Abschluss des deutsch-dänischen Bildungsprojekts zur Kriegsgräberstätte Oksbøl (Dänemark)

Kriegsgräberstätte Oksbøl (Dänemark). Foto: Irmgard Zündorf
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Kriegsgräberstätte Oksbøl (Dänemark), Foto: Irmgard Zündorf.

Das deutsch-dänische Kooperationsprojekt zur Kriegsgräberstätte Oksbøl in Dänemark wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen des Projektes hatten rund 30 Geschichtsstudent*innen aus Deutschland und Dänemark didaktische Konzepte und Lernmaterialien für die Kriegsgräberstätte erarbeitet.

Als Ergebnis entstand eine Sammlung von Lernmaterialien, eine Broschüre mit sieben Lernmodulen, darunter zwei Audioguide-Touren. Sie bezieht sich auf die deutsche Kriegsgräberstätte Oksbøl in Dänemark und ergänzt die dort präsentierte Ausstellung »DER LANGE WEG ZUM FRIEDEN. Deutsche Flüchtlinge in Dänemark«. 
Die Lernmaterialien sind auf der Website des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge veröffentlicht. Die deutschen Materialien finden Sie hier.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges waren mehr als 250.000 deutsche Menschen, vor allem aus Ost- und Westpreußen sowie Pommern in das von Deutschland besetzte Dänemark geflohen. Nach Kriegsende waren die Alliierten vorerst nicht bereit, die Flüchtlinge in ihren Besatzungszonen aufzunehmen. In Dänemark wurden daher Internierungslager eingerichtet – eines davon in Oksbøl. Das Lager wurde Ende der 1940er Jahre aufgelöst. Geblieben ist vor allem ein Friedhof für die vor Ort 1.675 Flüchtlinge, die im Lager gestorben sind. Auf dem Gelände des früheren Lagers befindet sich heute das FLUGT Museum und informiert über die Geschichte der deutschen Flüchtlinge aber auch über Fluchten weltweit. 

Das Projekt war eine Kooperation zwischen dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF), der Europa-Universität Flensburg, dem University College Syd in Esbjerg und Haderslev und dem University College Lillebælt in Jelling und Odense. Gefördert wurde das Projekt aus dem Bürgerprojektfonds »Interreg« und dem Leibniz-Forschungsverbund »Wert der Vergangenheit«.