›Flüchtlinge‹ und andere: Die Produktion fluchtbezogener Figuren seit den 1970er Jahren
Verbundprojekt
Projektleitung: Isabella Löhr (ZZF Potsdam) und Jochen Oltmer (Universität Osnabrück)
Förderzeitraum: April 2024 bis Dezember 2027
Verbundprojekt
Projektleitung: Isabella Löhr (ZZF Potsdam) und Jochen Oltmer (Universität Osnabrück)
Förderzeitraum: April 2024 bis Dezember 2027
Kooperationsprojekt
Projektpartner: Northumbria University, UK (Daniel Laqua) und ZZF (Isabella Löhr)
Finanzierung: DFG-AHRC
Förderzeitraum: Februar 2025 bis Januar 2028
Verbundprojekt '
mit Partnern in Prag, Warschau, Jena und Budapest und zwei Teilprojekten in Potsdam
Gefördert von der Volkswagenstiftung
Verbundprojekt
Laufzeit: Juli 2024 bis Juni 2026
Projektförderung: BMBF
Projektpartner: Centre Marc Bloch, Berlin; Democracy Institute, Central European University Budapest; New Europe College. Institute for Advanced Study, Bucharest; Institut für Politikwissenschaften, Universität Leipzig
Verbundprojekt
des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut (GEI) und der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung (HS Bund)
Projektleitung: Michael Homberg
Beginn des Projektes: Juli 2023
Gefördert von der Leibniz-Gemeinschaft, Förderlinie „Kooperative Exzellenz“ (2023)
Dissertationsprojekte am ZZF Potsdam:
Zielgruppe: Der Workshop richtet sich an Mitarbeiter*innen von Gedenkstätten
Veranstalter:
Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Lernort Keibelstraße, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
Organisation:
Henrike Voigtländer (Lernort Keibelstraße), Katharina Hochmuth (Bundesstiftung Aufarbeitung) und Irmgard Zündorf (ZZF Potsdam)
Workshop-Ziel
Obwohl Frauen in SBZ und DDR einen nicht unerheblichen Anteil der Gefangenen stellten, wurde die Kategorie Geschlecht in Forschung und Vermittlung bislang häufig vernachlässigt. Der Workshop für Gedenkstätten an ehemaligen Haftorten setzt hier an: Er widmet sich der Frage, welche besonderen Erfahrungen weibliche Inhaftierte in SBZ und DDR machten und wie sich diese in der historisch-politischen Bildungsarbeit von Gedenkstätten und Lernorten widerspiegeln.
Mittel Impulsvorträgen und interaktiven World-Café-Runden möchte der Workshop historische Bildnerinnen und Bildner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gedenkstätten und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler miteinander ins Gespräch bringen. Ziel ist es, das Thema „Frauen in Haft“ künftig sichtbarer zu machen, den aktuellen Wissensstand zu erweitern, neue Ansätze in der Vermittlungsarbeit zu diskutieren und bestehende Netzwerke zu stärken. Der Workshop möchte damit Impulse für eine Bildungsarbeit setzen, die männlich geprägte Erfahrungen und Erzählungen um bislang marginalisierte Perspektiven und Fragestellungen erweitert und so zu einem umfassenderen Verständnis von Haft in SBZ und DDR beiträgt.
Frauen in Haft
Sicherheitsbehörden in der SBZ und DDR stuften Devianz und Nonkonformität als potenziell systemgefährdend ein. Diese Zuordnungen trafen auch Frauen, wenn sie sich nicht gemäß den Vorstellungen der Staats- und Parteiführung der DDR und dem offiziell propagierten Frauenbild verhielten. Wer unangepasst lebte, als Jugendliche aus dem Elternhaus ausbrach oder sich nicht unterordnete, riskierte Repressionen oder Haft. Für diese jungen Frauen, aber auch die älteren, die konkret gegen die geltenden Gesetze verstießen, existierte auf dem Gebiet der DDR ein System verschiedener Haft- und Verwahrungsorte. Hinzu kamen sogenannte venerologische Stationen, in die Frauen mit Verdacht auf Geschlechtskrankheiten zwangsweise eingewiesen wurden und deren Aufenthalt faktisch einer Haft gleichkam. Der Blick auf diese Orte verdeutlicht, wie sich ein als Fürsorge deklarierter, tatsächlich aber disziplinierender Zugriff des DDR-Regimes mit bereits lange bestehenden gesellschaftlichen Normvorstellungen über weibliche Sexualität und Verhalten verband.
Mit der Eröffnung der Gedenkstätte Hoheneck ist erstmals ein ehemaliges Frauengefängnis als historischer Ort öffentlich zugänglich, der den Blick auf weibliche Häftlinge konzentriert. An vielen anderen Gedenkstätten und Lernorten zu ehemaligen Haftorten, in denen sowohl Frauen als auch Männer untergebracht waren, werden frauenspezifische Hafterfahrungen bislang meist nur am Rande thematisiert. Der Workshop geht von der These aus, dass ein geschlechtersensibler Blick auf Haft entscheidend zu einem differenzierten Verständnis von Geschlechterrollen und -bildern sowie den Herrschaftsmechanismen in der SBZ/SED-Diktatur beitragen kann – sowohl am konkreten Ort des Gefängnisses als auch darüber hinaus.
Der Workshop evaluiert, wie in der Bildungs- und Vermittlungsarbeit bislang die Geschlechterperspektive präsentiert wird und wie diese künftig eingebunden werden kann. Folgende Fragen dienen dabei als Diskussions-Leitlinien:
PROGRAMM
09:00 bis 09:30 Uhr
Begrüßung und Einführung
Katharina Hochmuth, Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Dr. Henrike Voigtländer, Lernort Keibelstraße/Agentur für Bildung, Geschichte und Politik e.V.
09:30 bis 11 Uhr
Impulsvorträge und Diskussion
Moderation: Dr. Irmgard Zündorf, ZZF Potsdam
11 bis 11:15 Uhr: Pause
11:15 bis 12:45 Uhr
World-Café I
12:45 bis 13:45 Uhr: Mittagspause
13:45 bis 15:15 Uhr
World-Café II
15:15 bis 15:30 Uhr: Pause
15:30-16:15 Uhr
Präsentation und Abschlussdiskussion
Beginn: 18:00 - 20:00 Uhr, Einlass: ab 17:30 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Veranstalter: Netzwerk Zeitgeschichte
Impulsvortrag und Gespräch
Die vierte Veranstaltung der „Montagsdebatte im Wintersemester 2025/26“ widmet sich an diesem Abend der Frage, ob West- und Ostdeutschland auseinanderdriften. Rechte Proteste und AfD-Erfolge, Verständnis für Putin und der Aufstieg des „BSW“ in Ostdeutschland werfen die Frage auf, ob „der Osten“ langfristig „anders bleibt“ oder sich hier eher gesamtdeutsche Trends abzeichnen. Welche Rolle spielen dabei bisherige Geschichtspolitik, zeitgeschichtliche Erinnerungskultur, aber auch historische Prägungen in Ost und West?
Debatte mit:
Nach einem Impuls von Marko Martin diskutieren wir mit Julia Reuschenbach die Bedeutung der Sozialisation in der DDR und der Bundesrepublik Deutschland sowie Erfahrungen mit der gesellschaftlichen und politischen Transformationen nach 1990. Was bedeuten die aktuellen Entwicklungen mit ihrer Zersplitterung des Parteiensystems für perspektivische demokratische Weichenstellungen? Ist die Geschichtspolitik und der Umgang mit den Diktaturerfahrungen noch zeitgemäß?
Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und später auf dem Wissenschaftsportal L.I.S.A. der Gerda Henkel Stiftung abrufbar sein.
Alle vier Termine und Informationen zur Reihe "Montagsdebatte" die sich im Wintersemester 2025/26 dem Thema „Gefährdung der Demokratie? Geschichte, Gegenwart, Zukunft“ widmet, finden Sie auf der ZZF Website unter: https://zzf-potsdam.de/wissenstransfer/veranstaltungen/montagsdebatte-d…
Veranstalter ist das Netzwerk Zeitgeschichte
Ein Projekt der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) und der Humboldt-Universität zu Berlin. Die Reihe wird von der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt.
BMBF-Verbundprojekt
des ZZF mit der LMU München und der FU Berlin
Projekt-Leitung am ZZF: Prof. Dr. Frank Bösch, Dr. Jürgen Danyel (bis September 2024), Christoph Classen
Verbundprojekt
Projektleitung: Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF Potsdam), Prof. Dr. Gideon Botsch (MMZ Potsdam)
Gefördert von der Volkswagenstiftung