Thomas Kasper schließt Promotion zum Thema "Computerisierung der gesetzlichen Rentenversicherung in beiden deutschen Staaten" ab

20.12.2018

Thomas Kasper hat am 17. Dezember 2018 seine Promotion an der Universität Potsdam mit der Note „magna cum laude“ abgeschlossen. In seiner Dissertation „'Licht im Rentendunkel.' Die Computerisierung der gesetzlichen Rentenversicherung in Bundesrepublik und DDR" untersucht Kasper die Computerisierung der öffentlichen Verwaltung am Beispiel der Rentenversicherungen in beiden deutschen Staaten.

In seinem Verteidigungsvortrag hob Thomas Kasper den großen Einfluss von Computertechnologie auf die Reformen der Rentenversicherung in der Bundesrepublik seit den 1950er-Jahren hervor. Dabei fungierte sie zunächst als Hilfsmittel zur Beschleunigung der Rentenberechnung. Die Umsetzung der Rentenreform von 1972 wäre aber ohne die Nutzung von Computern nicht möglich gewesen. Computer waren also auch "Schrittmacher" für sozialpolitische Veränderungen, so Kasper. Während zu Beginn das Nutzungsparadigma der Rationalisierung im Vordergrund stand, wurde dies in den 1970er-Jahren von Bemühungen um Transparenz und Bürgernähe abgelöst. In der DDR hingegen habe das Rationalisierungsparadigma im Rentenwesen bis zur Wiedervereinigung bestanden, lautet das Fazit.

Die Dissertation wurde von Professor Frank Bösch und Priv.-Doz. Dr. Winfried Süß (beide ZZF Potsdam/Universität Potsdam) betreut. Das Promotionsprojekt war beim ZZF in der Abteilung IV „Regime des Sozialen“ angesiedelt. Es ist eines von vier Teilprojekten des von ZZF-Direktor Frank Bösch geleiteten Projekts "Aufbrüche in die digitale Gesellschaft. Computerisierung und soziale Ordnungen in der Bundesrepublik und DDR", das im Rahmen des „Leibniz-Wettbewerb“ in der Förderlinie „innovative Vorhaben“ eingeworben und 2014-2017  von der Leibniz-Gemeinschaft finanziert wurde. Zur Website des Projekts "Aufbrüche in die digitale Gesellschaft" gelangen Sie hier

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