Restitution und Weltkulturordnung

Mit der Dekolonisierung und den Diskussionen über neue Weltordnungen wurden in den 1970er und 1980er Jahren auch kulturpolitische Fragen der postkolonialen Beziehungen verhandelt. Die Restitution kolonialen Sammlungsguts war eines der Streitthemen. Ellen Montag Pupeter analysiert diese Auseinandersetzung in den Vereinten Nationen, der UNESCO und im geteilten Deutschland. Dabei fokussiert sie auf den Umgang mit kolonialem Erbe in der Bundesrepublik und der DDR sowie die Wechselwirkungen zwischen internationaler und nationaler Ebene.

Der Jahresbericht 2025

Teaser

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Workshop: Moving Across Europe as Non-Europeans. Meso-level Analyses of Mobility Regimes in the 20th and 21st Centuries


Organized by:
Giulia Scalettaris (Centre Marc Bloch Berlin) and Lucie Lamy (Leibniz Centre for Contemporary History Potsdam, ZZF) in the framework of the ANR-funded project AMORE (Afghan Europeans. The Invention of a Mobility Regime)

This workshop brings together historians, political scientists, and social scientists to explore the history and politics of mobility within Europe through a long-term perspective, focusing on groups that have been categorized or perceived as “non-European”. Spanning the early twentieth century to the present, it examines how changing historical and geopolitical contexts have shaped mobility, belonging, and membership in Europe. By adopting a longue durée perspective, the workshop seeks both to better understand the emergence of contemporary European mobility and membership regimes and to advance the conceptualization of mobility regimes as embedded, co-produced, politically contested, and socially productive. Particular attention is given to the meso-level: the institutions, organizations, infrastructures, and intermediary actors through which mobility is governed, negotiated, and transformed in practice.

Organizer: Project AMORE (Afghan Europeans. The Invention of a Mobility Regime), funded by the French National Agency for Research (ANR) at the University of Lille; Centre Marc Bloch (CMB); Leibniz Centre for Contemporary History Potsdam (ZZF)

Program
6 July

2:45 PM–3:15 PM
Introduction by the organizers, Giulia Scalettaris (Centre Marc Bloch – CMB) and 
Lucie Lamy (Leibniz Centre for Contemporary History Potsdam – ZZF)


3:15 PM–5:15 PM
Session 1 – Mobility and Exclusion in the First Half of the 20th Century: Drawing the Boundaries of European Societies at City Scale

Adèle Sutre (Institut Convergences Migrations, CNRS) – Mobility Regimes of Romani Family Groups Around the World (1880–1960): Between Movement and Settlement

Julia Harnoncourt (University of Graz) – Performing Europe: Non-European Artists, Moral Implications and Mobility Regimes in Interwar Luxembourg

Discussant: Christina Reimann (Humboldt University Berlin / CMB)


7 July

8:30 AM–10:30 AM
Session 2  – Cold War Europe and the 'Third World': Non-Europeans at Western Universities

Henry Dee (Northumbria University)  – The political economy of diverging intra- and extra-European student mobility, 1960s-1990s

Lucie Lamy (ZZF)  – Students, Refugees or Migrants? How African and Asian students' cross-bloc mobility challenged the West German Cold War order and migration categories in the 1960s

Discussant: Guillaume Placide-Breitenbucher (Strasbourg University / CMB)


11:00 AM–01:00 PM
Session 3  – The Origins of Fortress Europe: German(ies) as a Laboratory of the Schengen System Beyond the Caesura of 1990

Ned Richardson-Little (ZZF)  – The Globalization of the Narcotics Trade on the Borders of German(ies) and the Rise of Fortress Europe

Lennart Vincent Schmidt (ZZF)  – From Registry to Regime: Digital Infrastructures and the Governance of Non-Europeans in Postwar Europe

Discussant: Carolin Liebisch-Gümüş (ZZF)


02:30 PM–04:30 PM
Session 4  – Negotiating the Borders of Europe: Non-State Actors and Migrant Networks in Turkey and Italy

Emilio Caja (University of Lisboa)  – The ghetto and the errants. The circular mobilities of legally precarious West African migrants across Europe

Alexander Ephrussi (CMB)  – Acting out the Citizen: Humanitarianism on Unsteady Ground

Discussant: Giulia Scalettaris (CMB)

 

Ausstellung »Das Weite suchen. Fotografien der späten DDR und frühen 1990er Jahre«

Die am ZZF Potsdam kuratierte Ausstellung »Das Weite suchen« zieht nach Eisenhüttenstadt weiter. Nachdem sie zuletzt im Brandenburg Museum in Potsdam zu sehen war, lädt sie nun im Museum für Utopie und Alltag mit Fotografien von 1983 bis 1995 dazu ein, sich mit der Transformation Ostdeutschlands auseinanderzusetzen und neue Perspektiven zu entdecken.

In der späten DDR, in der die Zeit still zu stehen schien und sich gleichzeitig Aufbrüche abzeichneten, fanden Fotograf:innen Bilder für das Geschehen. In den fünf Kapiteln der von Anja Tack und Isabel Enzenbach kuratierten Ausstellung – Jungsein, Arbeit, Lebensräume, Körper und Gewalt – kommt eine Gesellschaft im Umbruch ins Bild, deren sich verändernde Bedingungen auch die Arbeit mit der Kamera prägten.

»Oft sind die Meinungen, wie das Leben in der DDR war und wie der Einigungsprozess verlaufen ist, verhärtet. Selbst bei Menschen, die die Zeit nicht bewusst erlebt haben. Mit den Fotografien wollen wir einen offenen Zugang schaffen. In kurzen Texten erzählen wir die Entstehungszusammenhänge der Bilder.« So beschreibt Kuratorin Isabel Enzenbach den Ansatz der Ausstellung.

Der Fokus der Aufnahmen liegt auf Brandenburger Lebensrealitäten und macht gleichzeitig Spannungen und Erschütterungen sichtbar, mit denen auch die heutige Gesellschaft umgehen muss. Denn aktuelle Fragen nach Freiheit, Identität und gesellschaftlichem Wandel stehen mit dem langen Jahrzehnt der ›Wende‹ in direktem Zusammenhang.

Kuratorin Anja Tack zur Übernahme der Ausstellung: »Ich bin sehr gespannt, wie die Ausstellung in Eisenhüttenstadt wahr- und auch angenommen wird. Es wäre wunderbar, wenn wir auch dort zu einem Austausch über die Zeit der 1980er und 1990er anregen könnten, den Besuchenden Raum für einen Erfahrungsaustausch bieten. Ich freue mich auf das Publikum in Eisenhüttenstadt.«

Mit Fotografien von: Tina Bara, Christiane Eisler, Christian Fenger, Anselm Graubner, Annette Hauschild, Jürgen Matschie, Ute Mahler, Peter Oehlmann, Merit Schambach (geb. Pietzker), Joachim Richau, Ludwig Rauch, Barbara Wolff.

Den Flyer (nicht barrierefrei) zur Ausstellung finden Sie hier.


Programm zur Ausstellung:

+++ Aktualisierung vom 25. Juni 2026: Die Veranstaltung zur feierlichen Eröffnung entfällt hitzebdingt und wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt nachgeholt. +++ 28. Juni, 14 Uhr: Eröffnung mit Franziska Hammer vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg und Katja Kaiser, die Dezernentin für Jugend Soziales und Kultur des Landkreis Oder-​Spree. Außerdem unterhält sich Christine Gerbich, Leiterin des Museum Utopie und Alltag, mit den beiden Kuratorinnen Anja Tack und Isabel Enzenbach vom ZZF.

12. Juli: Ausstellungsrundgang mit der Kuratorin Dr. Anja Tack

26. Juli: Bilder aus der späten DDR, Rundgang mit Dr. Angelika Weißbach (diese Veranstaltung findet im Schaudepot in Beeskow statt, Bitte um telefonische Anmeldung unter 03364-417355).

9. August: Kaffeeklatsch – Die Jahre um 1990 in Eisenhüttenstadt

6. September: Heimat als ambivalenter Ort, Vortrag der Schriftstellerin und Psychoanalytikerin Annette Simon

20. September: Die Umbruchjahre im Fokus von Gerd Markert, der 1966 in Eisenhüttenstadt geborene Pressefotograf zeigt und kommentiert Fotos aus Ostbrandenburg

4. Oktober: Finissage und Ausstellungsrundgang mit der Kuratorin Dr. Isabel Enzenbach


Die Ausstellung wurde vom Leibniz-​Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) in Kooperation mit dem Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte entwickelt. Die Ausstellung wurde gefördert durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Mittelbrandenburgischen Sparkasse. Die Übernahme der Ausstellung durch das Museum Utopie und Alltag wird durch Fördermittel des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg ermöglicht.