Von der Bühne auf die Straße. Theater und Friedliche Revolution in der DDR

Bildinfo

Art der Veranstaltung
Ausstellung
Datum
-
Ort
Berlin
Eine Ausstellung von exhibeo e.V. - Gesellschaft für politische, kulturelle und historische Bildung.
Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Heinrich-Böll-Stiftung.
In Kooperation mit dem Studiengang public history master der FU Berlin, dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und dem Deutschen Rundfunkarchiv.
Mit Unterstützung des Archivs der Akademie der Künste Berlin, der Robert-Havemann-Gesellschaft und dem
Berliner Landesbeauftragten für Stasiunterlagen.  



Ausstellungseröffnung: 2. Oktober 2014, 17.30 Uhr im Deutschen Theater, Einladung (pdf)
Zur Ausstellungseröffnung lesen Sie auch den Artikel im Tagesspiegel vom 4. Oktober 2014
Bühnenaufstand. Theater und Umsturz in der DDR


Ausstellungsdauer
3. Oktober - 9. November 2014
im Foyer des Deutschen Theaters

Deutsches Theater Berlin
Schumannstraße 13a
10117 Berlin
www.deutschestheater.de
Tel.: 030/28441-0

 

Öffnungszeiten
Eine Stunde vor Vorstellungsbeginn bei sämtlichen Veransatltungen und während der Vorstellungen.

Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.


Flyer zur Ausstellung "Von der Bühne auf die Straße. Theater und Friedliche Revolution in der DDR" (PDF)

Das Theater in der späten DDR ist ein Ort der Spannungen: Hier treffen die Ansprüche des Staates, künstlerische Eigenwilligkeit und politischer Widerspruch aufeinander. Hier entladen sich gesellschaftliche Konflikte und verdrängte Wahrheiten: Das Ergebnis sind spektakuläre und irritierende Inszenierungen, die das Publikum in ihren Bann ziehen. Ende der 1980er Jahre werden in den Bühnenwerken zunehmend politische Tabus gebrochen und gleichzeitig immer häufiger die „Regieanweisungen“ des Staates missachtet. Doch es bleibt nicht nur bei der Reflexion der Gegenwart. Die Theater in der DDR mobilisieren und ermutigen auch zahlreiche Menschen in den Tagen des politischen Umbruchs:„Wir treten aus unseren Rollen heraus“ – mit diesen Worten beginnt die Resolution, mit der sich Dresdner Schauspieler im Oktober 1989 an ihr Publikum wenden. Unzählige solcher Appelle werden in den folgenden Tagen von Theaterbühnen in der ganzen DDR verlesen. Schließlich stellen Theaterangehörige den „Antrag auf Demonstration“, der einen der wichtigsten Symbol- und Hoffnungstage der Friedlichen Revolution ermöglicht: die Großdemonstration am 4. November 1989 auf dem Berliner Alexanderplatz.

Die Ausstellung „Von der Bühne auf die Straße. Theater und Friedliche Revolution in der DDR“ zeigt die ideelle und politische Rolle des Theaterschaffens in der späten DDR anhand von dreizehn ausgewählten Inszenierungen. Szenenfotos, Rezensionen, private Erinnerungen und staatliche Dokumente lassen diese Zeit der politischen Willkür, aber auch der ästhetischen Innovation und der Lust an der Provokation wieder lebendig werden. In Interviews berichten Autoren, Regisseure, Dramaturgen und Schauspieler über ihre Erfahrungen in den letzten Jahren und Tagen einer untergehenden Diktatur.

Die vom 3. Oktober bis 9. November 2014  im Deutschen Theater zu sehende Ausstellung wurde gemeinsam mit Studierenden des Master-Studiengangs "Public History" an der Freien Unibversität Berlin erarbeitet. Diesen anwendungsorientierten, konsekutiven Masterstudiengang bieten die Freie Universität Berlin und das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam seit dem Wintersemester 2008/09 gemeinsam an.

Kontakt und Anmeldung

Kuratoren der Ausstellung

Dr. Jutta Braun
Assoziierte Wissenschaftliche Mitarbeiterin am
Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
Tel.: 0331 / 28991-71
Mobil: 0176 / 240 363 04
E-Mail: braun [at] zzf-pdm [dot] de
www.zzf-pdm.de


Dr. Michael Schäbitz
Veteranenstr. 14
10119 Berlin
Tel.: 030 / 44 35 17 10
Mobil: 0179 / 80 96 517
E-Mail: m [dot] schaebitz [at] exhibeo [dot] de 
www.exhibeo.de