2006 werden im Projekt die NS-Belastungen im organisierten Sport aufgearbeitet. Hierbei sollen sowohl formale wie materielle Belastungen aufgearbeitet und in einer Monografie publiziert werden.

Isabella Löhr

University Students as Migrants: A New History of Educational Mobility in Western Europe

Kooperationsprojekt 
Projektpartner: Northumbria University, UK (Daniel Laqua) und ZZF (Isabella Löhr)
Finanzierung: DFG-AHRC 
Förderzeitraum: Februar 2025 bis Januar 2028 
This project connects student mobility to changing migration policies and discourses in Western Europe. In doing so, it offers fresh insights into the development and transformation of selective migration regimes and the ways their target constituencies experienced them.

Jan C. Behrends

Erinnerung an „die Juden“ im spät- und postkommunistischen Polen, der Ukraine und Litauen im Zeitraum 1980 bis 2020

Bilaterales israelisch-deutsches Kooperationsprojekt 
des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (Jan C. Behrends), der Tel Aviv University (Scott Ury) und The Hebrew University of Jerusalem/Leonid Nevzlin Research Center for Russian and East European Jewry (Semion Goldin) 
Das Projekt untersucht die öffentlichen Debatten über die Erinnerung und das Bild „der Juden“ in Polen, Litauen und der Ukraine. Es fragt danach, welche Rolle die Diskussionen in dieser Region im kollektiven Gedächtnis und in den historischen Debatten in den verschiedenen Perioden spielten: im Spätkommunismus (1980-1989), Postkommunismus (1989-2004) und dem populistischen Nationalismus (2004-2020). 

Dominik Juhnke

Helmut Kohl – Kanzler der Einheit

Ausstellungsprojekt/Dauerausstellung (Berlin) 
In Helmut Kohls 16-jährige Regierungszeit fallen nicht nur die Deutsche Wiedervereinigung, sondern mit dem Schengener Abkommen, dem Vertrag von Maastricht und der Euro-Einführung auch entscheidende Weichenstellungen der Europäischen Integration. Die Ausstellung erzählt die spannungsgeladene Phase deutscher und europäischer Zeitgeschichte in den 1980er und 1990er Jahren aus ost- und westdeutscher Perspektive.
 

Jutta Braun

moving history - Festival des historischen Films

Filmfestival
Das in Potsdam gegründete moving history film festival ist das erste Filmfestival in Deutschland, das sich auf Geschichte im Film spezialisiert hat. Jedes Jahr wird mit der Clio der Preis für den besten historischen Film des Jahres verliehen.

Margarita Pavlova

Kulturell in der Form - politisch im Inhalt?

Dissertationsprojekt
im ERC Projekt “Perestroika from Below”
Das Projekt erforscht, wie der soziopolitische Kontext des spätsowjetischen Leningrads den Boden für den durch die Perestrojka wiederbelebten Denkmalschutz-Aktivismus bereitete. 

Johannes Kleinmann

A Class of Experts. Computer Work and its Hierarchies

Forschungsprojekt
im Leibniz-Verbundprojekt „Digital Inequalities“ 
Das Forschungsvorhaben analysiert, wie neue Computerexperten in Westdeutschland etablierte Unternehmenshierarchien, Verfahren und Arbeitsabläufe in Frage stellten und sich so als neue Klasse zwischen den 1970er und 1990er Jahren konstituierten.

Carolin Liebisch-Gümüş

Connected Skies, Contested Grounds: Air Travel and Refugee Movements in Twentieth Century Germany and Beyond

Habilitationsprojekt
Das Projekt widmet sich einer Geschichte von Luftwegen als Fluchtwegen. Ziel ist es, vom Blickpunkt Deutschland aus, die Rolle des Luftverkehrs in der Geschichte von Flucht- und Asylmigration von den Anfängen des kommerziellen Flugverkehrs und der Flucht vor dem Nationalsozialismus in den 1930er Jahren bis zu Süd-Nord-Fluchtbewegungen in der jüngeren Zeitgeschichte zu analysieren. 

Julia Wambach

Das Ende der Solidarität? Deindustrialisierung in Deutschland und Frankreich 1960-2000

Forschungsprojekt

Basierend auf Oral History Interviews in zwei ehemaligen Industrieregionen Westeuropas (Nordfrankreich und dem Ruhrgebiet) untersucht das Projekt die veränderte Wahrnehmung von sozialem, politischem und wirtschaftlichem Zusammenhalt sowie die Konstruktion von emotionalen Gemeinschaften. Dies zu der Zeit, als die Arbeit in den Kohle- und Stahlfabriken – und somit das traditionelle Bindeglied der Gesellschaft – verschwand.

Irmgard Zündorf

Deutsch-dänisches Bildungsprojekt

Kooperationsprojekt
Rund 30 Geschichtsstudentinnen und -studenten aus Deutschland und Dänemark entwickeln in Workshops (online und vor Ort) zwischen November 2024 und Februar 2025 didaktische Konzepte und erarbeiten Material für die Kriegsgräberstätte Oksbøl (Dänemark). 

Achim Saupe

Geschichtskultur und Wertekonstruktion im 20. Jahrhundert

Das Projekts untersucht den Wandel geschichtsbezogener Wertebegriffe und Wertedebatten, u.a. anhand des Begriffs in der Historiographie und Theorie der Geschichte, im Diskurs über das UNESCO-Welterbe, in konservativen und neu-rechten Diskursen, in gesellschaftlichen Krisenzeiten, sowie in politischen Debatten. 

Jary Koch

Der Alltag der Stoffumwandlung. Arbeit, Technik und Natur in der chemischen Industrie der Bundesrepublik, 1960er bis 1990er Jahre

Dissertationsprojekt
im von der DFG geförderten Kooperationsprojekt „Politics of Inscription in der digitalen Transformation"
Das Projekt setzt sich mit den grundlegenden Veränderungen von industrieller Arbeit und Produktion auseinander. Konkret untersucht wird der Wandel von Arbeitsprozessen in Unternehmen der chemischen Industrie der Bundesrepublik durch technologische Entwicklungen wie Automatisierung und Digitalisierung sowie des Bedeutungsgewinns der ökologischen Frage.

Dominic Sauerbrey

Geflüchtete als ›Sozialschmarotzer‹, ›Arbeitsmarktkonkurrenz‹, oder ›Fachkräftepotenzial‹? – Historische Entwicklungslinien eines ökonomisch-utilitaristischen Dispositivs zur Eingliederung von geflüchteten Menschen in den deutschen Arbeitsmarkt

Dissertationsprojekt
Teilprojekt des DFG geförderten Sonderforschungsbereiches / SFB 1604 „Produktion von Migration“ 
Projektleitung: Isabella Löhr (ZZF) und Jochen Oltmer (Universität Osnabrück)
Das Projekt beabsichtigt eine genealogische Rekonstruktion der umstrittenen Aushandlung und Ausdifferenzierung von Figuren, die sich im Rahmen der diskursiven und institutionellen Verknüpfung der Felder ›Asyl‹ und ›Arbeit‹ als auch ›Soziales‹ seit den 1970ern in der bundesdeutschen Öffentlichkeit herauskristallisiert und entwickelt haben. 

Isabella Löhr

›Flüchtlinge‹ und andere: Die Produktion fluchtbezogener Figuren seit den 1970er Jahren

Verbundprojekt 
im DFG geförderten Sonderforschungsbereiches / SFB 1604 „Produktion von Migration“ 
Projektleitung: Isabella Löhr (ZZF Potsdam) und Jochen Oltmer (Universität Osnabrück) 
Förderzeitraum: April 2024 bis Dezember 2027 
Das Projekt untersucht die semantische sowie soziale Ausdifferenzierung der Figur des Flüchtlings im deutschen Sprachraum seit den 1970er Jahren. Der SFB ist am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück angesiedelt.

Michael Homberg

Digital Inequalities. Divides, Hierarchies, and Boundaries in Germany, 1970s to 1990s.

Verbundprojekt 
des ZZF Potsdam in Kooperation mit dem GEI und der HS Bund  
Projektleitung: Michael Homberg 
Gefördert von der Leibniz-Gemeinschaft, Förderlinie „Kooperative Exzellenz“ (2023)
Das Projekt widmet sich den bislang wenig thematisierten Schattenseiten der Digitalisierung. Es erforscht, wie sich die teilweise verborgenen Voreingenommenheiten der technologischen Systeme in der Arbeitswelt, den Geschlechterverhältnissen, im Bildungssystem und in Migrationsregimen auswirken. 

Daria Ganzenko

Joke After Joke: Russian Verbal Comedy Genres from late Socialism to the Post-Soviet Period

Dissertationsprojekt
part of the joint project "Adjustment and Radicalisation. Dynamics in Popular Culture(s) in Pre-War Eastern Europe"
Through analysis of comic routines and performances of the most influential Soviet and post-Soviet Russian comedians, the PhD project aims to trace the continuity and breaks in the evolution of Russian language verbal comedy over the past 80 years.

Olha Korniienko

Ukrainian Soviet Fashion During the Cold War

The Ukrainian SSR is considered as one of the main centres of fashion development in the Soviet Union. The project is devoted to a thorough exploration of the history of Ukrainian Soviet fashion in the context of ideology and everyday life during the Cold War.

Dominik Juhnke
Martin Sabrow

Gewalt gegen Weimar. Zerreißproben der frühen Republik 1918-1923

Ausstellungsprojekt/Multimediale Wanderausstellung
(Bad Freienwalde, Berlin, Weimar, Hamburg)
Das Projekt "Gewalt gegen Weimar" beschäftigt sich mit den politischen Anschlägen, Mordserien und Umsturzversuchen in den frühen Jahren der Weimarer Republik. 

Tom Koltermann

Ein „Leib-und-Magen-Blatt“ für den Osten. Der Aufstieg der SuperIllu

Forschungsprojekt
im Verbundprojekt "Das mediale Erbe der DDR"
Das Forschungsvorhaben untersucht die Genese und den Wandel der Zeitschrift sowie deren Funktion im Kontext der sich transformierenden ostdeutschen Gesellschaft. Dabei wird gefragt, in welcher Weise, mit welchen Inhalten und Formaten die Zeitschrift zu einem spezifisch ostdeutschen Sonderbewusstsein beigetragen hat.

Nikolai Okunew

Volkstümliche Schlager in Ostdeutschland: Erbe – Identität – Quote

Forschungsprojekt
im Verbundprojekt "Das mediale Erbe der DDR
Seit den späten 1980er Jahren ist Volksmusik im Osten Deutschland ein Massenphänomen. Im Projekt wird erstmals untersucht, inwiefern in den verschiedenen Formaten inhaltliche Traditionen aus der DDR übernommen und transformiert wurden und welche Gründe der Beliebtheit des Massenphänomens zugrunde liegen.

Juliane Fürst

Facing the Past. Public History for a Stronger Europe (EUROPAST)

Verbundprojekt
Projektförderung: HORIZON-WIDERA-2021-ACCESS-03-01 - Twinning Project
Projektpartner: Universität Vilnius, Lund University, C²DH, ZZF Potsdam
Projektleitung am ZZF: Juliane Fürst
Koordination des Projekts am ZZF: Annette Steyn (Dora Komnenovic bis 31.12.2024)
Ziel des Verbundprojekts ist es, Theorie und Praxis der Bürger*innenbeteiligung an der Koproduktion und Kommunikation der Vergangenheit im digitalen Zeitalter zu erforschen. 

Petra Haustein

Netzwerk Zeitgeschichte

Assoziiertes Projekt
Das Netzwerk Zeitgeschichte verbindet Gedenkstätten, Forschung und Zivilgesellschaft.  Es ist ein Projekt der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und der Humboldt-Universität zu Berlin. Das ZZF ist assoziierter Partner.

Juliane Fürst

Perestroika from Below

ERC Forschungsprojekt (Verbundprojekt)
finanziert von der Europäischen Union 
Am ZZF werden seit August 2022 fünf Projekte bearbeitet. 
Die »Perestroika« wird häufig als von oben verordnet beschrieben. Das Projekt will die Perestroika stattdessen »von unten« betrachten und dabei vor allem auch die sowjetische Peripherie in den Blick nehmen. Das Projekt wird ermöglicht durch einen Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) für Juliane Fürst. 

Tizian Zumthurm

Lachen ist die beste Medizin? Eine Geschichte der Gelotologie

Der Volksmund weiß "Lachen ist gesund". Naturwissenschaftlich scheint diese Feststellung jedoch kaum haltbar.  Mit dem Projekt soll untersucht werden, wie eine wissenschaftlich umstrittene Erkenntnis populär wurde. 
Das Projekt wird seit 2022 außerhalb des ZZF weiterbearbeitet.

COVID-19 Erinnerungen

Wir möchten dokumentieren und zeigen, wie Covid19 unser Leben verändert hat und wie wir unser Familienleben mit und ohne Social Distancing gestalten.
Das Projekt wird seit 2022 außerhalb des ZZF weiterbearbeitet.

Rüdiger Graf

Politisch-soziale Zeit- und Prozessbegriffe

Verbundprojekt  
gefördert von der Leibniz-Gemeinschaft
Im Rahmen des Verbundprojekts „Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen. Lexikon zur historischen Semantik in Deutschland“ untersucht das ZZF die Veränderung von Begriffen, die Zeitlichkeit und historischen Wandel zum Ausdruck bringen. Partner des Verbundprojekts sind das ZZF, das Leibniz-Zentrum Literatur- und Kulturforschung in Berlin (ZfL) und das Leibniz-Institut für deutsche Sprache (IDS) in Mannheim.

Simon Specht

Der Fortschrittsbegriff im 20. Jahrhundert: Abgesänge, Resistenz und Wandel

Dissertationsprojekt

Das Projekt untersucht die Geschichte der Fortschrittssemantik in der deutschen politischen Sprache im 20. Jahrhundert. Es ist Teil der Untersuchung politisch-sozialer Zeit- und Prozessbegriffe und wird im Rahmen des Verbundprojekts „Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen. Lexikon zur historischen Semantik in Deutschland“ gefördert.

Jan C. Behrends

DFG Forschungsgruppe Militärische Gewaltkulturen - Illegitime militärische Gewalt von der Frühen Neuzeit bis zum Zweiten Weltkrieg

Forschergruppe „Militärische Gewaltkulturen“ an der Universität Potsdam 
Projektleiter am ZZF: Prof. Jan C. Behrends
Am ZZF werden zwei Dissertationsprojekte bearbeitet (Evgen Zinger und Jonas Baake).
Die Forschergruppe untersucht, auf welche Weise und in welchem Ausmaß sich von der Frühen Neuzeit bis hin zur Zeitgeschichte spezifische militärische Gewaltkulturen in den regulären Armeen der europäischen Großmächte ausbildeten.

Ralf Ahrens

Finanzmärkte und Politik seit den 1970er Jahren

Forschungsprojekt
Das Projekt untersucht das Spannungsverhältnis von zunehmender Marktorientierung und fortbestehenden Regelungsansprüchen anhand der Geld- und Kapitalmarktpolitik in der Bundesrepublik der 1970er bis 1990er Jahre.

Christine Bartlitz

zdbooks

Mit zdbooks (https://zdbooks.de) hat das ZZF eine neue Publikationsplattform online gestellt, auf der eBooks im Open Access Gold erscheinen (zus. mit Frederike Heinitz und Caroline Boisten).

Frank Bösch
Winfried Süß

Soziale Folgen des Wandels der Arbeitswelt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Graduiertenkolleg der Hans-Böckler-Stiftung  
Leitung: Frank Bösch/ZZF, Winfried Süß/ZZF (Sprecher), Stefan Berger/ISB Bochum, und Andreas Wirsching/IfZ München-Berlin
Laufzeit: 2021 – 2025 (zweite Förderphase des Kollegs) 
Die vier Promotionsprojekte am ZZF werden von Lukas Doil, Till Goßmann, Jessica Hall und Christina Häberle bearbeitet. Sie untersuchen vorwiegend auf der Meso- und Mikroebene Praktiken der Arbeitswelt, soziale Lagen und Ungleichheitsmuster sowie die Rolle der Gewerkschaften. 

Dominik Rigoll

Nationalismus neu erfinden. Rechte Parteien und rechte Politik von der Weimarer zur Bonner Republik

Habilitationsprojekt
im Verbundprojekt „Die radikale Rechte in Deutschland, 1945-2000“
Die Namen der kleinen nationalistischen Rechtsparteien, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Westdeutschland gründeten, sind heute fast vergessen, weil sie als mehr oder weniger einflusslos gelten. Diese Studie zeigt, dass einige dieser Rechtsparteien die westdeutsche Demokratie ganz im Gegenteil in vieler Hinsicht dauerhaft prägten.

Frank Bösch

Die radikale Rechte in Deutschland, 1945–2000

Verbundprojekt
Projektleitung: Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF Potsdam), Prof. Dr. Gideon Botsch (MMZ Potsdam) 
Gefördert von der Volkswagenstiftung 
Das Projekt widmet sich der Geschichte der radikalen Rechten in beiden Teilen Deutschlands in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, deren Entwicklung umfassend und archivgestützt, auch auf Grundlage bisher nicht erschlossener Quellen, zeithistorisch kontextualisiert zu analysieren. Am ZZF werden mehrere Teilprojekte bearbeitet.

Jakob Saß

Radikale Rechte in der Bundeswehr und NVA (1955/56-1998)

Dissertationsprojekt
im Verbundprojekt „Die radikale Rechte in Deutschland, 1945-2000“
Das Projekt untersucht erstmalig auf Basis von internen Akten zäsurübergreifend und akteursorientiert auch bislang unbekannte Praktiken der radikalen Rechte sowohl in der Bundeswehr als auch vergleichend in der NVA. 

Project manager until 31.12.2022 was Ronny Grundig.
Project manager until 30.04.2024 was Alexia Pooth.

Gesellschaftsgeschichte des ostdeutschen Handwerks im Systemumbruch zwischen 1980 und 2000

Forschungsprojekt
Das Projekt leitet: Prof. Dr. Thomas Schaarschmidt
Das Forschungsprojekt soll die Lücke schließen, die sich aus der Fixierung der Forschung auf die industriellen Großbetriebe der DDR und ihre Privatisierung bzw. Abwicklung durch die Treuhand in den 90er Jahren ergeben hat.

Laura Haßler

Rechte Kaderschmieden. Die „Jungen Nationaldemokraten“, ca. 1967–1994

Dissertationsprojekt
im Projektverbund „Die radikale Rechte in Deutschland, 1945-2000“
Die „Jungen Nationaldemokraten“ (JN) nehmen eine Schlüsselposition in der Geschichte der ‚Nationalen Opposition‘ der Bundesrepublik Deutschland ein. Das Projekt analysiert ihre Strukturen, Bündnisse und Aktivitäten gesellschaftsgeschichtlich. 

Michael Homberg

Computer in Love. Eine Kulturgeschichte des Kennenlernens im digitalen Zeitalter

Forschungsprojekt (Postdoc)
gefördert von der Alexander von Humboldt-Stiftung, Feodor-Lynen-Rückkehrstipendium
Lange vor Tinder & Co. begannen Heiratsinstitute und Dating-Agenturen in Europa, Asien und den USA den Computer einzusetzen, um die Märkte der „einsamen Herzen“ zu erobern. Das Projekt untersucht die Geschichte dieser elektronischen Partnervermittlung zwischen den 1950er und den 1980er Jahren.

Der Potsdamer Stadtumbau – Authentisierungsstrategien im Widerstreit

Das Projekt historisiert den Streit um das „wahre“ Potsdam, die „Rückgewinnung der historischen Mitte“ und den Erhalt der „Ostmoderne“. Das Projekt ist Teil des Verbundprojektes: „Urban Authenticity: Creating, Contesting, and Visualising the Built Heritage in European Cities since the 1970s (UrbAuth)” im Leibniz-Forschungsverbund "Wert der Vergangenheit".

Annette Vowinckel

Zentralbild. Sozialistische Bildpolitik im internationalen Kontext

Anhand von Fotografien und schriftlichen Quellen zur staatlichen Bildagentur Zentralbild der DDR untersucht das Projekt, unter welchen Bedingungen die DDR staatliche Bildpolitik betrieb und wie sich unter diesen Bedinungen visueller Konformismus, aber auch fotografischer Eigensinn entfalteten.

Jan C. Behrends

Gewalt und Zivilität

Die Frage der Gewalt nach Stalin – im Spätsozialismus und dann in der Perestroika und der Transformation – steht im Mittelpunkt dieses Projekts. 

Corinna Kuhr-Korolev

Was hält die Dinge am Laufen?

Forschungsprojekt
des Interdisziplinären Forschungsnetzwerks "Legacies of Communism? 
Vor allem im Fortbestand von Eliten und Netzwerken, gibt es in der jüngsten russischen Geschichte Kontinuitäten. Diese Annahme wird im Projekt anhand des russischen Museumswesens und seines Personals überprüft. 

Frank Bösch

Die Transformation der ostdeutschen Hochschulen in den 1980/90er Jahren: Potsdam in vergleichender Perspektive

Kooperationsprojekt 
der Universität Potsdam und des ZZF
Leitung: Prof. Dr. Frank Bösch ZZF) und Prof. Dr. Dominik Geppert (Universitä Potsdam)
Die Umgestaltung der ostdeutschen Wissenschaftslandschaft nach dem Vorbild der alten Bundesländer war eines der erklärten Ziele nach dem Umbruch 1989/90.  Das Kooperationsprojekt untersucht sie anhand von drei Einzelstudien. Am ZZF werden zwei Dissertationsprojekte bearbeitet.

Nikolai Okunew

Die Transformation von Fernsehen und Lebenswelt in Ostdeutschland

Forschungsprojekt
im Verbundprojekt "Das mediale Erbe der DDR"
Anhand einer Programm- und Mediennutzeranalyse für den Zeitraum bis Mitte der 2000er Jahre untersucht das Projekt wie die Dritten Programme ORB und MDR sowie ausgewählte Lokalfernsehsender den tiefgreifenden Gesellschaftswandel begleiteten.

Frank Bösch
Christoph Classen

Das mediale Erbe der DDR

BMBF-Verbundprojekt
des ZZF mit der LMU München und der FU Berlin 
Projekt-Leitung am ZZF: Prof. Dr. Frank Bösch, Dr. Jürgen Danyel (bis September 2024), Christoph Classen 
Die Teilprojekte am ZZF untersuchen u.a. Entstehung, Transformation und Nutzung von Medien mit DDR-Bezug. Analysiert werden „Massenmedien“ und private Medien sowie deren Nutzungsumgebungen. Am ZZF werden in der 2. Projektphase 2023-25 Projekte bearbeitet von: Isabel Enzenbach/Anja Tack (abgeschlossenes Ausstellungsprojekt, Dez. 2025), Tom Koltermann, Nikolai Okunew und Lea Freese-Renner.

Jan-Henrik Meyer

Nuclear energy, international organisations and the law

Assoziiertes Forschungsprojekt
Am Beispiel der Geschichte der internationalen, europäischen und nationalen rechtlichen Regulierung der Atomkraft behandelt das Projekt zentrale zeithistorische Problemkomplexe: die Rolle internationaler Organisationen und ihrer Experten; Politik, Recht und Regulierung; Umweltschutz und Energienutzung; und den Umgang mit Technologien und ihren Risiken.

Mario Keßler

Paul Merker

Paul Merker (1894-1969) war als Politbüromitglied der ranghöchste SED-Politiker, der Opfer stalinistischer Repressalien wurde. Das geplante Buch will die Lücke einer bishr fehlenden Biographie schließen und möchte unter biographischen Aspekten spezifische Fragestellungen der Kommunismusforschung sowie der Exil- und Remigrationsforschung miteinander verbinden.

Sandra Starke

Private Fotoalben in der DDR

Dissertationsprojekt 
im Verbundprojekt "Das mediale Erbe der DDR"
Das Projekt untersucht, welche Spezifika sich aus der privaten Fotografie heraus entwickeln lassen. Dies im Hinblick auf die Aspekte Arbeitswelt, Reisen, Westbesuch, sozialistischer Prestigeprojekte und propagandistischer Großveranstaltungen sowie politischer Zäsuren und Ereignisse.

Hans-Hermann Hertle

Multimediale Dokumentation der Geschichte der Berliner Mauer 1961-1989/90

Multimediales Website-Projekt (deutsch/englisch)
Langzeit-Kooperationsprojekt des ZZF in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung, Deutschlandradio und der Stiftung Berliner Mauer (ab 2021)
Der Bau der Mauer, ihre 28-jährige Geschichte und der Fall der Mauer werden an mehr als 130 Orten (points of interest) mit etwa 200 Fotos, 50 O-Tönen, 25 Filmen und zahlreichen Texten dokumentiert.

Christoph Becker-Schaum

Edition Bündnis 90 (1989 – 1993)

Assoziiertes Editionsprojekt
Die geplante Edition widmet sich dem Bündnis 90, das sich 1993 mit den westdeutschen Grünen zum Bündnis 90/Die Grünen zusammenschloss. Die Intention ist, die maßgeblichen Dokumente zur Geschichte des Bündnisses 90 kommentiert zusammenzustellen.

Annette Schuhmann

Verblassende Erinnerung?

Im November 2006 eröffnete die Akademie der Künste Berlin, unter dem Titel „Verblassende Erinnerung“, eine umfangreiche Werkschau der Arbeiten einer der renommiertesten ostdeutschen Fotografinnen: Sybille Bergemann.

Martin Sabrow

Biographie Erich Honecker (1945-1994)

Das biografische Buchprojekt konzentriert sich auf die Bedeutung von Biografien in den ostdeutschen Machtbeziehungen und die Rolle, die Erich Honecker für die langfristige politische Stabilität der DDR und den plötzlichen Zusammenbruch der Regierung spielte. 

Caroline Peters

Freiheit auf Probe. Bewährungshilfe zwischen Resozialisierung und Risiko in der Bundesrepublik Deutschland, 1950-2000

Dissertationsprojekt

Das Projekt untersucht die Idee und Praxis der Bewährungshilfe als eine Form des social engineering. Dabei wird nach den Regelkatalogen normativen Verhaltens der sich Bewährenden gefragt, die sozialpolitischen Regelungsstrategien staatlicher und gesellschaftlicher Akteure betrachtet und herausgearbeitet, inwieweit staatliche, kirchliche und private Träger auf Formen der Selbstregulierung setzten.

Pforzheim – eine Stadt des Ankommens: Zur Integration geflüchteter, freigekaufter und ausgereister DDR-Bürger im Südwesten der Bundesrepublik

Dissertationsprojekt
Nach der fast völligen Zerstörung im Zweiten WeltkrieSocial history of the GDRg wurde die Stadt Pforzheim durch den anschließenden wirtschaftlichen Aufschwung eine Anlaufstelle für viele Ankömmlinge - von Vertriebenen, über SBZ/DDR-Flüchtlingen, Gastarbeitern, Spätaussiedlern bis hin zu Asylsuchenden. In einer Lokalstudie soll untersucht werden, wie der Integrationsprozess von Verwaltung und Gesellschaft am Beispiel von DDR-Flüchtlingen über die Jahre umgesetzt wurde. 

René Schlott

Raul Hilberg (1926-2007). Eine Biographie

Assoziiertes Forschungsprojekt
Ziel des Forschungsprojektes ist es, eine Biographie des 1926 in Wien geboren und 1939 in die USA geflohenen jüdischen Exilanten Hilbergs vorzulegen und der Wirkungsgeschichte seines opus magnum nachzugehen.

Christine Bartlitz
Karsten Borgmann

Visual History

Mit dem Online-Portal visual-history.de stellt das ZZF eine Kommunikations- und Informationsplattform für die historische Bildforschung zur Verfügung. 

Christine Bartlitz
Karsten Borgmann

Docupedia-Zeitgeschichte

Das Online-Nachschlagewerk Docupedia-Zeitgeschichte vermittelt Grundlagenwissen über die zeithistorische Forschung an eine breitere Öffentlichkeit.

Jan-Holger Kirsch

Zeithistorische Forschungen

Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History (ZF/SCH) ist ein Peer-Review-Journal zu Fragen der Zeitgeschichte in deutscher, europäischer und globaler Dimension.

Christoph Classen

Mediengeschichte im Kalten Krieg

Das Projekt untersucht die Beziehungs- und Verflechtungsgeschichte der Massenmedien in der Bundesrepublik und der DDR bis zum Ende des Kalten Krieges.

Aleksandr Rusanov

Heritage discourses in Russia

(bis 2023)
The research aims at analyzing official and unofficial discourses of heritage in contemporary Russia. The Project analyzes how the concepts of cultural heritage are interpreted and used by official state institutions and public memorial and conservation projects.

Isabella Löhr

Inventar der Migrationsbegriffe

Publikationsprojekt
Leitung: Inken Bartels, Isabella Löhr, Christiane Reinecke, Philipp Schäfer, Laura Stielike
Das Inventar der Migrationsbegriffe stellt Schlüsselbegriffe aus den aktuellen Debatten über Migration vor und diskutiert, wie diese historisch geworden sind und wie sie in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen verwendet werden.

Jutta Braun

Kunstmäzenatentum in der Bundesrepublik (1945/49-2000)

Buchprojekt 
Die Förderung der Kunst spielte in der Bundesrepublik nicht nur eine kunst-, sondern auch eine gesellschaftspolitische Rolle. Die Monografie untersucht das Engagement einzelner Persönlichkeiten in der Transformation der Kunst- und Museumsszene nach 1945/49 und 1989/90. 

André Steiner

Wirtschaftsgeschichte der Globalisierung

Forschungsprojekt
Dieses Projekt erforscht die Internationalisierung der Wirtschaft seit dem Beginn der Hochmoderne im ausgehenden 19. Jahrhundert bis ins späte 20. Jahrhundert

Anna Katharina Laschke

Schrankwand, Schnuller, FRÖSI-Heft?

Assoziiertes Dissertationsprojekt (bis April 2024) 
gefördert von der VolkswagenStiftung im Rahmen der Förderinitiative "Forschung in Museen"
Im Projekt wurden, ausgehend von materiellen Ausstattungen junger DDR-Familien in den 1970er und 1980er, spezielle Dingwelten rekonstruiert und ihr Aussagewert für sozialgeschichtliche Fragestellungen analysiert. 

Jan C. Behrends

Zwei Wege in die Moderne

Die Metropolen Moskau und Chicago standen in ihren nationalen Kontexten für die Versprechen und die Verheerungen der Moderne. Ziel des Projekts ist es, zu verstehen, wie in unterschiedlichen kulturellen Kontexten mit den Verheißungen und Bedrohungen des modernen Lebens umgegangen wurde und zu fragen, was wir daraus für unser Verständnis der Moderne ableiten können.

Winfried Süß

Arm und Reich

Buchprojekt
Ziel des Buchprojekts ist eine integrierte Wissens-, Sozial- und Politikgeschichte sozialer Ungleichheit, die zur historischen Kontextualisierung gegenwärtiger Debatten beiträgt. 

Fordismus als Signatur des 20. Jahrhunderts

Buchprojekt
Ziel des Projektes ist eine Monographie unter dem Titel „Das Fordistische Jahrhundert“, die sich auf den deutschen Raum konzentriert, gleichwohl internationale und globale Entwicklungen kursorisch mit einbezieht.