Ringvorlesung und offenes Forschungskolloquium
Mittwochs, 16-18 Uhr c.t.
Digitale Technologien spielen inzwischen als Gegenstand und Methode in der geschichtswissenschaftlichen Forschung eine überragende Rolle. Die Lehrveranstaltung nimmt dies zum Anlass einer Bestandsaufnahme – und fragt auch nach möglichen ›Updates‹ für die Digital History.
Die Lehrveranstaltung »Digital History – Aktuelle Entwicklungen und neue Ansätze« wird im Sommersemester 2026 gemeinsam von der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), der Technischen Universität Berlin (TU) und dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) organisiert; außerdem kooperieren wir mit dem Deutschen Historischen Institut Paris. Ziel ist, auf den jeweiligen Themenfeldern den neuesten Stand der Forschung abzubilden und nach Perspektiven digitalhistorischer Forschung zu fragen. Hybrid zwischen Kolloquium (HU) und Ringvorlesung (ZZF, TU) angelegt, schlägt sie eine Brücke von der Geschichte der Digitalisierung über Computational History hin zu Public History.
›Digitalität‹ verbindet diese unterschiedlichen Bereiche, wird aber je nach Zugang anders verstanden: Historische Ansätze untersuchen die Entwicklung von digitaler Computertechnik, Netzwerken und Datennutzung sowie deren gesellschaftliche Konsequenzen und historisieren dabei auch die Digital History selbst als Disziplin. Computational History und Public History hingegen nutzen Digitalität als Werkzeug – entweder um mit datengetriebenen Methoden den geschichtswissenschaftlichen Methodenkanon zu erweitern oder um historische Bildung kritisch reflektiert in digitalen Medien zu kommunizieren. Weitere Felder wie die Umweltgeschichte sind teils ohnehin stark datengetrieben und bringen zusätzliche Perspektiven und Anforderungen ein.
Digital History wird zudem in verschiedenen Weltregionen unterschiedlich definiert. Die wissenschaftlichen Communities unterschiedlicher Regionen setzen je eigene Schwerpunkte und verfolgen unterschiedliche Ansätze, weshalb die Veranstaltung auch explizit etwa nach Brasilien oder Südostasien blickt.
Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten aus den digitalen Geschichtswissenschaften. Die Vorträge werden per Zoom gestreamt; ausgewählte Termine finden in hybrider Form an einem der drei Standorte statt.
Jeden Montag erhalten Sie eine Veranstaltungseinladung zum aktuellen Vortrag des darauffolgenden Mittwochs. Melden Sie sich gerne für diese Mailingliste an. Darin enthalten sind die Zugangsdaten zum Online-Raum sowie der Link zum Abstract. Sofern Sie kurzfristig einen Link zum Vortrag benötigen, kontaktieren Sie uns gerne direkt digitalhistory [at] hu-berlin [dot] de (subject: Kolloquium%20teilnehmen) (via Email).
Ansprechpartner für das ZZF ist Michael Homberg (homberg [at] zzf-potsdam [dot] de).
