Ausstellungsprojekt
Für eine gelingende Demokratie ist die gesellschaftliche Beschäftigung mit Migrationsgeschichte(n) zentral. Besonders wichtig sind die Stimmen und Eindrücke der Menschen, die selbst Migration erfahren haben. Die Ausstellung über den aus Jugoslawien stammenden stern-Fotojournalisten Mihály „Miša“ Moldvay (1938-2024) zeigt seinen Blick auf die Arbeitsmigrationsprozesse in die Bundesrepublik. 1962 selbst als „Gastarbeiter“ in die Bundesrepublik gekommen, prägten seine Migrationserfahrungen auch sein fotografisches Schaffen. Die Ausstellung zeigt Fotos dieser Reportagen aus den 1970er und 1980er Jahren. Sie machten Themen sichtbar, über die nicht viel berichtet wurde: Frauen als Arbeitsmigrantinnen, die künstlerische Verarbeitung von Migration, die Situation der Kinder. Kurze Infotexte sowie O-Töne ordnen die Fotos historisch und situativ ein und berichten von den Geschichten hinter den Bildern. Moldvays eigene Lebensgeschichte wird als Graphic Novel in einem Kurzfilm von der Cartoonistin Bettina Bexte erzählt.
Begleitend zur Ausstellung werden Bildungsangebote entwickelt. Die Umsetzung ist für 2026/2027 geplant.