Wirtschaftliche Akteure und ihr Verhalten – Beobachtung und Regulierung

„Wirtschaften“ bezeichnet eine Form menschlicher Aktivität, bei der als knapp begriffene Ressourcen kalkulierend zu konkurrierenden Zwecken eingesetzt werden. Konkrete wirtschaftliche Praktiken waren historisch variabel. Die Wirtschaftswissenschaften, aber auch andere akademische Disziplinen sowie eine mediale Öffentlichkeit versuchten, sie zu beschreiben und damit oft zugleich auch zu verändern. Wie wandelten sich diese Analysen und wie wirkten sie sich auf das Verständnis und die Praxis wirtschaftlichen, aber auch ganz allgemein menschlichen Verhaltens aus? Der Forschungsbereich untersucht das Wechselspiel von Theoriebildung und Verhalten sowie dessen Konsequenzen für Subjektivität und Identität. 

Forschung

Projekte

Illustration dokumentiert aus: Robert M. Yerkes. Chimpanzees. A Laboratory Colony, New Haven 1945, S. 173.

Verhaltensbeobachtung und Verhaltensregulierung. Steuerungsversuche des Menschen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Rüdiger Graf

Forschungsprojekt

Das Projekt untersucht die transdisziplinäre Ausbildung eines spezifischen Verhaltenswissens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gefragt wird danach, wie sich der regulierende Zugriff auf den Menschen im Paradigma des Verhaltens änderte. Im Zentrum der Untersuchungen zu Verhaltensökonomie, Kommunikationsverhalten, Verhaltenstherapie, Konsum- und Verkehrsverhalten stehen Fragen nach dem Verhältnis von normativen Verhaltensregeln und „natürlichen“ Verhaltensprinzipien, der Differenz zwischen Handlungs- und Verhaltensbeschreibungen sowie den jeweiligen Verständnissen von Subjektivität und Rationalität.

Gläubiger – Geschichte einer Figur

Stefanie Middendorf

Forschungsprojekt

Geld zu verleihen, Kredit zu geben – dies galt stets als eine moralisch frag­würdige Angelegenheit. Diese kritische Sicht prägt auch die Forschungsdebatten zur Zeitgeschichte der Verschuldung. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage, welche öffentlich präsenten Gläubigerfiguren aus sich wandelnden Verschuldungsverhältnissen seit dem späten 19. Jahrhundert hervorgingen.

Leistungsfähigkeit und Belastungsgrenzen: 
(digitales) Produktdesign und sich wandelnde Arbeitsanforderungen in der Hightech-Industrie seit den 1970er-Jahren

Christopher Neumaier

Forschungsprojekt

In den 1970er Jahren nahmen zeitgenössische Beobachterinnen und Beobachter einen grundsätzlichen Wandel der Arbeitsanforderungen wahr: Nicht mehr Industriearbeit, sondern „Wissen“ determiniere die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Ausgehend von dieser damaligen Deutung analysiert das Projekt sich verändernde Arbeitsanforderungen auf dem Gebiet des Produkt-Designs in ausgewählten Hightech-Industrien.Es fragt nach den Folgen für die Leistungsfähigkeit und nach den Belastungsgrenzen der Beschäftigten.

Wirtschaftliche Akteure und ihr Verhalten – Beobachtung und Regulierung

„Wirtschaften“ bezeichnet eine Form menschlicher Aktivität, bei der als knapp begriffene Ressourcen kalkulierend zu konkurrierenden Zwecken eingesetzt werden. Konkrete wirtschaftliche Praktiken waren historisch variabel. Die Wirtschaftswissenschaften, aber auch andere akademische Disziplinen sowie eine mediale Öffentlichkeit versuchten, sie zu beschreiben und damit oft zugleich auch zu verändern. Wie wandelten sich diese Analysen und wie wirkten sie sich auf das Verständnis und die Praxis wirtschaftlichen, aber auch ganz allgemein menschlichen Verhaltens aus? Der Forschungsbereich untersucht das Wechselspiel von Theoriebildung und Verhalten sowie dessen Konsequenzen für Subjektivität und Identität. 

Forschung

Projekte

Illustration dokumentiert aus: Robert M. Yerkes. Chimpanzees. A Laboratory Colony, New Haven 1945, S. 173.

Verhaltensbeobachtung und Verhaltensregulierung. Steuerungsversuche des Menschen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Rüdiger Graf

Forschungsprojekt

Das Projekt untersucht die transdisziplinäre Ausbildung eines spezifischen Verhaltenswissens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gefragt wird danach, wie sich der regulierende Zugriff auf den Menschen im Paradigma des Verhaltens änderte. Im Zentrum der Untersuchungen zu Verhaltensökonomie, Kommunikationsverhalten, Verhaltenstherapie, Konsum- und Verkehrsverhalten stehen Fragen nach dem Verhältnis von normativen Verhaltensregeln und „natürlichen“ Verhaltensprinzipien, der Differenz zwischen Handlungs- und Verhaltensbeschreibungen sowie den jeweiligen Verständnissen von Subjektivität und Rationalität.

Gläubiger – Geschichte einer Figur

Stefanie Middendorf

Forschungsprojekt

Geld zu verleihen, Kredit zu geben – dies galt stets als eine moralisch frag­würdige Angelegenheit. Diese kritische Sicht prägt auch die Forschungsdebatten zur Zeitgeschichte der Verschuldung. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage, welche öffentlich präsenten Gläubigerfiguren aus sich wandelnden Verschuldungsverhältnissen seit dem späten 19. Jahrhundert hervorgingen.

Leistungsfähigkeit und Belastungsgrenzen: 
(digitales) Produktdesign und sich wandelnde Arbeitsanforderungen in der Hightech-Industrie seit den 1970er-Jahren

Christopher Neumaier

Forschungsprojekt

In den 1970er Jahren nahmen zeitgenössische Beobachterinnen und Beobachter einen grundsätzlichen Wandel der Arbeitsanforderungen wahr: Nicht mehr Industriearbeit, sondern „Wissen“ determiniere die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Ausgehend von dieser damaligen Deutung analysiert das Projekt sich verändernde Arbeitsanforderungen auf dem Gebiet des Produkt-Designs in ausgewählten Hightech-Industrien.Es fragt nach den Folgen für die Leistungsfähigkeit und nach den Belastungsgrenzen der Beschäftigten.