Freigespielt: Basketball vor und nach 1989

Uhrzeit: 18:30-20:00 Uhr

»Freigespielt: Basketball vor und nach 1989« ist der Titel des Podiumsgesprächs, das die Landeszentrale für politische Bildung Berlin in Kooperation mit dem ZZF Potsdam am 2. September 2026 präsentiert. 

Zum Auftakt der FIBA Women’s Basketball World Cup 2026 in Berlin richtet diese Veranstaltung den Blick auf die Geschichte des Basketballs im geteilten Deutschland. Wie konnte sich die Sportart in der Bundesrepublik etablieren? Welche Rolle spielte Basketball in der DDR, und welche politischen und strukturellen Hindernisse erschwerten den sportlichen Austausch zwischen Ost und West? Am Beispiel von ALBA Berlin wird zudem beleuchtet, wie die deutsche Einheit auch im Basketball neue Entwicklungen ermöglichte und zur Zusammenführung zuvor getrennter Sportstrukturen beitrug. 

Ausgehend von dieser historischen Perspektive diskutiert das Podium auch die Gegenwart des Basketballs. Welche Möglichkeiten eröffnet die Sportart heute für Emanzipation, Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe? Und welche Impulse setzt die Frauen-Weltmeisterschaft, wenn Berlin Gastgeberin eines der bedeutendsten internationalen Basketballturniere ist? 

Die Veranstaltung verbindet Zeitgeschichte, Sportpolitik und aktuelle gesellschaftliche Fragen und zeigt, wie eng die Geschichte des Basketballs mit der deutschen Geschichte verknüpft ist. 

Kooperationsveranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Berlin und des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)

PROGRAMM

Impulsvortrag: Dr. Jutta Braun (ZZF Potsdam) 

Podiumsdiskussion mit

  • Ireti Amojo (Nationalspielerin, TV-Kommentatorin)
  • Henning Harnisch (Europameister 1993, Vizepräsident Alba Berlin)
  • Veronika Springmann (Leiterin Sportmuseum Berlin) 
  • Inge Laabs (DDR-Auswahlspielerin) 
  • Moderation: Dr. Hanno Hochmuth (ZZF Potsdam) 

Weitere Infos zur Veranstaltung finden Sie auf der Website der Landeszentrale für politische Bildung Berlin.


Die Veranstaltung findet im Vorfeld der Ausstellung zur Geschichte des Berliner Basketballs im Kontext des Kalten Kriegs, der deutschen Teilung und der Wiedervereinigung in den Spielstätten des FIBA Women´s Basketball World Cups 2026 in Berlin statt, die von Jutta Braun und Hanno Hochmuth am ZZF Potsdam konzipiert wurde.

Historisches Quartett: Zeitgeschichte in der Diskussion


Zeit: 20 Uhr, Einlass ab 19:30 Uhr

Geschichtliche Themen sind auf dem Buchmarkt sehr präsent. Das »Historische Quartett« wählt zweimal im Jahr jeweils vier Neuerscheinungen aus, um sie öffentlich zu diskutieren. Die Veranstaltung möchte neugierig machen auf aktuelle Bücher und die hier verhandelten Fragen. Sie richtet sich an alle, die sich für Geschichte, Politik und Literatur interessieren. 

Podium:

Die diskutierten Bücher:

Silvia Berger Ziauddin 
Bunkerland. Die Schweiz im nuklearen Zeitalter. Eine Raumgeschichte 
Konstanz University Press 2026, 390 S., € 32,00.

Jonas Grethlein 
Prometheus. Die Macht eines Mythos. Von der Antike bis zu Elon Musk 
C.H. Beck, München 2026, 384 S., € 32,00.

Odd Arne Westad 
Der kommende Sturm. Der nächste große Krieg und wovor die Geschichte uns warnt 
Klett-Cotta, Stuttgart 2026, 272 S., € 26,00.

Peggy Mädler 
Selbstregulierung des Herzens
Galiani, Berlin 2026, 304 S., € 23,00.


Veranstalter des Historischen Quartetts: Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) in Kooperation mit dem Verein der Freunde und Förderer des ZZF, Clio-online/H-Soz-Kult und dem Literaturforum im Brecht-Haus, gefördert durch die Berliner Sparkasse. 

Aufzeichnungen der bisherigen Historischen Quartette, die im Literaturforum im Brecht-Haus diskutierten, finden Sie zum Nachsehen in der Mediathek des Literaturforums.

Rudi Carrell: Zwei Gesichter einer Samstagabend-Legende

Rudi Carrell war strahlender Showmaster, Perfektionist und Studiotyrann. Der Niederländer revolutionierte das deutsche Fernsehen - sein Publikum liebte ihn dafür bis zu seinem Tod 2006. Im WDR-Podcast Zeitzeichen erzählt Herwig Katzer, warum die Deutschen vom Moderator aus den Niederlanden so begeistert sind, während die Niederländer ihm seine Karriere in Deutschland verübeln und von seinem zweifelhaften Ruf im Umgang mit Frauen.

Abschluss des Projekts SPUR zu DDR-Subkulturen: Veröffentlichung und Präsentation der kommentierten Quellenedition


Zineklatsch #27 – SPUR-Spezial 
Beginn: 14:00 Uhr 

Das Projekt SPUR ist ein Kooperationsprojekt des Archivs der Jugendkulturen – Das Archiv für Jugend-, Sub- und Clubkultur mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF), gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Programm
Zum Abschluss des Projektes stellen die Kooperationspartner die Printausgabe der 140 Seiten starken Quellenedition vor, die von Florian Völker (assoziierter Wissenschaftler am ZZF Potsdam) in den vergangenen Monaten zusammengestellt wurde und Quellen zu DDR-Subkulturen wie Punk, Skins oder Gothic enthält. Die Printausgabe können Interessierte vor Ort mitnehmen. Die Online-Edition wird im Sommer vom ZZF produziert und auf der institutseigenen digitalen Forschungsinfrastruktur Zeitgeschichte digital und der Publikationsplattform „zdbooks“ (https://zdbooks.de) veröffentlicht. Die Online–Edition wird im Diamond Open Access bereitgestellt.

Zum Projekt SPUR
Das 2022 von Christian Schmidt initiierte Projekt befasste sich mit Spuren von DDR-Subkulturen in West-Fanzines von den 1970er Jahren bis zum Mauerfall und zudem mit weiteren Quellen aus Fanzines aus der DDR bzw. den ostdeutschen Bundesländern aus dem Zeitraum 1989 bis 1995. Bis zu seinem Tod im August 2024 hatte Christian Schmidt hunderte solcher Spuren – u.a. Reiseberichte, Interviews mit Leuten z.B. aus der DDR-Punkszene, Plattenrezensionen etc. – zusammengetragen. 
Fortgesetzt wurde das Projekt vom ZZF von Florian Völker und der dort ansässigen Forschungsgruppe zur Popkultur. Völker konnte nicht nur weitere Spuren finden, sondern im Rahmen des zweiten Projekt-Teils eine kommentierte Quellenedition zusammenstellen. Diese ermöglicht nun erstmals einen ungefilterten Einblick in die Selbstwahrnehmung der Beteiligten. Sie schließt zudem eine wesentliche Lücke in der historischen Aufarbeitung der Jugend- und Subkulturen in der DDR. Während bisher, abgesehen von versprengten Quellen aus den Archiven der DDR-Opposition, vor allem die Akten des Stasi-Unterlagen-Archivs und die Forschung dominierten, rückt diese Edition die zeitgenössischen Stimmen der Akteur*innen in den Fokus. Es wird nicht nur deutlich, wie die Protagonist*innen ihre Situation damals empfanden, sondern auch, wie sie in einem repressiven System sowie in der konfliktreichen Nachwendezeit ihre eigenen Räume gestalteten.