Masterstudiengang Public History

Die Freie Universität Berlin und das ZZF bieten seit dem Wintersemester 2008/09 gemeinsam den anwendungsorientierten, konsekutiven Masterstudiengang Public History an. Damit wird dem hohen medialen Interesse an Geschichte sowie der gewachsenen gesellschaftlichen Bedeutung von Museen, Gedenkstätten und anderen historischen Lernorten Rechnung getragen. Der in dieser Form einmalige Studiengang qualifiziert seine Absolventinnen und Absolventen insbesondere für solche Tätigkeiten, die die Aufbereitung und Vermittlung fachwissenschaftlicher Erkenntnisse in einem breiten öffentlichen Kontext erfordern. Dazu zählt unter anderem die Tätigkeit in Medien, Verlagen, Museen, Gedenkstätten, Verbänden, Stiftungen und Unternehmen. 

Gegenstand des Studiums

Zulassungsvoraussetzungen

Studienaufbau

Bewerbung

Studien- und Prüfungsordnung/Vergabesatzung

Kenndaten

Homepage: public-history.fu-berlin.de

 

Internationaler Workshop „Rethinking Memory Culture“, 30.9. bis 10.10.2018 in Łódź, Polen
Organisation: Volda University College (Norwegen), die Hochschule Ostwestfalen-Lippe, die Universität Łódź (Polen), das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) und das Centrum Dialogu Marek Edelmann in Łódź
Ein Bericht von Anna Linnéa Herrmann, Michaela Hofmann, Mariane Pöschel, Anna Schattschneider, Charlotte Wittenius und Irmgard Zündorf

Unter dem Motto „Rethinking Memory Culture“ kamen 20 Studierende des Graphic Designs und des Journalismus aus Norwegen, der Künste aus Polen und der Filmwissenschaften sowie der Public History aus Deutschland Anfang Oktober für zehn Tage in Łódź (Polen) zusammen, um Konzepte zur Erinnerung an das Ghetto Litzmannstadt zu entwickeln. Neben der Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ghettos, das von 1939 bis 1944 im von Deutschland besetzen Polen bestand, lag der Fokus auf der interdisziplinären und internationalen Arbeit. Es entstanden vielseitige und multiperspektivische Konzeptideen, die zum Abschluss des Workshops im Auditorium des Centrum Dialogu Marek Edelmann öffentlich präsentiert wurden: So u.a. die Idee ein langfristiges Kommunikationsnetzwerk zwischen Einwohnerinnen und Einwohnern aber auch den Besucherinnen und Besuchern in Lodz zu kreieren und z.B. ein App oder Website einzurichten. Auch das Konzept eines interaktives Dramas für Schülerinnen und Schüler wurde vorgestellt. Es soll dabei helfen, Jugendlichen die Geschichte des Ghettos Litzmannstadt auf einer persönlichen Ebene nahe zu bringen und sie aktiv in den Lernprozess zu involvieren. Mehr

 

Summerschool in Pontinia (Italien),  27.4. bis 6.5.2018 in Pontinia (Italien)
Rethinking the Rural Landscape. Gemeinsam Analysieren, Erarbeiten, Präsentieren und Vorausdenken der Landschaft
Ein Bericht von Johanna Blender, Ulli Engst, Marcel Haug, Bettina Köhler und Irmgard Zündorf

Vom 27. April bis zum 6. Mai 2018 fand in Pontinia (Italien) die gemeinsame Summer School Rethinking the Rural Landscape. Gemeinsam Analysieren, Erarbeiten, Präsentieren und Vorausdenken der Landschaft der Technischen Universität Berlin und des Politecnico di Milano mit dem Masterstudiengang Public History der Freien Universität Berlin statt. Die Summer School wurde in Kooperation mit MAP – Museo dell‘agro Pontino durchgeführt und durch den DAAD finanziert.
Ziel war es, die Auswirkung der faschistischen Ideologie auf die Region seit ihrer Trockenlegung verständlich zu machen. Dafür erforschten Architekturstudierende, Stadtplaner und Public Historians Pontinia und seine Umgebung mit verschiedenen interdisziplinären Methoden. Sie kartierten die Stadt und ihr Umfeld, sichteten historische Materialien – vor allem Fotos – im Museo dell‘agro Pontino und interviewten Einwohner der Region. Zum Abschluss entwickelten die Studierenden Präsentationen ihrer Ergebnisse, die in einer öffentlichen Veranstaltung vor Ort vorgestellt wurden. Mehr

 

Publikationen:

Irmgard Zündorf und Martin Lücke haben eine Einführung in die Public History verfasst, die 2018 erschienen ist. Dieses Studienbuch bietet einen Einblick in Theorie und Praxis der Public History. Es vermittelt Grundlagen für die Auseinandersetzung mit Geschichte in der Öffentlichkeit und ihren Präsentationsformen.


 
Siehe dazu auch das Interview mit Irmgard Zündorf und Martin Lücke über "Geschichte in der Öffentlichkeit", auf L.I.S.A., dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung
 

Zur Unterstützung der Lehre ist zudem bei UTB 2016 die Schriftenreihe „Public History – Geschichte in der Praxis“ gestartet. In der Reihe werden an Bedeutung zunehmende Themen- und Tätigkeitsfelder vorgestellt, die sich mit Geschichte außerhalb der Universität und der Schule beschäftigen. Behandelt wird jeweils der Stand der Forschung, die Entwicklung einzelner Methoden, die praktische Umsetzung und berufliche Einsatzfelder. Die Reihe wird von Irmgard Zündorf und Stefanie Samida herausgegeben.

Band 1, geschrieben von Hilmar Sack, beschäftigt sich mit "Geschichte im politischen Raum".

 

 

 

 

 

 

Band 2 stammt von Thomas Fischer und Thomas Schuhbauer und ist dem Thema "Geschichte in Film und Fernsehen" gewidmet.

 

 

 

 

 

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