Das Gesundheitswesen der DDR wird bis heute als ein positives Beispiel des ostdeutschen Sozialstaates und dessen Umbau nach der Wiedervereinigung als Verlust erinnert. Lässt sich aber "Der Aufbau Ost" im Gesundheitswesen als "Nachbau West" beschreiben oder muss eher von einer "Ko-Transformation" ausgegangen werden? In einer längeren zeitlichen Perspektive, die mit den gesellschaftspolitischen Trends in den 1980er Jahren einsetzt und über die Wiedervereinigung von 1990 bis in die frühen 2000er Jahre hinausgeht, nahm die Tagung Übergänge in Medizin und Gesundheitspolitik in Ost- und Westdeutschland in den Blick.
Die Konferenz "Medizin im Übergang. Gesundheitspolitik im geteilten und vereinigten Deutschland von den 1980er bis in die 2000er Jahre" fand vom 11. bis 12. Juni 2026 am ZZF in Potsdam statt.
Organisator*innen waren: Jutta Braun (ZZF Potsdam), Wiebke Lisner (Institut für Ethik, Geschichte und Philosophie der Medizin, MHH), Pierre Pfütsch (Institut für Geschichte der Medizin, Bosch Health Campus), Winfried Süß (ZZF Potsdam), Jonathan Voges (ZZF Potsdam/Hannover)
Ein Tagungsbericht von Vincent Kleinbub (ZZF) ist am 21. August 2026 erschienen auf dem Online-Portal H-Soz-Kult, URL: https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/fdkn-163791
