Kultur im Umbruch. Die drei künstlerischen Hochschulen im Osten Berlins


Beginn: 15:00 Uhr
Wir freuen uns auf Ihre Online-Anmeldung.


Veranstalter:
Ein Symposium der weißensee kunsthochschule berlin (KHB), der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin (HFM) und der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch (HfS) in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)

Die Transformation der ostdeutschen Gesellschaft seit 1989/90 wird verstärkt erforscht. Hierbei rückt auch der Wandel der Bildungslandschaft in den öffentlichen Fokus. Das Symposium widmet sich erstmals vergleichend dem Umbruch an den drei künstlerischen Hochschulen im Osten Berlins: Welche Hoffnungen und Ängste waren mit dem politischen Wandel verbunden? Wie erlebten Studierende und Lehrende die Debatten um Personal, Lehrangebot und Zukunftsentwürfe der Bildungseinrichtung? Geschah der institutionelle Umbau als "Nachbau West", oder wurden essentielle Traditionen gewahrt und fortgeführt? Die Gesprächsrunden fragen nach persönlichen Erfahrungen und den Desideraten historischer Forschung.

Programm

15.00 
Begrüßung: Dr. Angelika Richter

15.15 
Impuls: Dr. Jutta Braun

15.30–16.30
Podium 1
(Ost-) Berliner Kunsthochschulen im Wandel 
Dr. Angelika Richter (KHB), Prof. Andrea Tober (HFM), Dr. Anna Luise Kiss (HfS) und Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF)
im Gespräch mit Robert Ide (Der Tagesspiegel)

16.30–16.45 
Pause

16.45–17.45
Podium 2
Biografie und Umbruch 
Jutta Wachowiak (Schauspielerin, früher Dozentin HfS), Prof. Stephan Forck (HFM), Inken Reinert (Künstlerin, Studium an der KHB), Prof. Sebastian Stier (HFM) 
im Gespräch mit Jens Bisky (Autor) 

17.45–18.45
Podium 3
Kunstpolitik im historischen Rückspiegel 
Günter Jeschonnek (Regisseur, Kulturmanager), Dr. Marten Weise (HU), Johanna Stapelfeldt (HfS), Anne Abrahams (Universität Bayreuth) 
im Gespräch mit Dr. Jutta Braun (ZZF)

anschließend Empfang

Von der Internationale zur »Völkerfreundschaft«. Transnationalität im Kommunismus des 20. Jahrhundert

Beginn: 16:00 Uhr

Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2026

Getragen von der Idee einer bevorstehenden Weltrevolution, gewann der Kommunismus in den 1920er-Jahren international an Anziehungskraft. Die Mitglieder der Kommunistischen Internationale diskutierten, organisierten und reisten über Ländergrenzen hinweg – Transnationalität war gelebte Praxis. Doch im Stalinismus der 1930er- und 1940er-Jahre wandelte sich ihr Charakter. Transnationalität war nicht länger Selbstverständnis, sondern Mittel zum Zweck: Die kommunistischen Parteien wurden zu Instrumenten sowjetischer Außenpolitik, die Komintern schließlich 1943 aufgelöst. Nach 1945 traten diplomatische Routinen und ritualisierte Solidaritätsformen an die Stelle eines kämpferischen Internationalismus. Die Revolution wurde sesshaft. 

Das diesjährige Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung, herausgegeben von Ulrich Mählert und den Gastherausgebern Marcel Bois, Christian Dietrich und Rhena Stürmer im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, hat den Schwerpunkt Von der Internationale zur »Völkerfreundschaft«. Transnationalität im Kommunismus des 20. Jahrhunderts. Es folgt den Spuren dieser Entwicklung in Europa und im Globalen Süden. Es erzählt von Weltrevolutionären und Revolutionstouristen, beschreibt Exilgemeinschaften und Wissenstransfer und schildert, wie aus spontaner transnationaler Solidarität staatlich kontrollierte »Völkerfreundschaft« wurde. 

Den Band diskutiert Dr. Leonie Wolters, wissenschaftliche Mitarbeiterin in Abteilung V »Globalisierungen in einer geteilten Welt« am ZZF Potsdam. Rede und Antwort stehen die Mitherausgeber:innen Dr. habil. Christian Dietrich, Privatdozent an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder), und Dr. Rhena Stürmer, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für die Geschichte des 19. bis 21. Jahrhunderts der Universität Leipzig.

Buchvorstellung: Der BND nach Gehlen


Beginn: 19 Uhr

Eine westdeutsche Geheimdienstgeschichte nach 1968

Rüdiger Bergien (Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung Berlin), Jens Gieseke und Jakob Mühle (beide ZZF Potsdam) stellen am 21. Mai 2026 um 19 Uhr im Bürgerhaus Pullach ihren Sammelband »Der BND nach Gehlen. DDR-Spionage – Personal – Wissensproduktion 1968 bis 1990« vor und diskutieren anschließend mit dem Journalisten und BND-Experten Erich Schmidt-Eenboom über die Grundlagen der geheimen Wissensproduktion, Modernisierungsideen und Spionagezugänge, Weltbilder und das Streben um Anerkennung im Bonner Politikbetrieb.

Die Geschichte des Bundesnachrichtendienstes seit 1968 ist ein weithin ungeschriebenes Kapitel der westdeutschen Demokratie. Der Band leistet Pionierarbeit auf der Grundlage der lange Zeit geheimen Überlieferung des BND. Der Schwerpunkt liegt auf der DDR-Spionage und ihrer Funktion für die Deutschlandpolitik der Bundesregierungen von Brandt bis Kohl, vom Beginn der Neuen Ostpolitik bis zum Zusammenbruch der DDR 1989/90. Die Autor*innen fragen nach den Grundlagen der geheimen Wissensproduktion, nach Modernisierungsideen und Spionagezugängen, nach Weltbildern und dem Streben um Anerkennung im Bonner Politikbetrieb. Der Band entstand im Rahmen des DFG-geförderten Forschungsprojekt »Die DDR im Blick des BND. Geheimdienstwissen zwischen Détente und Mauerfall, 1968–1900«. 

Die Veranstaltung findet in Kooperation des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) mit dem SPD-Ortsverein Pullach statt.

Die 1990er Jahre in Potsdam ausstellen

Dienstag, 15. Dezember 2026, 18 Uhr
Organisation: Potsdam Museum, ZZF

Kuratorinnenführung durch zwei Ausstellungen mit Anja Tack (Potsdam Museum) und Julia Wigger (ZZF) und anschließender Austausch.

Die Führung mit anschließendem Gespräch ist die siebte Veranstaltung in der Reihe Transformationen. Die 1980er/1990er Jahre in Brandenburg - Potsdamer Gespräche 2026, zu der das Forum Neuer Markt einlädt.

In den 1980er und 1990er Jahren hat sich Brandenburg grundlegend verändert. Im Rahmen der Potsdamer Gespräche möchten wir in diesem Jahr über die sichtbaren Spuren dieser Transformationen in den Städten und in der Gesellschaft sprechen. Dabei geht es sowohl um Architektur und Städtebau als auch um den Abzug der Militärs und den Zuzug von Menschen aus Osteuropa. Auch die Friedliche Revolution lässt sich bis heute in der Stadtgeschichte nachvollziehen.

Wie dieser Wandel die Gesellschaft geprägt hat, welche Bilder wir noch aus jener Zeit im Kopf haben und wie wir daran erinnern wollen, möchten wir gemeinsam mit Ihnen sowie mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Bürgerschaft diskutieren. Dazu laden wir Sie an sechs Terminen an unterschiedliche Orte in Potsdam ein.

Veranstalter:
Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte
Das Minsk. Kunsthaus in Potsdam
Deutsches Kulturforum östliches Europa
Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD)
Einstein Forum
Filmmuseum Potsdam
Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße
Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße
Moses Mendelssohn Zentrum (MMZ)
Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte
Stiftung Garnisonkirche
Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw)

Angekommen? Erfahrungen von Russlanddeutschen und jüdischen Kontigentflüchtlingen im Brandenburg der 1990er Jahre

Mittwoch, 18. November 2026, 18 UhrOrganisation: Einstein Forum, Deutsches Kulturforum östliches Europa, MMZ

Irina Holzmann (Eberswalde) und Alexander Kogan (Potsdam) im Gespräch mit Olaf Glöckner (MMZ).

Das Gespräch ist die sechste Veranstaltung in der Reihe Transformationen. Die 1980er/1990er Jahre in Brandenburg - Potsdamer Gespräche 2026, zu der das Forum Neuer Markt einlädt.

In den 1980er und 1990er Jahren hat sich Brandenburg grundlegend verändert. Im Rahmen der Potsdamer Gespräche möchten wir in diesem Jahr über die sichtbaren Spuren dieser Transformationen in den Städten und in der Gesellschaft sprechen. Dabei geht es sowohl um Architektur und Städtebau als auch um den Abzug der Militärs und den Zuzug von Menschen aus Osteuropa. Auch die Friedliche Revolution lässt sich bis heute in der Stadtgeschichte nachvollziehen.

Wie dieser Wandel die Gesellschaft geprägt hat, welche Bilder wir noch aus jener Zeit im Kopf haben und wie wir daran erinnern wollen, möchten wir gemeinsam mit Ihnen sowie mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Bürgerschaft diskutieren. Dazu laden wir Sie an sechs Terminen an unterschiedliche Orte in Potsdam ein.

Veranstalter:
Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte
Das Minsk. Kunsthaus in Potsdam
Deutsches Kulturforum östliches Europa
Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD)
Einstein Forum
Filmmuseum Potsdam
Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße
Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße
Moses Mendelssohn Zentrum (MMZ)
Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte
Stiftung Garnisonkirche
Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw)