Vortrag von Martin Sabrow: Die Hohenzollern in der Öffentlichkeit nach 1918

Bildinfo

Art der Veranstaltung
Vortrag und Filmvorführung
Datum
Ort
Filmmuseum Potsdam

15. September 2020 | 18:00 Uhr  
(Der im gedruckten Flyer genannte Beginn der Reihe wurde um eine Woche verschoben)
 

Die Hohenzollern in der Öffentlichkeit nach 1918
Vortrag von Martin Sabrow (ZZF)

Der Vortrag befasst sich mit der Zeitgeschichte des deutschen Kaiser- und preußischen Königsshauses nach der Abdankung. Er verfolgt die politischen und geschichtspolitischen Auseinandersetzungen um die Hohenzollern seit 1918 und erörtert mit besonderem Bezug zu Potsdam ihre öffentliche Rolle von der Weimarer Republik bis zur heutigen Bundesrepublik.
Im Anschluss Filmvorführung: „Majestät brauchen Sonne“, R: Peter Schamoni, D/NL 1999, Dok., 105 Min.

Ort: Filmmuseum Potsdam | Breite Str. 1A | 14467 Potsdam
Organisation: Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam / Filmmuseum Potsdam

Eine Veranstaltung im Rahmen der »Potsdamer Gespräche 2020«

Der Umgang mit dem historischen Erbe hatte immer schon politische Brisanz. In unseren Tagen nimmt die Öffentlichkeit lebhaften Anteil an der Auseinandersetzung um das Hohenzollernerbe. Im postsowjetischen Russland entwickelten sich ganz eigene Formen der Vergangenheitsbewältigung. Aber auch schon die DDR sah sich mit den Hinterlassenschaften ihrer Vorgängerstaaten konfrontiert und ging vielfach mit bilderstürmerischem Furor gegen missliebige Gruppierungen und auch gegen Zeugnisse der Vergangenheit vor. Das neu entstandene Land Brandenburg wiederum beschäftigte sich nach 1990 mit seiner Geschichte, um Wege in die Zukunft zu entwickeln. Schließlich sehen sich die Museen immer stärker der Frage nach der Herkunft ihrer Sammlungsbestände ausgesetzt und in Provenienzkonflikte verwickelt, die über Jahrzehnte ausgefochten werden.
In der Veranstaltungsreihe möchten wir mit Expertinnen und Experten, aber auch mit Ihnen über besonders markante Streitfälle sprechen und die Möglichkeiten diskutieren, wie wir mit dem historischen Erbe in Zukunft umgehen sollten. Dafür haben sich jeweils unterschiedliche Partnereinrichtungen zusammengefunden, die an verschiedenen Orten in Potsdam an sechs Abenden zum Gespräch einladen.


Weitere Termine der Reihe:


17. September 2020 | 18:00 Uhr
Kirchenabrisse in der DDR – Motive, Umstände, Folgen
Vortrag von Arnold Bartetzky (Leibniz- Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa, Leipzig)

Ort: Nagelkreuzkapelle | Breite Str. 7 | 14467 Potsdam
Organisation: Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam / Pfarramt der Nagelkreuzkapelle an der ehemaligen Garnisonkirche

8. Oktober 2020 | 18:00 Uhr
30 Jahre Brandenburg: Ein Land entsteht
Podiumsdiskussion mit Uta Leichsenring (ehemalige Polizeipräsidentin Eberswalde),
Hans-Jürgen Wende (Präsident des Landgerichts Potsdam a. D.) und
Thomas Wernicke (ehemaliger Stadtverordneter der Stadt Potsdam)
Moderation: Florentine Schmidtmann (HBPG)

Ort: Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte | Am Neuen Markt 9 | 14467 Potsdam
Organisation: Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH / Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte

5. November 2020 | 18:00 Uhr
Von der Ausnutzung zur Verdrängung: Die Enteignung mittelständischer Betriebe in der DDR 1972
Vortrag von Frank Ebbinghaus 
Im Anschluss Zeitzeugengespräch mit Hannelore und Stefan Scharbeck, 1972 in Rathenow enteignete Optiker
Moderation: Rainer Potratz (LAkD)

Ort: Potsdam Museum | Am Alten Markt 9 | 14467 Potsdam
Organisation: Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur / Moses Mendelssohn Zentrum

26. November 2020 | 18:00 Uhr
Mit Alexander von Humboldt durch das heutige Russland
Werkstattgespräch mit dem Fotografen Frank Gaudlitz (Potsdam) und dem Philosophen Alexander Sologubow (Kaliningrad)
Moderation: Klaus Harer (Deutsches Kulturforum östliches Europa)

Ort: Potsdam Museum | Am Alten Markt 9 | 14467 Potsdam
Organisation: Deutsches Kulturforum östliches Europa / Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte

10. Dezember 2020 | 18:00 Uhr
Provenienzforschung – und dann? Zur Herkunft der Kunstwerke in musealen Sammlungen
Vortrag von Linda Hacka (Museum Barberini)
Moderation: Franziska Bomski (Einstein Forum)

Ort: Einstein Forum | Am Neuen Markt 7 | 14467 Potsdam
Organisation: Einstein Forum / Museum Barberini


Eine Veranstaltungsreihe des Forums Neuer Markt:

  • Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
  • Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD)
  • Brandenburgische Gesellschaft für Kultur und Geschichte gGmbH (BKG) | Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG)
  • Deutsches Kulturforum östliches Europa 
  • Einstein Forum
  • Filmmuseum Potsdam
  • Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien (MMZ)
  • Museum Barberini
  • Pfarramt der Nagelkreuzkapelle an der ehemaligen Garnisonkirche
  • Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte
Veranstaltungsort

Filmmuseum Potsdam

Kontakt und Anmeldung

Dr. Irmgard Zündorf (ZZF)
Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

zuendorf [at] zzf-potsdam [dot] de

Tickets online reservieren könne Sie hier.