Arbeit, Wohlfahrtsstaatlichkeit, Ungleichheit

Der Arbeitsbereich Arbeit, Wohlfahrtsstaatlichkeit, Ungleichheit richtet den Blick auf die öffentliche Regulierung marktverursachter und lebenslagenbedingter Ungleichheitsverhältnisse und die damit verbundenen Konflikte. Unser Forschungsprogramm versteht soziale Sicherheit als Kernelement der politischen Kultur und erforscht wohlfahrtsstaatliche Regime als zentrale soziale Normierungs- und Relationierungsmechanismen moderner Gesellschaften und Arenen gesellschaftlicher Chancenverteilung.

Zeitgeschichte des Kunstbetriebs

Der Arbeitsschwerpunkt untersucht die Zeitgeschichte der Kunst und des Kunstbetriebs in ihren demokratiegeschichtlichen, sozialhistorischen und gesellschaftspolitischen Bezügen. Das Forschungsprogramm analysiert Künstlerschaft, Kunsthandel und Kunstrezipienten als soziale und ökonomische Akteure im Spannungsfeld zwischen Ästhetik, Marktgeschehen und öffentlichen Regulierungsversuchen. Weiterhin stehen Sozialstruktur und Interessenpolitik von Kunstvereinen und Agenten der öffentlichen wie privaten Kunstförderung im Mittelpunkt.

Umstrittene Ordnungen in der europäischen Geschichte

Die europäische Geschichte nach 1945 war geprägt von der Multilateralisierung der internationalen Politik, der europäischen Integration, den Auswirkungen der Dekolonialisierung, vom Kalten Krieg und einer grundlegenden Diversifizierung der europäischen Gesellschaften. Die Forschungsprojekte analysieren, wie die europäischen Gesellschaften angesichts dieser unterschiedlichen Einflüsse um Ordnungskonzepte und Deutungshoheit rangen.

Migration und Mobilität

Migration und Mobilität sind zentrale Themen gesellschaftlicher Selbstverständigung. Wir nehmen sie historisch in den Blick und fragen, wie die Mobilität von Menschen – seien es Arbeitsmigration, Flucht oder studentische Mobilität – die Gesellschaften in Deutschland und Europa seit 1945 verändert hat. Im Zentrum stehen Fragen der Zugehörigkeit und Ungleichbehandlung sowie die Unterscheidung zwischen ‚erwünschten' und ‚unerwünschten' Mobilitäten.

Popgeschichte

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde vieles, was später als „populäre Kultur“ oder „Massenkultur“ galt, noch als Devianz skandalisiert. Um 1956 wurden diese neuen Ausdrucksformen als Jugenddelinquenz skandalisiert und kriminalisiert.

Energie und Umwelt

Wirtschaftliche Prozesse sind grundsätzlich mit dem Verbrauch bzw. der Umwandlung von Energie verbunden. Dabei hat sich die Zusammensetzung der Primärenergieträger historisch stark gewandelt. Seit der Entstehung der Umweltbewegung und den Sorgen um globale Ressourcengrenzen in den 1970er-Jahren ist die Verbindungen von Ökonomie und Ökologie zu einem zentralen gesellschaftlichen und politischen Thema geworden, dessen Relevanz sich unter den Bedingungen des Klimawandels noch einmal verstärkt hat.