Christoph Classen (Hg.)

Transnational Broadcasting in Europe 1945-1990

Jg. 2 (2016), Heft 1

Bildinfo

Funkmedien wie Radio und Fernsehen können nationale Grenzen scheinbar ungehindert überschreiten. Diese technische Eigenschaft hat im 20. Jahrhundert große Faszination ausgeübt, die man auf alten Radioskalen an den Namen exotischer Sender ablesen kann. Dem technischen Versprechen stand jedoch in Europa traditionell eine politische Haltung gegenüber, die Rundfunk als nationale staatliche Angelegenheit begriff und ihn für die Integration nach innen in den Dienst zu nehmen versuchte. Grenzüberschreitende Sender wurden nicht selten technisch oder auf politischer Ebene bekämpft – zumal während des Kalten Krieges. Das Themenheft widmet sich mittels Fallstudien unter anderem zu Radio Luxemburg, den sogenannten "Piratensendern" und dem DDR-Rundfunk dem Spannungsverhältnis zwischen der inhärenten Transnationalität des Rundfunks einerseits und den nationalen bzw. blockbezogenen Ordnungs- und Einhegungsbemühungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Jahr
2016
Ort
Bern
Verlag
Peter Lang
ISBN
0722-7833