18. Europäische Sommer-Universität 2026 in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

 

18. Europäische Sommer-Universität 2026 in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Lager – Räume – Nachbar:innen. Konzentrationslager in ihrem Umfeld

Seit 2005 lädt die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück jedes Jahr in der letzten Augustwoche zur Europäischen Sommer-Universität und wissenschaftlichem Dialog am historischen Ort ein. Dabei greift sie aktuelle Themen aus der historischen Forschung und aus erinnerungskulturellen Debatten auf. Drei Schwerpunkte bilden den programmatischen Rahmen: nationalsozialistische Herrschaft in Europa, Frauen- und Geschlechtergeschichte sowie die kritische Auseinandersetzung mit der europäischen Gedächtnisgeschichte. Dabei richtet sich der Blick stets auch auf die besondere Geschichte des Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück.

Die diesjährige fünftägige Europäische Sommer-Universität widmet sich vom 31. August bis zum 4. September dem Themenfeld der Umgebung der Konzentrationslager und den entsprechenden Beziehungs- und Begegnungsgeschichten. Im Zentrum stehen lokale Spurensuchen, aktuelle Forschungsansätze, Fragen der Sichtbarkeit und die Verbindungen zwischen Lagerstandorten, Unternehmen und Anwohner*innen. Das Programm umfasst Vorträge, Workshops, themenspezifische Führungen, Filmvorführungen und künstlerische Abendveranstaltungen.
Konzeptionell begleitet wird die Sommer-Universität von einer jährlich neu zusammengesetzten Projektgruppe von Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Disziplinen. Sie erarbeitet die thematischen Schwerpunkte, empfiehlt Referent*innen und moderiert einzelne Programmpunkte. Die generationenübergreifende Konferenz bringt einen interdisziplinären Kreis aus Studierenden, Wissenschaftler*innen, Multiplikator*innen der historisch-politischen Bildung und weiteren Interessierten zusammen. 


PROGRAMM

Montag, 31. August 2026
(UN-)BEQUEME NACHBARSCHAFTEN
10:00 Uhr | Überblicksführungen in der Gedenkstätte Ravensbrück (DE/EN) 
12:30 Uhr | Mittagessen 
13:30 Uhr | Begrüßung und Einführung in die Sommer-Universität 
14:00 Uhr | Round Table mit Annette Leo, Katrin Unger, Sebastian Hammer 
16:00 Uhr | Forschungsbörse 
Moderation: Johanna Kootz, Sonja Mues, Thomas Schaarschmidt, Freya Ziegelitz
19:30 Uhr | Get-Together

Dienstag, 01. September 2026
BEDINGUNGEN - INSTITUTIONEN
09:30 Uhr | Vortrag
10:00 Uhr | Kulturgeografischer Schwerpunkt (Axel Drescoll, Oranienburg)
11:00 Uhr | Außenlager als Begegnungsräume (Andrea Rudorff, Berlin)
11:30 Uhr | Diskussion
12:30 Uhr | Mittagessen
14:30 Uhr | Vertiefende Führungen (de/en)
18:30 Uhr | Abendessen
19:30 Uhr | Filmvorführung

Mittwoch, 2. September 2026
BEGEGNUNGSRÄUME
09:30 Uhr | Deutsche und Zwangsarbeiter:innen (Daniel Logemann, Weimar)
10:30 Uhr | Erstickte Öffentlichkeit (Christian Angerer, Mauthausen)
11:00 Uhr | Lager in Bewegung (Janine Fubel, Hagen)
11:30 Uhr | Diskussion 
12:30 Uhr | Mittagessen
15:00 Uhr | Workshops 
18:30 Uhr | Abendessen

Donnerstag, 03. September 2026
ERKÄMPFTE ERINNERUNG 
09:30 Uhr | Das Lager Hinzert in seinem Umfeld (Sabine Arend, Hinzert)
10:00 Uhr | Majdanek in seinem Umfeld (Tomasz Kranz, Lublin)
11:30 Uhr | Diskussion
15:00 Uhr | Workshops
18:30 Uhr | Abendessen
19:30 Uhr | Round Table

Freitag, 04. September 2026
VOM NUTZEN UND NACHTEIL VON GEDENKSTÄTTEN FÜR DIE NACHBARSCHAFT
9:30 Uhr | Vom Nutzen und Nachteil von Gedenkstätten für die Nachbarschaft (Deborah Hartmann, Franka Maubach, Jörg Skriebeleit)
11:30 Uhr | Critical Friends
Moderation: Johanna Kootz, Thomas Schaarschmidt

The program is also available in English via the website of the memorial site.

Das ZZF Potsdam und der Leibniz-Forschungsverbund »Wert der Vergangenheit« sind Mitveranstalter der 18. Europäische Sommer-Universität 2026 in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück.

Freigespielt: Basketball vor und nach 1989

Uhrzeit: 18:30-20:00 Uhr

»Freigespielt: Basketball vor und nach 1989« ist der Titel des Podiumsgesprächs, das die Landeszentrale für politische Bildung Berlin in Kooperation mit dem ZZF Potsdam am 2. September 2026 präsentiert. 

Zum Auftakt der FIBA Women’s Basketball World Cup 2026 in Berlin richtet diese Veranstaltung den Blick auf die Geschichte des Basketballs im geteilten Deutschland. Wie konnte sich die Sportart in der Bundesrepublik etablieren? Welche Rolle spielte Basketball in der DDR, und welche politischen und strukturellen Hindernisse erschwerten den sportlichen Austausch zwischen Ost und West? Am Beispiel von ALBA Berlin wird zudem beleuchtet, wie die deutsche Einheit auch im Basketball neue Entwicklungen ermöglichte und zur Zusammenführung zuvor getrennter Sportstrukturen beitrug. 

Ausgehend von dieser historischen Perspektive diskutiert das Podium auch die Gegenwart des Basketballs. Welche Möglichkeiten eröffnet die Sportart heute für Emanzipation, Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe? Und welche Impulse setzt die Frauen-Weltmeisterschaft, wenn Berlin Gastgeberin eines der bedeutendsten internationalen Basketballturniere ist? 

Die Veranstaltung verbindet Zeitgeschichte, Sportpolitik und aktuelle gesellschaftliche Fragen und zeigt, wie eng die Geschichte des Basketballs mit der deutschen Geschichte verknüpft ist. 

Kooperationsveranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Berlin und des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)

PROGRAMM

Impulsvortrag: Dr. Jutta Braun (ZZF Potsdam) 

Podiumsdiskussion mit

  • Ireti Amojo (Nationalspielerin, TV-Kommentatorin)
  • Henning Harnisch (Europameister 1993, Vizepräsident Alba Berlin)
  • Veronika Springmann (Leiterin Sportmuseum Berlin) 
  • Inge Laabs (DDR-Auswahlspielerin) 
  • Moderation: Dr. Hanno Hochmuth (ZZF Potsdam) 

Weitere Infos zur Veranstaltung finden Sie auf der Website der Landeszentrale für politische Bildung Berlin.


Die Veranstaltung findet im Vorfeld der Ausstellung zur Geschichte des Berliner Basketballs im Kontext des Kalten Kriegs, der deutschen Teilung und der Wiedervereinigung in den Spielstätten des FIBA Women´s Basketball World Cups 2026 in Berlin statt, die von Jutta Braun und Hanno Hochmuth am ZZF Potsdam konzipiert wurde.

Historisches Quartett: Zeitgeschichte in der Diskussion


Zeit: 20 Uhr, Einlass ab 19:30 Uhr

Geschichtliche Themen sind auf dem Buchmarkt sehr präsent. Das »Historische Quartett« wählt zweimal im Jahr jeweils vier Neuerscheinungen aus, um sie öffentlich zu diskutieren. Die Veranstaltung möchte neugierig machen auf aktuelle Bücher und die hier verhandelten Fragen. Sie richtet sich an alle, die sich für Geschichte, Politik und Literatur interessieren. 

Podium:

Die diskutierten Bücher:

Silvia Berger Ziauddin 
Bunkerland. Die Schweiz im nuklearen Zeitalter. Eine Raumgeschichte 
Konstanz University Press 2026, 390 S., € 32,00.

Jonas Grethlein 
Prometheus. Die Macht eines Mythos. Von der Antike bis zu Elon Musk 
C.H. Beck, München 2026, 384 S., € 32,00.

Odd Arne Westad 
Der kommende Sturm. Der nächste große Krieg und wovor die Geschichte uns warnt 
Klett-Cotta, Stuttgart 2026, 272 S., € 26,00.

Peggy Mädler 
Selbstregulierung des Herzens
Galiani, Berlin 2026, 304 S., € 23,00.


Veranstalter des Historischen Quartetts: Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) in Kooperation mit dem Verein der Freunde und Förderer des ZZF, Clio-online/H-Soz-Kult und dem Literaturforum im Brecht-Haus, gefördert durch die Berliner Sparkasse. 

Aufzeichnungen der bisherigen Historischen Quartette, die im Literaturforum im Brecht-Haus diskutierten, finden Sie zum Nachsehen in der Mediathek des Literaturforums.

Rudi Carrell: Zwei Gesichter einer Samstagabend-Legende

Rudi Carrell war strahlender Showmaster, Perfektionist und Studiotyrann. Der Niederländer revolutionierte das deutsche Fernsehen - sein Publikum liebte ihn dafür bis zu seinem Tod 2006. Im WDR-Podcast Zeitzeichen erzählt Herwig Katzer, warum die Deutschen vom Moderator aus den Niederlanden so begeistert sind, während die Niederländer ihm seine Karriere in Deutschland verübeln und von seinem zweifelhaften Ruf im Umgang mit Frauen.