Masterstudiengang Public History

Die Freie Universität Berlin und das ZZF bieten seit dem Wintersemester 2008/09 gemeinsam den anwendungsorientierten, konsekutiven Masterstudiengang Public History an. Damit wird dem hohen medialen Interesse an Geschichte sowie der gewachsenen gesellschaftlichen Bedeutung von Museen, Gedenkstätten und anderen historischen Lernorten Rechnung getragen. Der in dieser Form einmalige Studiengang qualifiziert seine Absolventinnen und Absolventen insbesondere für solche Tätigkeiten, die die Aufbereitung und Vermittlung fachwissenschaftlicher Erkenntnisse in einem breiten öffentlichen Kontext erfordern. Dazu zählt unter anderem die Tätigkeit in Medien, Verlagen, Museen, Gedenkstätten, Verbänden, Stiftungen und Unternehmen. 

Gegenstand des Studiums

Zulassungsvoraussetzungen

Studienaufbau

Bewerbung

Studien- und Prüfungsordnung/Vergabesatzung

Kenndaten

Homepage: public-history.fu-berlin.de

 

Summerschool in Pontinia (Italien) 2018
Rethinking the Rural Landscape. Gemeinsam Analysieren, Erarbeiten, Präsentieren und Vorausdenken der Landschaft
Ein Bericht von Johanna Blender, Ulli Engst, Marcel Haug, Bettina Köhler und Irmgard Zündorf

Vom 27. April bis zum 6. Mai 2018 fand in Pontinia (Italien) die gemeinsame Summer School Rethinking the Rural Landscape. Gemeinsam Analysieren, Erarbeiten, Präsentieren und Vorausdenken der Landschaft der Technischen Universität Berlin und des Politecnico di Milano mit dem Masterstudiengang Public History der Freien Universität Berlin statt. Die Summer School wurde in Kooperation mit MAP – Museo dell‘agro Pontino durchgeführt und durch den DAAD finanziert.
Ziel war es, die Auswirkung der faschistischen Ideologie auf die Region seit ihrer Trockenlegung verständlich zu machen. Dafür erforschten Architekturstudierende, Stadtplaner und Public Historians Pontinia und seine Umgebung mit verschiedenen interdisziplinären Methoden. Sie kartierten die Stadt und ihr Umfeld, sichteten historische Materialien – vor allem Fotos – im Museo dell‘agro Pontino und interviewten Einwohner der Region. Zum Abschluss entwickelten die Studierenden Präsentationen ihrer Ergebnisse, die in einer öffentlichen Veranstaltung vor Ort vorgestellt wurden.
Pontinia ist eine der fünf faschistischen Neustädte, die in den 1930er Jahren südlich von Rom in den, unter der Regierung Mussolinis trockengelegten, Pontinischen Sümpfen angelegt wurden. Noch heute lassen sich an den Gebäuden Überreste der faschistischen Zeit – wie grafisch dargestellte Rutenbündel (fasci littori), Mussolini-Zitate oder die Abkürzung E.F. (Era fascista) – finden. Aber auch die Baustile, die Anordnung der Gebäude und Straßen, sowie der Aufbau der landwirtschaftlichen Flächen, der Entwässerungskanäle und selbst der Baumbestand geben Auskunft über die Geschichte der Region. Diese Hinweise zu entschlüsseln war die gemeinsame Aufgabe der Architektur- und Public History-Studierenden.

mehr ...

 

Publikationen:

Irmgard Zündorf und Martin Lücke haben eine Einführung in die Public History verfasst, die 2018 erschienen ist. Dieses Studienbuch bietet einen Einblick in Theorie und Praxis der Public History. Es vermittelt Grundlagen für die Auseinandersetzung mit Geschichte in der Öffentlichkeit und ihren Präsentationsformen.


 
Siehe dazu auch das Interview mit Irmgard Zündorf und Martin Lücke über "Geschichte in der Öffentlichkeit", auf L.I.S.A., dem Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung
 

Zur Unterstützung der Lehre ist zudem bei UTB 2016 die Schriftenreihe „Public History – Geschichte in der Praxis“ gestartet. In der Reihe werden an Bedeutung zunehmende Themen- und Tätigkeitsfelder vorgestellt, die sich mit Geschichte außerhalb der Universität und der Schule beschäftigen. Behandelt wird jeweils der Stand der Forschung, die Entwicklung einzelner Methoden, die praktische Umsetzung und berufliche Einsatzfelder. Die Reihe wird von Irmgard Zündorf und Stefanie Samida herausgegeben.

Band 1, geschrieben von Hilmar Sack, beschäftigt sich mit "Geschichte im politischen Raum".

 

 

 

 

 

 

Band 2 stammt von Thomas Fischer und Thomas Schuhbauer und ist dem Thema "Geschichte in Film und Fernsehen" gewidmet.

 

 

 

 

 

Public History