Merkur-Preis 2025 für Niklas Weber

Portraitfoto von Niklas Weber, wissenschaftlicher Volontär am ZZF Potsdam seit Oktoeber 2025
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Foto: privat


Niklas Weber, seit Oktober 2025 wissenschaftlicher Volontär am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF), ist gestern mit dem 3.000 Euro dotierten Merkur-Preis 2025 der Ernst H. Klett Stiftung Merkur ausgezeichnet worden. Weber erhielt den Preis für seine Dissertationsschrift „Die Gesellschaft der Eisenbahn“, mit der er 2024 an der Humboldt-Universität zu Berlin mit der Bestnote summa cum laude promoviert wurde. Niklas Weber erzählt in seiner Arbeit die Geschichte der Eisenbahnreise im 19. Jahrhundert noch einmal anders und neu. Nämlich mit dem Fokus auf Klasse, Geschlecht und „Rasse“. "Analytisch präzise und eminent lesbar" erzählt er von „Damen- und Frauencoupés“, von kolonialer Segregation und von Antisemitismus im Zug, heißt es zur Jury-Entscheidung auf der Seite der Zeitschrift Merkur. Und weiter: Er führe dabei vor, wie die kluge kulturwissenschaftliche Erweiterung der Geschichtswissenschaft aussehen kann. "Einen schöneren Abschluss der Promotionszeit kann ich mir nicht denken", freute sich der Preisträger am gestrigen Abend. Die Buch-Fassung seiner Dissertation ist im Februar 2026 im Campus-Verlag erschienen. 

Der Merkur-Preis wird seit 2019 einmal im Jahr für eine Dissertation aus den Geistes-, Kultur, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften vergeben, deren fachliches, methodisches und literarisches Niveau überdurchschnittlich ist und die ihren Gegenstand aus einer in produktiver Weise unkonventionellen Perspektive in den Blick nimmt. Für den Preis nominiert werden Arbeiten, die in den vorangegangenen drei Jahren eingereicht, in deutscher Sprache verfasst und nicht bereits mit einem anderen Preis ausgezeichnet wurden. Über die Vergabe des Preises entscheiden die Mitglieder von Kuratorium und Vorstand der Stiftung im Einvernehmen mit den Herausgebern der Zeitschrift Merkur.