Erneuerung der alten Rechten. Nationalistische und rassistische Diskurse in Deutschland und Frankreich, 1951-1971
Am Mittwoch, den 9. September 2026 um 19:00 Uhr findet im Potsdamer Buchladen ›Sputnik‹ in der Charlottenstraße 28 eine Präsentation samt Gespräch mit der Autorin Marie Müller-Zetzsche zu ihrer am ZZF mitverfassten Studie »Erneuerung der alten Rechten. Nationalistische und rassistische Diskurse in Deutschland und Frankreich, 1951-1971« statt:
Die »Neue Rechte« ist nicht neu, sondern hat eine jahrzehntelange Geschichte. In ihrem Buch »Erneuerung der alten Rechten« zeichnet Marie Müller-Zetzsche nach, wie sich rechtsradikale Ideologien nach 1945 in Deutschland und Frankreich erneuerten, um die Last der NS-Verbrechen abzuschütteln und abermals politische Kraft zu entfalten. Anhand der einflussreichen Zeitschriften ›Nation Europa‹ und ›Défense de l’Occident‹ zeigt sie, wie faschistische und nationalsozialistische Denkmuster sprachlich modernisiert, transnational vernetzt und an veränderte politische Bedingungen angepasst wurden. Die Veranstaltung stellt die zentrale These des Buches zur Diskussion: Die Neue Rechte entstand nicht aus dem Nichts – sie knüpft an intellektuelle Kontinuitäten an, die bis in die Nachkriegszeit zurückreichen.
Die Studie entstand am Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam für europäisch-jüdische Studien (MMZ) im Projekt »Die radikale Rechte in Deutschland, 1945-2000« in Kooperation mit dem ZZF Potsdam. Das Buch ist ein Titel der Reihe Geschichte der Gegenwart und dort als Bd. 41 erschienen.
Die Buchvorstellung wird präsentiert vom Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien und dem Buchladen ›Sputnik‹.
