Podiumsgespräch: Über die Bilder hinaus: Rechte Gewalt in der späten DDR und den frühen 1990ern


Beginn: 18:00 Uhr

Die Podiumsdiskussion widmet sich der Frage, welche Formen rechter Gewalt es bereits in den 1980er Jahren in der DDR gab, wie sich Gewalträume in Ostdeutschland herausbildeten und wie es zum Verfall zivilisatorischer Standards nach 1989 in Ost und West kam. Wie lässt sich die Eskalation der Gewalt erklären? Welche Formen der Gegenwehr haben sich gebildet?

Im Gespräch treffen unterschiedliche Perspektiven aufeinander:

  • Die Schriftstellerin und Journalistin Manja Präkels bringt persönliche sowie literarische Zugänge ein.
  • Der Politikwissenschaftler Gideon Botsch vom Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien (MMZ) ordnet die Geschichte und Ideologie der radikalen Rechten historisch ein.
  • Der Historiker Nikolai Okunew vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) ergänzt die Runde mit seiner Forschung zu rechter Gewalt in den 1990er Jahren und zu Jugendsubkulturen in der späten DDR.

Moderiert wird das Gespräch von der Mitkuratorin der Ausstellung, Isabel Enzenbach (ZZF). Gemeinsam sprechen sie darüber, wie sie sich an diese Themen heute erinnern und erzählen lassen und welche Bedeutung sie für aktuelle Debatten haben.


Das Podiumsgespräch findet statt im Rahmen der bis zum 14. Juni 2026 verlängerten Ausstellung „Das Weite suchen. Fotografien der späten DDR und frühen 1990er-Jahre“. Sie erzählt den Umbruch eines Jahrzehnts in Bildern. 


Weitere Informationen zu den Mitwirkenden finden sich auf der Veranstaltungswebsite des Brandenburg Museums für Zukunft, Gegenwart und Geschichte

Moving Labs: Industriekultur leben und die Zeit nach der Kohle gestalten. Arbeitswelten in Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg und im Ruhrgebiet

Werkstattbericht, Bilderbingo und Podiumsgespräch zu Industrieregionen im Wandel 
7.Mai 2026, 16:30 Uhr, Kraftwerk Zschornewitz

Die Industriekultur lebt vom Ehrenamt und vom Austausch vor Ort. Das Leibniz-Lab für Umbrüche und Transformationen organisiert deshalb eine Diskussion von Ehrenämtler*innen, Auszubildenen und Studierenden zu industriekulturellem Erbe und Arbeitswelten in Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg und im Ruhrgebiet. Im Anschluss daran sollen die Ergebnisse der Diskussion einer breiteren regionalen Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dazu lädt das Leibnz-Lab ab 16:30 Uhr ins Kraftwerk Zschornewitz ein. 

Die Veranstaltung beginnt mit einem Bericht über die Diskussionen am Vormittag. Danach gibt es Zwipro, Oberkipper, Sabotagebalken und vieles mehr zu sehen. Zeigt das Titelbild eine Aufnahme aus Sachsen-Anhalt oder dem Ruhrgebiet? Raten Sie mit bei „Auf Schicht“ - einem Bilderbingo. Zum Abschluss gibt es ein Podiumsgespräch dazu, wie Industriekultur bewahrt und Zukunft gestaltet werden kann – mittendrin im einst leistungsstärksten Braunkohlekraftwerk der Welt. Mit dabei sind Ehrenämtler*innen, Wissenschaftlern der Leibniz- Gemeinschaft, Vertretern des Just Transition Center, Festival Osten & Forum Rathenau, u.v.a.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Netzwerk Industriekultur Sachsen-Anhalt (NIK) und der Ferropolis Stiftung Industriekultur gGmH mit dem Leibniz-Lab „Umbrüche und Transformationen“ unter Beteiligung folgender Leibniz-Institute: Institut für Zeitgeschichte München-Berlin, Deutsches Bergbaumuseum Bochum/Leibniz Forschungsmuseum für Georessourcen, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam im Rahmen der Reihe „Moving Labs“ des Leibniz-Lab.

Mehr Infos zur Veranstaltung erhalten Sie auf der Website des Leibniz-Lab.