Doppelgänger, Stellvertreter, Avatare: (Posthumane) Körper in digitalen Performances

Beginn des Projektes: Oktober 2021

Promotionsvorhaben

Avatare als Stellvertreter für real existierende Personen gehören längst zu unserer Alltagswirklichkeit. Auch Künstler*innen wie Marina Abramović verwenden neueste Technologien und lassen von sich digitale Abbilder produzieren, deren Performances man durch den Blick einer Virtual-Reality-Brille erleben kann. Daneben werden im musealen Bereich die neuen  Bildgebungsverfahren eingesetzt, wenn es um die digitale Erinnerungskultur geht. Avatare von Überlebenden des Holocausts werden so zukünftigen Generationen als "interaktive Biographie" den Besucher:innen ihre subjektiven Erfahrungen noch lange nach ihrem Tod vermitteln können.

Das Projekt fragt nach der Stellvertreterfunktion bei den verschiedenen Spielarten der Avatare, die als posthumane Körper(bilder) auftreten. Dabei werden die Avatar-Typen in drei Bereichen (Museum als Erinnerungsort, Kunst in gegenwärtigen Kontexten, sozial-gesellschaftliche Lebenswelt) untersucht. Die engen Relationen zwischen Abbild, Körper und Medium werden am Beispiel des Avatars bildwissenschaftlich und kulturtheoretisch eingeordnet. Avatare, so die Annahme, werden in wenigen Jahren für die Menschen wichtige Sozialisations- und Enkulturationsfaktoren sein. Bereits jetzt sind sie an der sozialen Konstruktion von Wirklichkeit beteiligt.

Jens Kraushaar

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

E-Mail: jens.kraushaar [at] zzf-potsdam.de

 

 

 

Forschung

Doppelgänger, Stellvertreter, Avatare: (Posthumane) Körper in digitalen Performances

Beginn des Projektes: Oktober 2021

Promotionsvorhaben

Avatare als Stellvertreter für real existierende Personen gehören längst zu unserer Alltagswirklichkeit. Auch Künstler*innen wie Marina Abramović verwenden neueste Technologien und lassen von sich digitale Abbilder produzieren, deren Performances man durch den Blick einer Virtual-Reality-Brille erleben kann. Daneben werden im musealen Bereich die neuen  Bildgebungsverfahren eingesetzt, wenn es um die digitale Erinnerungskultur geht. Avatare von Überlebenden des Holocausts werden so zukünftigen Generationen als "interaktive Biographie" den Besucher:innen ihre subjektiven Erfahrungen noch lange nach ihrem Tod vermitteln können.

Das Projekt fragt nach der Stellvertreterfunktion bei den verschiedenen Spielarten der Avatare, die als posthumane Körper(bilder) auftreten. Dabei werden die Avatar-Typen in drei Bereichen (Museum als Erinnerungsort, Kunst in gegenwärtigen Kontexten, sozial-gesellschaftliche Lebenswelt) untersucht. Die engen Relationen zwischen Abbild, Körper und Medium werden am Beispiel des Avatars bildwissenschaftlich und kulturtheoretisch eingeordnet. Avatare, so die Annahme, werden in wenigen Jahren für die Menschen wichtige Sozialisations- und Enkulturationsfaktoren sein. Bereits jetzt sind sie an der sozialen Konstruktion von Wirklichkeit beteiligt.

Jens Kraushaar

Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

E-Mail: jens.kraushaar [at] zzf-potsdam.de

 

 

 

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