Graduiertenkolleg: Geschichte linker Politik in Deutschland jenseits von Sozialdemokratie und Parteikommunismus

Graduiertenkolleg unter der Schirmherrschaft der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS)

Leitung: Mario Keßler/ZZF, Stefan Berger/Ruhr-Universität Bochum
Projektleitung: Mario Keßler/ZZF

Laufzeit: 2015 - 2019
gefördert vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung

Im zwanzigsten Jahrhundert waren die politischen wie auch die akademischen Debatten über Kommunismus und Sozialdemokratie von der Alternative Überwindung oder Reform des Kapitalismus geprägt. Kommunisten beschuldigten die Sozialdemokraten, die Interessen der Arbeiterklasse zu verraten, indem sie das Endziel der Überwindung des Kapitalismus aufgegeben hätten. Die Sozialdemokraten suchten ihrerseits nach alternativen Vorstellungen einer Gesellschaft, die staatliche Intervention und Märkte miteinander kombinierte, um einen gerechteren Anteil an Ressourcen und  Lebenschancen zu erreichen.

Das Graduiertenkolleg wurde unter der Schirmherrschaft der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) eingerichtet und wird zwischen 2015 und 2019 vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung gefördert. Es wird von Professor Stefan Berger, Ruhr-Universität Bochum, und Professor Mario Keßler, ZZF, gemeinsam geleitet. Die Projekte des Kollegs suchen Aspekte der Geschichte der Arbeiterbewegung jenseits der beiden Hauptströmungen im 20. Jahrhundert zu erforschen. Linke Organisationen außerhalb der etablierten Arbeiterparteien haben eine bemerkenswerte Rolle bei der Suche nach einer demokratischen und gerechten Organisation der Gesellschaft gespielt.

Das Programm des Kollegs beinhaltet ein Habilitationsprojekt und vier Promotionsprojekte. Dr. Ralf Hoffrogge schreibt seine Habilitationsschrift über Krisenwahrnehmung und Krisenpolitik in britischen und deutschen Gewerkschaften, 1919-2013; Richard Stoenescu arbeitet zum revolutionären Syndikalismus zwischen den beiden Weltkriegen in Deutschland und den USA Julia Ehms behandelt die Rolle der anarchosyndikalistischen Freien Arbeiter-Union Deutschlands auf Betriebsebene in der Zeit  der Weimarer Republik; Sarah Langwald untersucht die Proteste gegen staatliche Unterdrückungs- und Überwachungsmaßnahmen  in Westdeutschland zwischen 1945 und 1968; David Bebnowski analysiert die Entstehung der Neuen Linken in Westberlin im Licht ihrer politischen Zeitschriften ‚Das Argument und ‚Prokla’.

Ralf Hoffrogge, Julia Ehms und Sarah Langwald sind mit ihren Dissertationsprojekten am Institut für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum angebunden, David Bebnowski und Richard Stoenescu am Historischen Institut der Universität Potsdam.

Prof. Dr. Mario Keßler

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

Büro: Am Neuen Markt 9d, Raum 1.24
Tel.: 0331/74510-115
Fax: 0331/74510-143

E-Mail: mariokessler [at] yahoo.com

Forschung

Graduiertenkolleg: Geschichte linker Politik in Deutschland jenseits von Sozialdemokratie und Parteikommunismus

Graduiertenkolleg unter der Schirmherrschaft der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS)

Leitung: Mario Keßler/ZZF, Stefan Berger/Ruhr-Universität Bochum
Projektleitung: Mario Keßler/ZZF

Laufzeit: 2015 - 2019
gefördert vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung

Im zwanzigsten Jahrhundert waren die politischen wie auch die akademischen Debatten über Kommunismus und Sozialdemokratie von der Alternative Überwindung oder Reform des Kapitalismus geprägt. Kommunisten beschuldigten die Sozialdemokraten, die Interessen der Arbeiterklasse zu verraten, indem sie das Endziel der Überwindung des Kapitalismus aufgegeben hätten. Die Sozialdemokraten suchten ihrerseits nach alternativen Vorstellungen einer Gesellschaft, die staatliche Intervention und Märkte miteinander kombinierte, um einen gerechteren Anteil an Ressourcen und  Lebenschancen zu erreichen.

Das Graduiertenkolleg wurde unter der Schirmherrschaft der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) eingerichtet und wird zwischen 2015 und 2019 vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung gefördert. Es wird von Professor Stefan Berger, Ruhr-Universität Bochum, und Professor Mario Keßler, ZZF, gemeinsam geleitet. Die Projekte des Kollegs suchen Aspekte der Geschichte der Arbeiterbewegung jenseits der beiden Hauptströmungen im 20. Jahrhundert zu erforschen. Linke Organisationen außerhalb der etablierten Arbeiterparteien haben eine bemerkenswerte Rolle bei der Suche nach einer demokratischen und gerechten Organisation der Gesellschaft gespielt.

Das Programm des Kollegs beinhaltet ein Habilitationsprojekt und vier Promotionsprojekte. Dr. Ralf Hoffrogge schreibt seine Habilitationsschrift über Krisenwahrnehmung und Krisenpolitik in britischen und deutschen Gewerkschaften, 1919-2013; Richard Stoenescu arbeitet zum revolutionären Syndikalismus zwischen den beiden Weltkriegen in Deutschland und den USA Julia Ehms behandelt die Rolle der anarchosyndikalistischen Freien Arbeiter-Union Deutschlands auf Betriebsebene in der Zeit  der Weimarer Republik; Sarah Langwald untersucht die Proteste gegen staatliche Unterdrückungs- und Überwachungsmaßnahmen  in Westdeutschland zwischen 1945 und 1968; David Bebnowski analysiert die Entstehung der Neuen Linken in Westberlin im Licht ihrer politischen Zeitschriften ‚Das Argument und ‚Prokla’.

Ralf Hoffrogge, Julia Ehms und Sarah Langwald sind mit ihren Dissertationsprojekten am Institut für soziale Bewegungen der Ruhr-Universität Bochum angebunden, David Bebnowski und Richard Stoenescu am Historischen Institut der Universität Potsdam.

Prof. Dr. Mario Keßler

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

Büro: Am Neuen Markt 9d, Raum 1.24
Tel.: 0331/74510-115
Fax: 0331/74510-143

E-Mail: mariokessler [at] yahoo.com

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