Anna Kaminsky (Hg.)

Erinnerungsorte für die Opfer von Katyń

erarbeitet von Ruth Gleinig und Florian Peters
Erschienen im Auftrag der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Bis heute ist das durch den sowjetischen Geheimdienst 1940 verübte Massaker von Katyń an etwa 22 000 polnischen Militärangehörigen und Zivilisten vor allem in Polen höchst präsent. Der Kampf um die Erinnerung war in den langen Jahrzehnten nach der Entdeckung der Massengräber im Frühjahr 1943 auch dadurch geprägt, dass die wahre Urheberschaft dieses Verbrechens, das auf Befehl der obersten sowjetischen Führung unter Stalin erfolgte, verschleiert wurde. Katyń wurde mit dem Zeitpunkt der Entdeckung der Massengräber und der wahren Täter zu einem der am strengsten gehüteten Tabus in der nicht eben an "weißen Flecken" armen Geschichte der kommunistischen Diktaturen.

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur stellt in diesem Band eine Auswahl von 178 Erinnerungsorten in 18 Ländern vor, die an das Verbrechen von Katyń erinnern. Denkmäler stehen an den Tatorten selbst, in fast jeder polnischen Stadt, auf symbolischen Friedhöfen und in allen Orten der Erde, wo ins Exil getriebene Polen an dieses Verbrechen und die ermordeten Menschen erinnern wollten. Sie stehen auch als Mahnung vor der Macht der Geschichte, die sich nicht dauerhaft unterdrücken lässt.


Ort: Leipzig
Jahr: 2013
Verlag: Leipziger Universitätsverlag
Seiten: 335
ISBN: 978-3-86583-773-8
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