Leibniz-Forschungsverbund "Historische Authentizität"

Die Beschäftigung mit der Vergangenheit zielt in einer nie gekannten Intensität auf historische Authentizität. Dies zeigt sich an dem Wert, der „authentischen Objekten“ in Museen, Sammlungen und Archiven oder aber „authentischen Orten“, seien es historische Bauten, städtische Ensembles oder aber Gedenkstätten, zugesprochen wird. Die Sehnsucht nach historischer Authentizität begegnet uns darüber hinaus in der Wertschätzung für „Tradition“, des „Zeitzeugen“ oder aber „authentischer Erfahrungen“. Sie ist begleitet von der Suche nach dem vermeintlich "Echten" und dem Bestreben, das "Wahre" und "Originale" zu erhalten.  

Der Leibniz-Forschungsverbund Historische Authentizität untersucht in transdisziplinärer und internationaler Perspektive, wie historische und zeitgenössische Authentizitätsvorstellungen den Umgang mit dem kulturellen Erbe beeinflusst haben. Er erforscht dies anhand der Rekonstruktion und Konservierung von historischen Spuren, der kulturellen Speicher- und Formungsfunktion von Sprache, der Entwicklung von Schulbüchern und Karten ebenso wie der Konzeption von Museen, Archiven, Denkmälern und Gedenkstätten.

Der Leibniz-Forschungsverbund Historische Authentizität ist eine Kooperation zwischen historischen Grundlagenforschungsinstituten, Forschungsmuseen und bildungswissenschaftlichen Einrichtungen, die den Bogen von den Kulturwissenschaften zu den Sozial-, Technik- und Lebenswissenschaften schlagen. Er vereinigt 19 Leibniz-Einrichtungen sowie derzeit vier weitere Kooperationspartner.

Zur Webseite des Leibniz-Forschungsverbundes "Historische Authentizität"
Sprecher des Forschungsverbundes "Historische Authentizität" ist Prof. Dr. Martin Sabrow. Koordiniert wird der Verbund am ZZF von Dr. Achim Saupe.

 

Forschung

Projekte

Führung durch die Mainzer Str., Foto: Christine Bartlitz

Public History und Geschichtstourismus

Hanno Hochmuth

Forschungsprojekt im Rahmen des Leibniz-Forschungsverbunds Historische Authentizität

Berlin gilt als „Rom der Zeitgeschichte“. Die wechselvolle Geschichte der deutschen Hauptstadt trägt...

Zeitlandschaften des Sozialismus

Katja Stopka

Vorbereitung eines Forschungsvorhabens (zusammen mit Michael Ostheimer) mit dem Titel
"Zeitlandschaften des Sozialismus. Ästhetisch-politische Streifzüge durch die bildende Kunst, den Film, die Fotografie und...

Das heutige Potsdamer Schloss ist äußerlich eine weitgehende Rekonstruktion des 1945 zerstörten und zu DDR-Zeiten abgetragenen Schlossbaus und dient als Sitz des Landtages Brandenburg, Foto: pixabay

Öffentliche Räume als Orte der Aushandlung von Geschichtlichkeit und Zugehörigkeit

Kristin Meißner

HERA-Projekt en/counter/points
Das ZZF-Teilprojekt untersucht anhand der Debatten über die Schlossneubauten in Berlin und Pots­­dam und des Wandels beider Städte nach 1989 postsozialistische, postmigrantische und post­ko­lo­niale Geschichts- und Authentizitätskonflikte.

Leibniz-Forschungsverbund "Historische Authentizität"

Die Beschäftigung mit der Vergangenheit zielt in einer nie gekannten Intensität auf historische Authentizität. Dies zeigt sich an dem Wert, der „authentischen Objekten“ in Museen, Sammlungen und Archiven oder aber „authentischen Orten“, seien es historische Bauten, städtische Ensembles oder aber Gedenkstätten, zugesprochen wird. Die Sehnsucht nach historischer Authentizität begegnet uns darüber hinaus in der Wertschätzung für „Tradition“, des „Zeitzeugen“ oder aber „authentischer Erfahrungen“. Sie ist begleitet von der Suche nach dem vermeintlich "Echten" und dem Bestreben, das "Wahre" und "Originale" zu erhalten.  

Der Leibniz-Forschungsverbund Historische Authentizität untersucht in transdisziplinärer und internationaler Perspektive, wie historische und zeitgenössische Authentizitätsvorstellungen den Umgang mit dem kulturellen Erbe beeinflusst haben. Er erforscht dies anhand der Rekonstruktion und Konservierung von historischen Spuren, der kulturellen Speicher- und Formungsfunktion von Sprache, der Entwicklung von Schulbüchern und Karten ebenso wie der Konzeption von Museen, Archiven, Denkmälern und Gedenkstätten.

Der Leibniz-Forschungsverbund Historische Authentizität ist eine Kooperation zwischen historischen Grundlagenforschungsinstituten, Forschungsmuseen und bildungswissenschaftlichen Einrichtungen, die den Bogen von den Kulturwissenschaften zu den Sozial-, Technik- und Lebenswissenschaften schlagen. Er vereinigt 19 Leibniz-Einrichtungen sowie derzeit vier weitere Kooperationspartner.

Zur Webseite des Leibniz-Forschungsverbundes "Historische Authentizität"
Sprecher des Forschungsverbundes "Historische Authentizität" ist Prof. Dr. Martin Sabrow. Koordiniert wird der Verbund am ZZF von Dr. Achim Saupe.

 

Forschung

Projekte

Führung durch die Mainzer Str., Foto: Christine Bartlitz

Public History und Geschichtstourismus

Hanno Hochmuth

Forschungsprojekt im Rahmen des Leibniz-Forschungsverbunds Historische Authentizität

Berlin gilt als „Rom der Zeitgeschichte“. Die wechselvolle Geschichte der deutschen Hauptstadt trägt...

Zeitlandschaften des Sozialismus

Katja Stopka

Vorbereitung eines Forschungsvorhabens (zusammen mit Michael Ostheimer) mit dem Titel
"Zeitlandschaften des Sozialismus. Ästhetisch-politische Streifzüge durch die bildende Kunst, den Film, die Fotografie und...

Das heutige Potsdamer Schloss ist äußerlich eine weitgehende Rekonstruktion des 1945 zerstörten und zu DDR-Zeiten abgetragenen Schlossbaus und dient als Sitz des Landtages Brandenburg, Foto: pixabay

Öffentliche Räume als Orte der Aushandlung von Geschichtlichkeit und Zugehörigkeit

Kristin Meißner

HERA-Projekt en/counter/points
Das ZZF-Teilprojekt untersucht anhand der Debatten über die Schlossneubauten in Berlin und Pots­­dam und des Wandels beider Städte nach 1989 postsozialistische, postmigrantische und post­ko­lo­niale Geschichts- und Authentizitätskonflikte.