Doch kein Dilettantenverein

ZZF-Historiker Jens Gieseke und Jakob Mühle haben am 21. Mai 2026 gemeinsam mit Rüdiger Bergien in Pullach ihren Sammelband "Der BND nach Gehlen" vorgestellt. Udo Watter berichtet in der "Süddeutschen Zeitung" von der Veranstaltung und den geteilten Erkenntnissen über dieses bisher wenig erforschte Kapitel in der Geschichte des Geheimdienstes:

"Speziell standen bei der Buchpräsentation, die vom Publizisten und Nachrichtendienst-Experten Erich Schmidt-Eenboom moderiert wurde, zwei Themen im Fokus: Jakob Mühle referierte über das 'Feindwissen in Entspannungszeiten' , also die DDR-Berichte des BND im Kontext der neuen BRD-Ostpolitik in den Siebzigern; und Bergien gab Einblicke in das Verhält- nis zwischen 'Pullach und Bonn' , also, wie sehr 'nachrichtendienstliches Wissen in das Informationsmanagement an der Regierungsspitze eingegangen' ist und wie eng jeweils die professionelle Beziehung von BND-Präsident zu Kanzler und Kanzleramt war – schwerpunktmäßig in den Siebzigern und frühen Achtzigern.

Jens Gieseke leitet zusammen mit Prof. Dr. Juliane Fürst die Abteilung I "Kommunismus und Gesellschaft" am ZZF Potsdam. Jakob Mühle ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in derselben Abteilung.