Neues Leibniz-Lab zu »Umbrüchen und Transformationen« bewilligt

Das Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam erhält im Rahmen der von der Leibniz-Gemeinschaft ausgeschriebenen Leibniz-Labs eine Förderung für die Einrichtung eines ambitionierten, neuartigen Wissenstransfer-Projekts. Das Leibniz-Lab „Umbrüche und Transformationen“ wird die Forschungen von 28 Leibniz-Einrichtungen zusammenführen, diskutieren und vermitteln. Es zielt darauf ab, aus früheren Krisen und Umbrüchen für Gegenwart und Zukunft zu lernen. Besonders die dynamischen Veränderungen nach 1990 werden mit denen der Gegenwart verbunden.

Late and Post-Communism in Eastern Europe

Der Schwerpunkt untersucht politische, wirtschaftliche und kulturelle Veränderungen, Erinnerungskulturen sowie die Auswirkungen des Kommunismus und der Systemwechsel auf die Gesellschaften Osteuropas. Hier sind mehrere internationale Forschungsvorhaben verortet: das Verbundprojekt "EUROPAST", das interdisziplinäre Forschungsnetzwerk "Legacies of Communism?", das ERC-Projekt "Perestroika from Below" und das 2025 begonnene Verbundprojekt im Leibniz-Professorinnenprogramm von Juliane Fürst "Ukrainian Society and its Path from Perebudova to Decoloniality, 1986-1994“.

Die lange Geschichte der »Wende«

Der Themenschwerpunkt versammelt Projekte, die über die Zäsur von 1989/90 hinweg den gesellschaftlichen Wandel rekonstruieren, der die friedliche Revolution und die Transformation ermöglicht und geprägt hat. Der Schwerpunkt gründet sich aus dem inzwischen abgeschlossenen Projekt »Die lange Geschichte der ›Wende‹. Lebenswelt und Systemwechsel in Ostdeutschland vor, während und nach 1989«, das die Leibniz-Gemeinschaft im Rahmmen des Leibniz-Wettbewerbs 2016-2020 förderte. Projektleitung: Priv.-Doz. Dr. Kerstin Brückweh, Mitarbeiter*innen: Dr.

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Hannah Arendt Reconsidered: Zur Neuedition von »The Origins of Totalitarianism«

Beginn: 18 Uhr

Vor 75 Jahren erschien die englischsprachige Erstausgabe von Arendts The Origins of Totalitarianism / Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. Bis heute gilt das Buch als ein monumentaler und streitbarer Beitrag zur politischen Theorie und Geschichtsschreibung des 20. Jahrhunderts. Jetzt wird der Klassiker als Teil der Kritischen Gesamtausgabe von Arendts Werken im Wallstein-Verlag in einer vollständig neu editierten, erweiterten Fassung neu aufgelegt. Aus diesem Anlass stellen wir unsere Edition vor, ordnen Arendts Werk historisch ein und diskutieren über seine Aktualität.

PROGRAMM

18:00 Uhr
Begrüßung 
Gabriele Metzler, Direktorin des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam

18:10 Uhr
Einführungsvortrag 
Barbara Hahn (FU Berlin / Vanderbilt University)

18:30 Uhr
Vorstellung der Kritischen Gesamtausgabe 
Hanno Berger (The University of Texas at Dallas), Elena Stingl (FU Berlin)

18:50 Uhr
Podiumsdiskussion: Geschichte und Aktualität von The Origins of Totalitarianism
Eva Geulen (Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin / HU Berlin)
Franziska Davies (ZZF Potsdam)
Christian Pischel (Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig)
Moderation: Annette Vowinckel (ZZF Potsdam / HU Berlin)

Anschließend Empfang im Foyer


Veranstalter: 
Institut für Geschichtswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Kritischen Gesamtausgabe der Werke Hannah Arendts an der Freien Universität Berlin,
gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und mit Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer des ZZF Potsdam