Warnemünde gilt als der Strand von Berlin, und doch wurde Hanno Hochmuth die Fahrt aus der Hauptstadt auf der Rückbank des Familien-Ladas in den Achtzigern oft lang. Aber sie wurde belohnt: mit einem Stopp bei Tante Antje in den Hochhäusern von Lütten Klein, der Weiterfahrt in den dunkelgrünen Doppelstockzügen der Deutschen Reichsbahn und schließlich dem Ankommen auf der Warnemünder Mole, wo man sich vor Feuerquallen gruseln und über die weite Ostsee gen Dänemark blicken konnte. Mit diesen Erinnerungen im Kopf besucht Hochmuth den »Teepott« beim Leuchtturm, die Seehundstation und den Gespensterwald, erzählt vom Hotel Neptun mit dem Duft seiner Broiler-Bar sowie von der Tradition der FKK-Strände, an denen schon Edvard Munch gern badete, und verrät, warum man sich vor den Warnemünder Möwen in Acht nehmen und mit der Warnemünder Herzlichkeit Nachsicht haben sollte.
Das Buch ist am 20. März 2026 im mareverlag erschienen und kann über die Verlagsseite und im Buchhandel erworben werden.
Hanno Hochmuth ist wissenschaftlicher Referent am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und Projektleiter im Leibniz-Lab »Gesellschaftliche Umbrüche und Transformationen«.
