Wirtschaft in der DDR – das waren nicht nur die volkseigenen Kombinate, HO-Geschäfte und Genossenschaften, sondern auch eine Vielzahl kleiner privater Handwerksbetriebe, die in der Mangelwirtschaft Reparaturen, Dienstleistungen und Waren anboten. Als letzte Überreste privaten Wirtschaftens wurden sie nach dem Fall der Mauer unversehens zu Hoffnungsträgern der Transformation. Trotz enormer Risiken behaupteten sich erstaunlich viele von ihnen in der Marktwirtschaft. Eine Welle von Neugründungen und die Abwicklung der großen VEBs hatten zur Folge, dass in den frühen 1990er Jahren mehr Ostdeutsche im Handwerk arbeiteten als in der Industrie.
Das Buch erscheint am 11. März 2026
Die Autor*innen:
Professor Dr. Thomas Schaarschmidt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZZF in der Abteilung IV "Regime des Sozialen". Er leitete das Forschungsprojekt "Gesellschaftsgeschichte des ostdeutschen Handwerks im Systemumbruch zwischen 1980 und 2000", dessen Ergebnisse der vorliegende Band präsentiert.
Dr. Alexia Pooth ist assoziierte Wissenschaftlerin am ZZF Potsdam in Abteilung IV.