Der Todesstreifen im Weltkulturerbe

Das berlin-brandenburgische Grenzgebiet nördlich der Glienicker Brücke

Kooperationsprojekt des ZZF und des Vereins Erinnerungsorte Potsdamer Grenze

Leitung: Prof. Dipl.-Ing. Jan Fiebelkorn-Drasen, Prof. Dr. Frank Bösch, Dr. Hans-Hermann Hertle 
Bearbeitung: Florentine Schmidtmann, M.A. 

Der ehemalige Grenzverlauf nördlich der Glienicker Brücke zählt heute zu den am meisten besuchten Abschnitten der berlin-brandenburgischen Mauer, des ehemaligen Berliner „Außenrings“. Seit dem Abriss der Mauer Anfang der 1990er Jahre erinnert jedoch an diesem kilometerlangen und heute idyllischen Abschnitt kein einziger Hinweis an die Zeit der DDR und den ehemaligen Todesstreifen, mit Ausnahme von kurzen Textpassagen auf einem Schild zur Glienicker Brücke sowie zwei Gedenkstelen für Maueropfer in dessen unmittelbarer Nähe in der Schwanenallee. Das ZZF verfolgt gemeinsam mit dem Verein „Erinnerungsorte Potsdamer Grenze“ das Ziel, eine fachlich fundierte Dokumentation für den zeithistorisch relevanten und zugleich für eine breite Öffentlichkeit höchst interessanten Abschnitt des Berliner Außenrings für die Zeit von 1945-1990 zu erarbeiten. Ergebnis des Projekts wird zum einen ein Ausstellungskonzept für 8-10 zweisprachige Außenstelen sein, die im Jahr 2017 am Uferweg aufgestellt werden sollen; zum anderen werden das Grenzregime und der Alltag an der Grenze publizistisch dokumentiert.

Florentine Schmidtmann

Zentrum für Zeithistorische Forschung
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

Tel.: 0331/ 745101-20
Fax: 0331/74510-143

E-Mail: schmidtmann [at] zzf-potsdam.de

Forschung