Nationalistische Parteien in deutschen Parlamenten 1945-1994

Beginn des Projektes: November 2021

Postdoc-Projekt
Teilprojekt des von der VW-Stiftung finanzierten Projekts „Die radikale Rechte in Deutschland, 1945-2000“

Das Projekt untersucht nationalistische Parteien in deutschen Parlamenten, die es von der alliierten Besatzung zum ersten gesamtdeutschen Bundestag aus nationalismus-, sozialismus- und demokratiegeschichtlicher Perspektive betrachtet. Es erforscht den Umgang rechtsradikaler Abgeordneter mit dem politischen Pluralismus in westlichen Besatzungszonen und der alten Bundesrepublik sowie mit dem Staatssozialismus in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der DDR. Außerdem analysiert es, wie die Abgeordneten anderer Parteien mit dieser rechten Konkurrenz interagierten. Wie veränderte sich der parlamentarisch organisierte Nationalismus in Interaktion mit politischem Pluralismus und Staatssozialismus? Wie prägte die parlamentarische Rechte umgekehrt die verschiedenen Volksvertretungen der Bundesrepublik und der DDR? Wie liefen diese lange getrennten Entwicklungen im Vereinigungsprozess zusammen?

Hauptquellengrundlage des Projekts sind die Plenar- und Ausschussprotokolle west- und ostdeutscher Parlamente auf zentraler, regionaler und lokaler Ebene. Die ostdeutsche Rechte wird anhand der Aktivitäten der National-Demokratischen Partei Deutschlands (NDPD) in der Volkskammer sowie in ausgewählten Bezirks- und Kreisparlamenten untersucht. Die Entwicklung im Westen wird zum einen am Beispiel der Nationaldemokratischen Partei (NPD) analysiert, die ab 1966 in eine Reihe von Länderparlamenten einzog und in einigen Kommunen über Hochburgen verfügte. Zum anderen werden stichprobenartig rechte Parteien in den Blick genommen, die als Vorläufer der NPD gelten können und es in den Bundestag schafften: die Wirtschaftliche Aufbau-Vereinigung (WAV), die Deutsche Konservative Partei–Deutsche Rechtspartei (DKP-DRP), die Sozialistische Reichspartei (SRP), die Deutsche Partei (DP), der Block der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE) und die Deutsche Reichspartei (DRP).

Zur Projektwebsite: https://projekt.radikale-rechte.de

Dr. Dominik Rigoll

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

Tel.: 0331/74510-121
Fax: 0331/74510-143

E-Mail: rigoll [at] zzf-potsdam.de 

Forschung

Nationalistische Parteien in deutschen Parlamenten 1945-1994

Beginn des Projektes: November 2021

Postdoc-Projekt
Teilprojekt des von der VW-Stiftung finanzierten Projekts „Die radikale Rechte in Deutschland, 1945-2000“

Das Projekt untersucht nationalistische Parteien in deutschen Parlamenten, die es von der alliierten Besatzung zum ersten gesamtdeutschen Bundestag aus nationalismus-, sozialismus- und demokratiegeschichtlicher Perspektive betrachtet. Es erforscht den Umgang rechtsradikaler Abgeordneter mit dem politischen Pluralismus in westlichen Besatzungszonen und der alten Bundesrepublik sowie mit dem Staatssozialismus in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der DDR. Außerdem analysiert es, wie die Abgeordneten anderer Parteien mit dieser rechten Konkurrenz interagierten. Wie veränderte sich der parlamentarisch organisierte Nationalismus in Interaktion mit politischem Pluralismus und Staatssozialismus? Wie prägte die parlamentarische Rechte umgekehrt die verschiedenen Volksvertretungen der Bundesrepublik und der DDR? Wie liefen diese lange getrennten Entwicklungen im Vereinigungsprozess zusammen?

Hauptquellengrundlage des Projekts sind die Plenar- und Ausschussprotokolle west- und ostdeutscher Parlamente auf zentraler, regionaler und lokaler Ebene. Die ostdeutsche Rechte wird anhand der Aktivitäten der National-Demokratischen Partei Deutschlands (NDPD) in der Volkskammer sowie in ausgewählten Bezirks- und Kreisparlamenten untersucht. Die Entwicklung im Westen wird zum einen am Beispiel der Nationaldemokratischen Partei (NPD) analysiert, die ab 1966 in eine Reihe von Länderparlamenten einzog und in einigen Kommunen über Hochburgen verfügte. Zum anderen werden stichprobenartig rechte Parteien in den Blick genommen, die als Vorläufer der NPD gelten können und es in den Bundestag schafften: die Wirtschaftliche Aufbau-Vereinigung (WAV), die Deutsche Konservative Partei–Deutsche Rechtspartei (DKP-DRP), die Sozialistische Reichspartei (SRP), die Deutsche Partei (DP), der Block der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE) und die Deutsche Reichspartei (DRP).

Zur Projektwebsite: https://projekt.radikale-rechte.de

Dr. Dominik Rigoll

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

Tel.: 0331/74510-121
Fax: 0331/74510-143

E-Mail: rigoll [at] zzf-potsdam.de 

Forschung