Abteilung III: Medien- und Informationsgesellschaft

Leitung: Dr. Jürgen Danyel und Priv.-Doz. Dr. Annette Vowinckel

Das 20. Jahrhundert war ein Jahrhundert der Massenmedien. Eine moderne Mediengeschichte befasst sich einerseits mit den Medien als Institutionen und mit ihren Produkten und Formaten. Andererseits widmet sie sich dem Prozess der „Medialisierung“, der nahezu alle Lebensbereiche erfasst und der in seiner Eigenlogik und Dynamik in einem Spannungsverhältnis zu politischen, sozialen und kulturellen Entwicklungen steht.

Die Abteilung Zeitgeschichte der Medien- und Informationsgesellschaft nimmt jenen gesellschaftlichen Wandel in den Blick, der mit der Entwicklung und Verbreitung verschiedener medialer Formate wie dem Fernsehfilm, der Fotografie oder der Popmusik einherging. Im Vordergrund stehen dabei transnationale Entwicklungen, die gerade in der Zeit des Kalten Kriegs oft nicht den politischen Periodisierungen entsprachen oder die Teilung der Welt in Ost und West konterkarierten. Der Fokus richtet sich zudem auf die Rolle der Medien in der langen Geschichte der „Wende“ und auf den Beginn des digitalen Zeitalters. Von zentraler Bedeutung ist dabei der Aufstieg des Computers zu einem Medium, das alle früheren Formate integriert, dadurch aber auch in besonderer Weise anfällig wird, zum Beispiel für Angriffe von Hacker*innen.

Die Forschungsprojekte sind eng verzahnt mit den bereits etablierten Angeboten der elektronischen Fachinformation und -kommunikation (u. a. Zeitgeschichte-online, Zeithistorische Forschungen, Docupedia-Zeitgeschichte und weitere Themenportale). Im Sinne einer Selbstreflexion der Geschichtswissenschaft im digitalen Zeitalter wird dabei stets auch mitgedacht, wie sich im Kontext der „Informationsgesellschaft“ die fachliche Kommunikation innerhalb der Geschichtswissenschaft, die Arbeitsweise von Historiker*innen und der Transfer von historischem Wissen verändert haben.

 

Forschung

Das Online-Portal "Zeitgeschichte digital"

Mit Zeitgeschichte digital (www.zeitgeschichte-digital.de) entwickelt das ZZF eine eigene digitale Forschungsinfrastruktur für die Zeitgeschichte.

Forschung

Tamás Urbán, Ein Team des ungarischen Fernsehens MTV auf der Baustelle eines Kraftwerks nahe der Donau 1971
© Fortepan/Tamás Urbán

Mit dem Online-Portal visual-history.de stellt das ZZF eine Kommunikations- und Informationsplattform für die historische Bildforschung zur Verfügung. Visual History gibt aktuelle Einblicke in die wachsende Community und...

Forschung

Foto: Anna Laschke

Der Sammlungsbestand des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR als Quelle für die zeitgeschichtliche Forschung

Forschung

Amerikanische Familie beim Fernsehen, 1958. Foto: Evert F. Baumgardner, gemeinfrei, Wikimedia Commons

Seit dem späten 19. Jahrhundert haben moderne Massenmedien die europäischen Gesellschaften immer stärker geprägt. Ob Politik, Ökonomie oder Kultur, es gibt kaum einen Bereich des gesellschaftlichen Lebens, der sich durch die Verbreitung von Zeitungen, Filmen, Rundfunk oder des World Wide Web...

Forschung

Die Forschungsprojekte analysieren die tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen, die mit dem Vordringen des Computers und der Informationstechnologien verbunden sind.

Forschung
Modell von Ost-Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Foto: Hanno Hochmuth

Ausstellung Germaine Krull 2015. Foto: Sven Hilbrandt

Aktuell: Ausstellung "Ost-Berlin. Die halbe Hauptstadt" (11.5.-9.11.2019, Museum Ephraim-Palais)

Forschung

Screenshot der Projektseite (URL: medienerbe-ddr.de)

Kooperationsprojekt mit der LMU München und der FU Berlin
Projektseite: medienerbe-ddr.de

Forschung

Ernährungsregimes - Bundespresseamt - DDR-Fotografie

Forschung

DDR-Werbung - Computer im Kalten Krieg - Bildliche Darstellung von Migrant_innen in Printmedien - Biographie Walter Boehlich - Heavy Metall in der DDR - Politisch-kulturelle Zeitschriften in Ost und West - Olifaktorische Geschichte der deutschen Teilung - Kunst in Polen und Deutschland -...

Forschung