Die sozialen Folgen des Wandels im Einzelhandel in Ostdeutschland in den 1990er Jahren

Beginn des Projektes: Dezember 2021

Assoziiertes Dissertationsprojekt
Gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung

 

Inmitten der Transformation zur Marktwirtschaft entwickelte sich auf dem Gebiet der früheren DDR der Wirtschaftszweig der privaten Dienstleistungen, den es in dieser Form zuvor nicht gegeben hatte. Die Dynamik erfasste zunächst den bislang überwiegend staatlichen und genossenschaftlichen Handel, der die Konsumbedürfnisse der Bevölkerung sowohl quantitativ als auch qualitativ nicht befriedigen konnte. Mit der Grenzöffnung der DDR und nochmals verstärkt nach dem Inkrafttreten der Wirtschaftsunion zum 1. Juli 1990 drängten westdeutsche Handelsunternehmen auf den entstehenden Markt. Das Projekt untersucht die sozialen Folgen der arbeitsweltlichen Veränderungen im ostdeutschen Einzelhandel im ersten Jahrzehnt nach der deutschen Einheit. Mit Blick auf die Arbeits- und Lebensverhältnisse der Beschäftigten im Handel soll das Aufkommen neuer sozialer Ungleichheiten nachgezeichnet werden. Im Zentrum der Untersuchung steht dabei die Frage, inwiefern die Umbruchsprozesse im Einzelhandel soziale Polarisierungen entlang der Dimensionen von „Geschlecht“ und „Wissen“ hervorriefen. Im Sinne einer Zeitgeschichte des vereinigten Deutschlands löst sich das Vorhaben von einer rein ostdeutschen Betrachtung und setzt die Entwicklungen im Handel in den neuen Bundesländern analytisch ins Verhältnis zum Wandel der Arbeitswelt im Einzelhandel auf westdeutscher Seite.

Till Goßmann

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung
Am Neuen Markt 1, Büro 0.19
14467 Potsdam

E-Mail: till.gossmann [at] zzf-potsdam.de

Forschung

Die sozialen Folgen des Wandels im Einzelhandel in Ostdeutschland in den 1990er Jahren

Beginn des Projektes: Dezember 2021

Assoziiertes Dissertationsprojekt
Gefördert von der Hans-Böckler-Stiftung

 

Inmitten der Transformation zur Marktwirtschaft entwickelte sich auf dem Gebiet der früheren DDR der Wirtschaftszweig der privaten Dienstleistungen, den es in dieser Form zuvor nicht gegeben hatte. Die Dynamik erfasste zunächst den bislang überwiegend staatlichen und genossenschaftlichen Handel, der die Konsumbedürfnisse der Bevölkerung sowohl quantitativ als auch qualitativ nicht befriedigen konnte. Mit der Grenzöffnung der DDR und nochmals verstärkt nach dem Inkrafttreten der Wirtschaftsunion zum 1. Juli 1990 drängten westdeutsche Handelsunternehmen auf den entstehenden Markt. Das Projekt untersucht die sozialen Folgen der arbeitsweltlichen Veränderungen im ostdeutschen Einzelhandel im ersten Jahrzehnt nach der deutschen Einheit. Mit Blick auf die Arbeits- und Lebensverhältnisse der Beschäftigten im Handel soll das Aufkommen neuer sozialer Ungleichheiten nachgezeichnet werden. Im Zentrum der Untersuchung steht dabei die Frage, inwiefern die Umbruchsprozesse im Einzelhandel soziale Polarisierungen entlang der Dimensionen von „Geschlecht“ und „Wissen“ hervorriefen. Im Sinne einer Zeitgeschichte des vereinigten Deutschlands löst sich das Vorhaben von einer rein ostdeutschen Betrachtung und setzt die Entwicklungen im Handel in den neuen Bundesländern analytisch ins Verhältnis zum Wandel der Arbeitswelt im Einzelhandel auf westdeutscher Seite.

Till Goßmann

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung
Am Neuen Markt 1, Büro 0.19
14467 Potsdam

E-Mail: till.gossmann [at] zzf-potsdam.de

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