Looking Socialist. Schönheit als Arbeit am sozialistischen Selbst in der DDR

Bildinfo

Ratgeber-Literatur für DDR-Bürgerinnen

Forschungsprojekt
Beginn des Projektes
Juni 2022

„Die Frau unserer Zeit hat nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, gut und gepflegt auszusehen. Sie repräsentiert mit ihrer Erscheinung den Staat, dessen Bürgerin sie ist.“ So formulierte es 1964 die Enzyklopädie Die Frau. Die Studie untersucht, wie die DDR vor allem Frauen dazu anhielt, sich als gepflegte Subjekte hervorzubringen, und wie diese sich zu den an sie herangetragenen Erwartungen verhielten. Mit dem Begriff des „Looking Socialist“ erweitert sie Stephen Kotkins „Speaking Bolshevik“ um eine körpergeschichtliche Dimension.

Die Untersuchung verbindet vier Ebenen: die normativen Körperordnungen und ihre Institutionalisierung, ihre mediale Vermittlung, das alltägliche Schönheitshandeln zwischen Plan- und Parallelwirtschaft und die erinnernde Erzählung in der Gegenwart. 

Die Studie stützt sich auf Akten von Partei, Ministerien, Modeinstitut, Marktforschung und MfS, auf Ratgeberliteratur, Zeitschriften, Fernsehsendungen und Filme sowie auf Gruppengespräche mit Zeitzeuginnen.

Stefanie Eisenhuth

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

Email: eisenhuth [at] zzf-potsdam.de


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