"Wie ich das Ende der Welt gefeierte habe." - 1989 im Film Mitteleuropas

Bildinfo

Art der Veranstaltung
Tagung
Datum
-
Ort
Berlin

Die Kraft der Kreativität im zeitgenössischen Film Ostmitteleuropas zeugt von der Reife der neuen Generationen, die aus dem Zusammenbruch der kommunistischen Regime stammen. Während sich Historiker und Politologen noch die Frage nach dem Ende des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Übergangs in den Ländern des ehemaligen Ostblocks stellen, bieten die 25 Jahre, die uns jetzt vom Ende der Kalten Krieg trennen, genügend Abstand, um das Ausmaß der Verzweigungen zu betrachten, die die Ereignisse von 1989 hervorgerufen haben.
Die Tagung hat vor, die verschiedenen Blicke auf die Geschichte des kommunistischen Zusammenbruchs und die unterschiedliche Ästhetik zu be- und hinterfragen. Dabei wird Anknüpfungspunkten an andere Kunstbereiche und audiovisuelle Medien (insbesondere der modernen Kunst und dem Fernsehen) erheblicher Raum eingeräumt. Daneben werden die Zirkulation und Vergegenwärtigung der audio-visuellen Erinnerung des Vergangenen sowie das Phänomen der Ostalgie und die Generationenfrage beleuchtet.

Vier Podiumsdiskussionen werden sich jeweils einem Thema widmen: Erörtert werden die kinematografischen Umbrüche unmittelbar nach dem Zusammenbruch der politischen Systeme; die Besonderheiten der audio-visuellen Sprache im Umgang mit diesem historischen Ereignis; die Kontinuitäten und Brüche im Inneren der Institutionen, der Kulturpolitik und der gesellschaftlichen Akteure sowie die erst bei zeitlicher Distanzierung sichtbar werdenden individuellen und kollektiven Auswirkungen des Zusammenbruchs der kommunistischen Systeme. Jedes Podium wird etablierte Wissenschaftler und Doktoranden zusammenbringen. Etablierte Wissenschaftler (Jérôme Bazin, Xavier Bougarel, Emmanuel Droit und Thomas Lindenberger) werden die Beiträge diskutieren. Jeder Referent erhält 20 Minuten Redezeit. Am Ende jeder Podiumsdiskussion sind jeweils 30 Minuten für Diskussionen vorgesehen.
Die Präsentation des Filmes Die Mauer (Jürgen Böttcher, 1991) und der Beitrag von Prof. Dr. Dina Iordanova werden die Tagung öffnen. Abschließend wird Ania Szczepanska die Tagungsergebnisse zusammenfassen. Die Auswahl der Beiträge repräsentiert alle mittel- und osteuropäischen Staaten; sie bieten Raum für gemeinsame Fragestellungen und die jeweiligen Besonderheiten.

 

Programm der Tagung "1989 im Film Ostmitteleuropas" (pdf)

Veranstaltungsort

Centre Marc Bloch
Friedrichstraße 191
10117 Berlin, Berlin

Kontakt und Anmeldung

Veranstalter/Wissenschaftliche Verantwortliche:
Richard Oehmig, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Alina Popescu, Universität Paris Quest Nanterre / Centre Marc Bloch
Perrine Val, Universität Paris 1 Panthéon Sorbonne / Centre Marc Bloch
 

Konferenzsprachen:
Vorrangig Französich sowie Englisch und Deutsch

Conference Adresses and Directions (pdf)

Interessenten können gerne an der Tagung ohne vorherige Anmeldung  teilnehmen.

 

Kontakt:
Richard Oehmig
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
E-Mail: oehmig [at] zzf-pdm [dot] de