Dritte Veranstaltung im Rahmen des Deutsch-Französischen Kolloquiums »Frankreichs Peripherien«
Donnerstag, 02. Juli 2026, 18 Uhr
Nachdem sich das Deutsch-Französische Kolloquium im vergangenen Semester mit Fragen der Deindustrialisierung beschäftigt hat, knüpft das Kolloquium im Sommersemester 2026 daran an und richtet den Fokus verstärkt auf die Provinz. Unter dem Titel »Frankreichs Peripherien: Politik und Repräsentation des Ruralen | La France périphérique: politiques et représentations du monde rural« gehen drei Veranstaltungen der Frage nach, wie Vorstellungen von „Provinz“ heute verhandelt werden: Während sie häufig mit Strukturwandel, sozialem Abstieg oder politischen Spannungen verbunden werden, fungieren sie zugleich als Orte, auf die Vorstellungen von Gemeinschaft, Nachhaltigkeit oder alternativen Lebensformen projiziert werden. Kategorien wie ‚Provinz', ‚Peripherie' oder ‚Land' lassen sich dabei immer weniger rein geographisch fassen, sondern verweisen zunehmend auf soziale Ungleichheiten und kulturelle Zuschreibungen.
Die drei Veranstaltungen bringen Perspektiven aus Literaturwissenschaft, Soziologie und Geschichtswissenschaft miteinander ins Gespräch. In der dritten Veranstaltung stellt Émile Chabal (University of Edinburgh) sein Buch »Le paradoxe français« vor. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf seinen Überlegungen zu den Folgen von Deindustrialisierung und dem Abbau staatlicher Leistungen in ländlichen Regionen sowie deren
politischen Auswirkungen – unter anderem im Hinblick auf die Bewegung der gilets jaunes. Moderiert wird die Veranstaltung von Avner Ofrath (FU Berlin). Die Veranstaltungssprache ist Französisch. Die Veranstaltung findet in Präsenz bzw. hybrid statt und wird digital übertragen.
Das Deutsch-Französische Kolloquium (DfK) ist eine gemeinsame Veranstaltung des Centre Marc Bloch, des Frankreichzentrums der Freien Universität Berlin und des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam. Das DfK diskutiert aktuelle Themen, Projekte und Publikationen, die aus deutsch-französischer Perspektive von Interesse sind, insbesondere in den Geschichts-, Sozial- und Literaturwissenschaften. Es versteht sich als Ort der interdisziplinären Diskussion für alle Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die zu deutsch-französischen Themen arbeiten.
Konzept und Organisation:
Marie Jacquier, Frankreichzentrum, FU Berlin
E-Mail: frankreichzentrum [at] fu-berlin [dot] de (frankreichzentrum[at]fu-berlin[dot]de)
Marie Müller-Zetzsche, Moses Mendelssohn Zentrum für Europäisch-Jüdische Studien Potsdam
Email: marie [dot] mueller-zetzsche [at] uni-potsdam [dot] de (marie[dot]mueller-zetzsche[at]uni-potsdam[dot]de)
Jay Rowell, Centre Marc Bloch
E-Mail: jay [dot] rowell [at] cmb [dot] hu-berlin [dot] de (jay[dot]rowell[at]cmb[dot]hu-berlin[dot]de)
Julia Wambach, Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
E-Mail: julia [dot] wambach [at] zzf-potsdam [dot] de (julia[dot]wambach[at]zzf-potsdam[dot]de)
Centre Marc Bloch
Friedrichstraße 191
10117 Berlin
Digitale Teilnahme via Webex:
https://fu-berlin.webex.com/fu-berlin/j.php?MTID=m3e51e4a1bb7df63ea38b34bb0782f4c3
Für eine Teilnahme melden Sie sich bitte unter folgender Adresse an: frankreichzentrum [at] fu-berlin [dot] de (frankreichzentrum[at]fu-berlin[dot]de).