Frank Bösch / Gideon Botsch (Hrsg.)

Lebenswelten der radikalen Rechten in der Bonner Republik

Buchcover Lebenswelten der radikalen Rechten in der Bonner Republik

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Buchcover Lebenswelten der radikalen Rechten in der Bonner Republik

Wie bildeten sich nationalistische Milieus in der Bonner Republik und welche Veränderungen durchliefen sie?

Der Rechtsradikalismus formierte sich in der Bundesrepublik nicht nur über Parteien, sondern auch über nationalistische Milieus mit geteilten Lebenswelten und Netzwerken. Diese zeichnen sich durch ein kommunikatives Handeln aus, das rechtsradikale Vorstellungen und Praktiken festigte, etwa durch gesellige Ausflüge, Aktionen von Jugendverbänden oder Treffen in bestimmten Räumen. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes spüren der Lebenswelt nach, in der Rechtsradikale agierten und ihre Netzwerke ausbauten. Sichtbar wird, wie sich ihr Auftreten nach dem Nationalsozialismus veränderte und sie sich an den Gesellschaftswandel anpassten. Damit wird zugleich deutlich, wie sich Weltanschauung, Organisationen und Parteien der extremen Rechten veränderten, ebenso ihre sozialen Praktiken, Aktionsformen und Gewalthandlungen.

Das Buch erschien am 10. April 2026 im Wallstein-Verlag in der ZZF-Reihe »Geschichte der Gegenwart« sowie als Open-Access-Version. 

Co-Herausgeber Frank Bösch ist Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF). Zu den Autor*innen zählen mit Annelotte Janse und Dominik Rigoll wissenschaftliche Mitarbeiter*innen des ZZF. Im Band vertreten sind auch Darius Muschiol und Jakob Saß, die im Rahmen des Projekts »Die radikale Rechte in Deutschland, 1945–2000« am ZZF promovierten, sowie Laura Haßler (assoziierte Doktorandin am ZZF) und weitere Historiker*innen, etwa vom MMZ sowie Instituten und universitären Einrichtungen.

Jahr
2026
Band
Geschichte der Gegenwart, Bd. 40
Ort
Göttingen
Verlag
Wallstein-Verlag
Seiten
304
ISBN
978-3-8353-6043-3