Dissertationsprojekt
im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms Digitalisierung der Arbeitswelten; Kooperation der Georg-August-Universität Göttingen, dem ISF München und dem ZZF Potsdam zu Politics of Inscription in der digitalen Transformation: Leistungssteuerung an der Schnittstelle von betrieblichen Strategien und Technikdesign
Das Projekt setzt sich mit den grundlegenden Veränderungen von industrieller Arbeit und Produktion seit den 1960er Jahren bis zum Ende des 20. Jahrhunderts auseinander. Konkret untersucht wird der Wandel von Arbeitsprozessen in Unternehmen der chemischen Industrie der Bundesrepublik durch technologische Entwicklungen wie Automatisierung und Digitalisierung sowie des Bedeutungsgewinns der ökologischen Frage. „Arbeit“ wird dabei als gesellschaftlicher Naturzugriff gefasst, dessen konkrete Ausformung ein Ergebnis sozialer Aushandlungsprozesse unter historisch-spezifischen technologischen und stofflichen Rahmenbedingungen darstellt. Methodisch orientiert sich das Projekt an einer umwelthistorisch erweiterten Variante historischer Betriebsanalyse. Als Quellengrundlage dienen zum einen Interviews und weiterte Forschungsdaten zeitgenössischer arbeits- und industriesoziologischer Studien. Zum anderen wird Archivmaterial der entsprechenden Unternehmen analysiert.