»Was haben wir die Welt doch getäuscht«, sagte Hitlers Stellvertreter Rudolf Heß nach den Olympischen Spielen 1936 in Nazi-Deutschland. Damit verwies er darauf, dass die Großveranstaltungen im Winter und Sommer wohl anderswo stattgefunden hätten, wenn die Nazis bei der Vergabe bereits an der Macht gewesen wären. 

ZZF-Historikerin Jutta Braun ordnet diese Äußerungen im Radio-Beitrag von Astrid Freyeisen ein. Demnach waren die Nazis durchaus besorgt, dass ihnen die Spiele entzogen werden könnten. Doch letztlich setzte das Internationale Olympische Komitee seine Werte von internationaler Verständigung, Fairness und Gleichheit nicht durch. 

Jutta Braun ist Leiterin der Abteilung IV »Regime des Sozialen« am ZZF Potsdam sowie u.a. Vorsitzende des Zentrums deutsche Sportgeschichte Berlin-Brandenburg e.V.