Lesung & Gespräch: Vom Scheunenviertel zum Ku’damm. Joseph Roth und das jüdische Berlin

Zeit: 18:30 - 20:30 Uhr

Michael Bienert und Hanno Hochmuth lesen aus den Texten von Joseph Roth und erzählen vom Leben und Werk des Autors. Gemeinsam spüren sie den Spuren Joseph Roths in Berlin nach und reisen mit ihm in eine untergegangene Welt. 

Die Veranstaltung in der Reihe "Metropolis Berlin" widmet sich Joseph Roth und dem jüdischen Berlin:
Roth war einer der größten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Zugleich war er ein genauer Kenner und Beobachter Berlins. 1894 im galizischen Stetl Brody geboren, zog es ihn 1920 in das turbulente Berlin der Weimarer Republik. Hier bewegte er sich zwischen den jüdischen Lebenswelten im Scheunenviertel am Alexanderplatz und dem bürgerlichen Westen rund um den Kurfürstendamm. Er war ein Stammgast im berühmten Romanischen Café, schrieb für die renommierte Frankfurter Zeitung und hielt das Leben in seinen Feuilletons und Romanen fest. 

Veranstalter
Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forscvhung Potsdam (ZZF)

Weitere Infos
Dr. Hanno Hochmuth ist Historiker am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) und lehrt Public History an der Freien Universität Berlin.
Er ist Experte für die Zeitgeschichte Berlins und Autor der Bücher Berlin. Das Rom der Zeitgeschichte, Berlin 2024 und  Kiezgeschichte. Friedrichshain und Kreuzberg im geteilten Berlin, Göttingen 2017. 

Michael Bienert lebt als freier Autor, Stadtforscher, Ausstellungskurator und Stadtführer in Berlin. 

 

Die lange Geschichte der ›Wende‹. Lebenswelt und Systemwechsel in Ostdeutschland vor, während und nach 1989

Abgeschlossenes Verbundprojekt
Es wurde gefördert von der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmmen des Leibniz-Wettbewerbs 2016-2020.
Projektleitung: Priv.-Doz. Dr. Kerstin Brückweh 
Mitarbeiter*innen: Dr. Anja Schröter, Kathrin Zöller, Clemens Villinger

Moving Lab: Was fliegt denn da? Basketball in Berlin vor und nach 1989/90

Zeit: 19-21 Uhr

Führung zum Basketball Court am Flughafen Tempelhof, Podiumsgespräch und Erzählabend 

Sportgeschichte ist Zeitgeschichte. Das gilt auch und erst recht für den Basketball, der zum Ende des Kalten Krieges einen enormen Umbruch erfuhr. Am Beispiel des Basketballs fragen wir deshalb nach historischen Umbrüchen im Sport, in der Politik und in der Gesellschaft. Warum avancierte Alba Berlin infolge der Vereinigung zu einem Gesamt-Berliner Verein, während die Stadt im Hinblick auf andere Sportarten weiterhin zwischen Ost und West geteilt ist? Welche Rolle spielte die coole Freiplatzkultur im globalen Basketball-Boom der 1990er Jahre?

Über diese und weitere Fragen kann sich das Publikum mit prominenten Gästen, wie Marco Baldi, CEO von ALBA Berlin, und Henning Harnisch, Vizepräsident von ALBA Berlin und langjähriger Nationalspieler beim Erzählabend austauschen und von eigenen Erfahrungen berichten. Abgerundet wird die Veranstaltung mit einem Besuch des Basketball Courts über der Empfangshalle des ehemaligen Flughafens Tempelhof, der bis 1989/90 von der US Army genutzt wurde.

Die Teilnahme ist kostenfrei, Verpflegung inklusive.

Die Veranstaltung wird vom Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) in Kooperation mit der Tempelhof Projekt GmbH und dem 28.15 Basketball Museum von ALBA BERLIN im Rahmen der Reihe „Moving Labs“ des Leibniz-Labs „Umbrüche und Transformationen“ und „THF x GESCHICHTE“ begleitend zur multimedialen Ausstellung „Freigespielt! Basketball vor und nach 1989“ ausgerichtet. Gefördert wird sie von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.
 

Leibniz Summer Fellowships in the field of “German and/or European (including Eastern European) History in the Twentieth Century”

The Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam / Leibniz Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF) is pleased to invite applications for two 

Leibniz Summer Fellowships in the field of “German and/or European (including Eastern European) History in the Twentieth Century”. 

These two-month fellowships provide international scholars an opportunity to pursue individual research in Germany while participating in the academic life of one of Germany’s major historical research centres. 

Preisverleihung "CLIO 2026 – der Preis für den besten Film zu einem historischen Thema“


Zeit: 19:00 Uhr, 18:30 Uhr Sektempfang 

Zum achten Mal vergibt der Verein »moving history – Festival des historischen Films Potsdam« die CLIO für eine aktuelle deutsche Film- und Fernsehproduktion, die sich auf besonders gelungene Weise mit einem historischen Thema befasst. Die Clio gilt in der griechischen Mythologie als die Muse der Geschichtsschreibung.

Gewinner der CLIO 2026  - Preis für den besten Film zu einem historischen Thema ist: 
EINAR SCHLEEF – ICH HABE KEIN DEUTSCHLAND GEFUNDEN
Regie Sandra Prechtel, Filmgalerie 451 (2026)
Die Landeshauptstadt Potsdam – UNESCO Creative City of Film – ist Stifterin des mit 5.000 € dotierten Preises. Die Schirmherrschaft für moving history 2026 haben die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Potsdam, Noosha Aubel, und der Schauspieler Jörg Schüttauf übernommen.
Neben der Regisseurin Sandra Prechtel nehmen an der Preisverleihung die Schauspielerin Jutta Hoffmann, der Schirmherr der CLIO 2026 Jörg Schüttauf, die Schirmherrin des Festivals Noosha Aubel, Laudator Gunnar Decker sowie Moderator Patrick Wellinski teil. 

Für die Clio 2026 waren zudem nominiert: 

SILENT FRIEND
von Ildikó Enyedi | Pandora Film | 2025

KARLA
von Christina Tournatzés | achtung panda! | 2025

BORN TO FAKE
von Benjamin Rost, Erec Brehmer | MSZ Production & Consulting | 2025

HOLOFICTION
von Michal Kosakowski | Kosakowski Films | 2025

DAS VERSCHWINDEN DES JOSEF MENGELE
von Kirill Serebrennikow | CG Cinéma International, Hype Studios, Lupa Film I 2025

Der Gewinnerfilm, alle nominierten Filme sowie drei moving history | Spezial werden ab 25. September 2026 im Filmmuseum Potsdam und im ersten Quartal 2027 im Zeughauskino Berlin gezeigt. 

Alle Informationen zur CLIO 2026 und zum Filmfestival finden Sie auf der Website des Veranstalters moving history e.V. 

Veranstalter: 
Die Preisverleihung ist eine Veranstaltung des moving history – Festival des historischen Films Potsdam e.V. in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) und der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Die Veranstaltungen werden gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg und vom Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM). Partner sind das Filmmuseum Potsdam und das Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums (DHM).

Buchvernissage: Diplomatie in Gesellschaft


Beginn: 18:00 Uhr 

Podiumsdiskussion mit: 

Moderation: Priv-Doz. Dr. Jonathan Voges (Hannover/Potsdam) 

Was verbindet einen Berliner Zoodirektor mit den deutsch-chinesischen Beziehungen im kalten Krieg? Existierte feministische Diplomatie bereits in den 1930er-Jahren? War die Schweizer Neutralität mehr ein kulturelles Image als aussenpolitische Praxis? Wie brachte ein Hund politisches Tauwetter zwischen Kennedy und Chruschtschow? Und was hat der Papst mit Diplomatie zu tun? 

Der Abend beleuchtet, wie eng Diplomatie und Gesellschaft verflochten sind und welche Einsichten die Geschichte für die heutige Diplomatie bietet. Vorgestellt wird die Publikation «Diplomatie in Gesellschaft» (Intercom Verlag Zürich). Anschliessend präsentieren Studierende der Universität Luzern ihre Beiträge, die sich im Frühjahrssemester 2026 mit Diplomatiegeschichte beschäftigt haben.

Veranstalter: 
Universität Luzern, Kultur- und Sozialwissenschaftliche Fakultät, Historisches Seminar in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)