Migration und Mobilität sind zentrale Themen gesellschaftlicher Selbstverständigung. Wir nehmen sie historisch in den Blick und fragen, wie die Mobilität von Menschen – seien es Arbeitsmigration, Flucht oder studentische Mobilität – die Gesellschaften in Deutschland und Europa seit 1945 verändert hat. Im Zentrum stehen Fragen der Zugehörigkeit und Ungleichbehandlung sowie die Unterscheidung zwischen ‚erwünschten' und ‚unerwünschten' Mobilitäten. Zugleich fragen wir nach den Gestaltungsspielräumen migrantischer und migrantisierter Akteure: Was lässt sich aus der Erforschung ihrer sozialen Organisationsformen, politischen Strategien und Mobilitätspraktiken gewinnen? Und inwiefern können wir die Geschichte der europäischen Gesellschaften seit 1945 neu denken – als historisch gewachsene und transnational vernetzte Migrationsgesellschaften? Diesen Fragen gehen wir mit verschiedenen methodischen Zugängen nach wie praxeologischen, sozial-, begriffs-, wissens- und infrastrukturgeschichtlichen Ansätzen.
Migration und Mobilität
Bildinfo
Frankfurter Flughafen, Terminal 1, Transit B in den 1970er-Jahren, Urheber: Milan Skaryd, Bildnachweis: Fraport Archiv, Copyright: Fraport AG