Vortragsreihe des Kooperationsprojekts „Auto(im)mobile Infrastrukturen in der Bundesrepublik und Westeuropa in der Great Acceleration"

Plakat der Vortragsreihe im Wintersemester 2027 mit dem Titel Visionen und Realitäten urbaner Auto-im-mobilität. Als Bild zeigt das Plakat die Strasse unter einer Autubahnbrücke. An einem Pfeiler sind mehrere Fahrräder zu sehen.
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Bildinfo

Foto: Rüdiger Graf

Art der Veranstaltung
Vortragsreihe
Datum
-
Ort
Berlin


Veranstalter
Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF), Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS), Center for Metropolitan Studies (CMS) an der Technischen Universität Berlin, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
 

Über die Vortragsreihe
In der Great Acceleration seit der Mitte des 20. Jahrhunderts sind der Energie- und Ressourcenverbrauch, der CO2- und Schadstoffaus stoß, die Flächenversiegelung und die globalen Oberflächentemperaturen massiv angestiegen. Die Massenmotorisierung war ein entscheidender Faktor in diesem Prozess. Ermöglicht wurde die durchgreifende Automobilisierung durch den (Aus-)Bau immobiler Verkehrsinfrastrukturen, wie Tankstellen, Straßen, Brücken oder Parkplätzen, welche urbane aber auch ländliche Lebenswelten massiv umgestalteten und bis heute prägen. 
Die Vorlesungsreihe nimmt die „Visionen und Realitäten urbaner Auto(im)mobilität“ in interdisziplinärer Perspektive in den Blick. Indem die infrastrukturellen Bedingungen der Automobilisierung und ihre Wirkung im urbanen Raum untersucht werden, soll zugleich die Frage adressiert werden, wie Infrastrukturen individuelle Mobilitätsmuster prägten, automobile Fortbewegung nahelegten und andere Formen erschwerten. Damit soll die Vorlesungsreihe die gegenwärtigen Debatten über die Verkehrs- und Mobilitätswende informieren.

Termine der Vortragsreihe

13.10.2026 
Henry Grabar (Boston) 
Parking Fight: How Parking Explains America 

10.11.2026 
Andreas Knie (WZB) 
Der Abspann läuft – vom Einstieg in den Ausstieg aus dem Auto 

01.12.2026 
Katharina Manderscheid (Universität Hamburg) 
Das Auto im Kopf und im gebauten (Stadt-)Raum 

19.01.2027 
Peter Merriman (Aberystwyth University) 
Kinaesthetics, Driving and the Architectures of the Modern Road 

26.01.2027 
Mimi Sheller (Worcester Polytechnic Institute) 
Re-commoning Automobility: Unlocking Energy from Mobility Infrastructure 

09.02.2027 
Keller Easterling (Yale University) 
The Mix is All: Switching protocols in transportation networks

Die Vorlesungsreihe ist Teil des von der Leibniz Gemeinschaft geförderten Forschungsprojekts „Auto(im)mobile Infrastrukturen in der Bundes republik und Westeuropa in der Great Acceleration“, das am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und dem IRS in Kooperation mit dem Center for Metropolitan Studies der TU Berlin und dem WZB durchgeführt wird. Gefördert wird es von der Leibniz Gemeinschaft, Förderlinie „Kooperative Exzellenz“ (2026).
Vor dem Hintergrund aktueller Debatten über den Klimawandel und die „Mobilitätswende“ 
bewertet dieses Projekt die Geschichte der Automobilinfrastruktur in Westdeutschland und Westeuropa seit Mitte des 20. Jahrhunderts neu. Mit dem Fokus auf Parkplätzen, Tankstel
len, Umgehungsstraßen und Brücken untersucht es sowohl die Bedingungen, die den Auf
stieg energieintensiver Automobilgesellschaften ermöglicht haben, als auch deren soziale, ökonomische und ökologische Folgen. Im Zentrum steht die Frage, wie materielle Infrastruktur lokale Lebenswelten und Verhaltensmuster geprägt hat, die das Leben auf der Erde tiefgreifend beeinflusst haben.

Veranstaltungsort

Technische Universität Berlin
HBS 005 
Hardenbergstr. 16-18 
10683 Berlin

Kontakt und Anmeldung

Ohne Anmeldung, der Eintritt ist frei. 

Kontakt für das ZZF: 
Prof. Dr. Rüdiger Graf
Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen MArkt 1
14467 Potsdam
E-Mail: graf [at] zzf-potsdam [dot] de