Ausstellung »Das Weite suchen. Fotografien der späten DDR und frühen 1990er Jahre«

Annäherung und Begegnung – Beerfelde um 1985, Foto: Joachim Richau
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Bildinfo

Annäherung und Begegnung – Beerfelde um 1985, Foto: Joachim Richau

Type of event
Ausstellung
Date
-
Location
Eisenhüttenstadt

Die am ZZF Potsdam kuratierte Ausstellung »Das Weite suchen« zieht nach Eisenhüttenstadt weiter. Nachdem sie zuletzt im Brandenburg Museum in Potsdam zusehen war, lädt sie nun im Osten Brandenburgs mit Fotografien von 1983 bis 1995 dazu ein, sich mit der Transformation Ostdeutschlands auseinanderzusetzen und neue Perspektiven zu entdecken.

In der späten DDR, in der die Zeit still zu stehen schien und sich gleichzeitig Aufbrüche abzeichneten, fanden Fotograf:innen Bilder für das Geschehen. In den fünf Kapiteln der von Anja Tack und Isabel Enzenbach kuratierten Ausstellung – Jungsein, Arbeit, Lebensräume, Körper und Gewalt – kommt eine Gesellschaft im Umbruch ins Bild, deren sich verändernde Bedingungen auch die Arbeit mit der Kamera prägten.

»Oft sind die Meinungen, wie das Leben in der DDR war und wie der Einigungsprozess verlaufen ist, verhärtet. Selbst bei Menschen, die die Zeit nicht bewusst erlebt haben. Mit den Fotografien wollen wir einen offenen Zugang schaffen. In kurzen Texten erzählen wir die Entstehungszusammenhänge der Bilder.« So beschreibt Kuratorin Isabel Enzenbach den Ansatz der Ausstellung.

Der Fokus der Aufnahmen liegt auf Brandenburger Lebensrealitäten und macht gleichzeitig Spannungen und Erschütterungen sichtbar, mit denen auch die heutige Gesellschaft umgehen muss. Denn aktuelle Fragen nach Freiheit, Identität und gesellschaftlichem Wandel stehen mit dem langen Jahrzehnt der ›Wende‹ in direktem Zusammenhang.

Kuratorin Anja Tack zur Übernahme der Ausstellung: »Ich bin sehr gespannt, wie die Ausstellung in Eisenhüttenstadt wahr- und auch angenommen wird. Es wäre wunderbar, wenn wir auch dort zu einem Austausch über die Zeit der 1980er und 1990er anregen könnten, den Besuchenden Raum für einen Erfahrungsaustausch bieten. Ich freue mich auf das Publikum in Eisenhüttenstadt.«

Mit Fotografien von: Tina Bara, Christiane Eisler, Christian Fenger, Anselm Graubner, Annette Hauschild, Jürgen Matschie, Ute Mahler, Peter Oehlmann, Merit Schambach (geb. Pietzker), Joachim Richau, Ludwig Rauch, Barbara Wolff.

Den Flyer (nicht barrierefrei) zur Ausstellung finden Sie hier.


Programm zur Ausstellung:

28. Juni: Eröffnung

12. Juli: Ausstellungsrundgang mit der Kuratorin Dr. Anja Tack

26. Juli: Bilder aus der späten DDR, Rundgang mit Dr. Angelika Weißbach (diese Veranstaltung findet im Schaudepot in Beeskow statt, Bitte um telefonische Anmeldung unter 03364-417355).

9. August: Kaffeeklatsch – Die Jahre um 1990 in Eisenhüttenstadt

6. September: Heimat als ambivalenter Ort, Vortrag der Schriftstellerin und Psychoanalytikerin Annette Simon

20. September: Die Umbruchjahre im Fokus von Gerd Markert, der 1966 in Eisenhüttenstadt geborene Pressefotograf zeigt und kommentiert Fotos aus Ostbrandenburg

4. Oktober: Finissage und Ausstellungsrundgang mit der Kuratorin Dr. Isabel Enzenbach


Die Ausstellung wurde vom Leibniz-​Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)in Kooperation mit dem Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte entwickelt. Die Ausstellung wurde gefördert durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Mittelbrandenburgischen Sparkasse. Die Übernahme der Ausstellung durch das Museum Utopie und Alltag wird durch Fördermittel des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg ermöglicht. 

Location address

Museum Utopie und Alltag
Erich-​Weinert-​Allee 3
15890 Eisenhüttenstadt