Wissensordnungen

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Wissen ist immer in irgendeiner Form geordnet und zugleich ordnet es bestimmte Handlungsfelder, in denen es praktisch reproduziert wird. Die Arbeiten in diesem Bereich untersuchen sowohl den Wandel als auch die Prägekraft unterschiedlicher Wissensordnungen in Politik und Wirtschaft. Mit Blick auf die Zeitgeschichte insgesamt fragen sie insbesondere nach der Bedeutung zeitgenössischer Wissenschaften für die Veränderung von Weltwahrnehmungen und Handlungsweisen. Darüber hinaus reflektieren sie die Auswirkungen dieser Wissensordnungen auf die historische Erkenntnis.

Projekte

Florian Schmaltz

Luftfahrtforschung und Okkupationspolitik im Zweiten Weltkrieg: Die „Außenstellen“ der Aerodynamischen Versuchsanstalt im europäischen Herrschaftsbereich des NS-Regimes

Assoziiertes Forschungsprojekt
Das Projekt zur Geschichte der Luftfahrtforschung während des Zweiten Weltkrieges soll anhand der Aerodynamischen Versuchsanstalt (AVA) Göttingen neue Perspektiven eröffnen.

Rüdiger Graf

Politisch-soziale Zeit- und Prozessbegriffe

Verbundprojekt  
gefördert von der Leibniz-Gemeinschaft
Im Rahmen des Verbundprojekts „Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen. Lexikon zur historischen Semantik in Deutschland“ untersucht das ZZF die Veränderung von Begriffen, die Zeitlichkeit und historischen Wandel zum Ausdruck bringen. Partner des Verbundprojekts sind das ZZF, das Leibniz-Zentrum Literatur- und Kulturforschung in Berlin (ZfL) und das Leibniz-Institut für deutsche Sprache (IDS) in Mannheim.

Rüdiger Graf

Hypocracy? Politik und Ökonomie des richtigen Lebens im falschen

Forschungsprojekt
Das Projekt untersucht den individuellen und gesellschaftlichen Umgang mit der Diskrepanz zwischen normativen Ansprüchen und tatsächlichen Praktiken.

Jary Koch

Der Alltag der Stoffumwandlung. Arbeit, Technik und Natur in der chemischen Industrie der Bundesrepublik, 1960er bis 1990er Jahre

Dissertationsprojekt
im von der DFG geförderten Kooperationsprojekt „Politics of Inscription in der digitalen Transformation"
Das Projekt setzt sich mit den grundlegenden Veränderungen von industrieller Arbeit und Produktion auseinander. Konkret untersucht wird der Wandel von Arbeitsprozessen in Unternehmen der chemischen Industrie der Bundesrepublik durch technologische Entwicklungen wie Automatisierung und Digitalisierung sowie des Bedeutungsgewinns der ökologischen Frage.

Simon Specht

Der Fortschrittsbegriff im 20. Jahrhundert: Abgesänge, Resistenz und Wandel

Dissertationsprojekt
Das Projekt untersucht die Geschichte der Fortschrittssemantik in der deutschen politischen Sprache im 20. Jahrhundert. Es ist Teil der Untersuchung politisch-sozialer Zeit- und Prozessbegriffe und wird im Rahmen des Verbundprojekts „Das 20. Jahrhundert in Grundbegriffen. Lexikon zur historischen Semantik in Deutschland“ gefördert.

Agnes Bauer

Verkörperte Intelligenz. Eine politische Epistemologie der deutschen angewandten Psychologie, 1920 bis 1970

Dissertationsprojekt
Anhand von drei Fallstudien verfolgt das Projekt die Forschungsfrage, wie psychologische Handlungstestpraktiken zwischen 1920 und den 1960er Jahren in deutschsprachigen Gebieten als Kulturtechnik eingesetzt wurden, um verkörperte Intelligenz zu erfassen.

Christopher Neumaier

Leistungsfähigkeit und Belastungsgrenzen: 
(digitales) Produktdesign und sich wandelnde Arbeitsanforderungen in der Hightech-Industrie seit den 1970er-Jahren

Forschungsprojekt
Das Projekt untersucht, wie sich in der Bundesrepublik seit den 1970er Jahren die Arbeitsanforderungen beim Design von Produkten in den Hightech-Industrien der Automobilfertigung, der Pharmazie sowie der Informations- und Kommunikationstechnik verschoben hat.