Die Neue Linke West-Berlins

Politik und Theorie in den Zeitschriften PROKLA und Das Argument (1949-1989)

Assoziiertes Dissertationsprojekt

Die Neue Linke, die ab den 1950er Jahren entstand, lässt sich als eine politische Bewegung von Intellektuellen begreifen. Diese Trägergruppe sowie gemeinsame Politisierungsanlässe wie der Vietnamkrieg, vor allem aber der theoretische Bezug auf „den“ Marxismus lassen die Neue Linke als eine geschlossene politische Bewegung erscheinen.

Ein Blick auf die Neue Linke in West-Berlin stellt diesen Eindruck in Frage. Hier, im „Dritten Deutschland“, entwickelte sich bereits vor der Studentenbewegung der 1960er Jahre eine besonders vitale Linke. Ihr Nukleus lag an der Freien Universität Berlin, an der auch die Zeitschriften PROKLA und Das Argument entstanden, die im Mittelpunkt dieses Dissertationsprojektes stehen.

Das 1959 gegründete Argument und die 1971 gegründete PROKLA entwickelten sich zu einflussreichen Journale der Neuen Linken, die Auflagen von bis zu 20.000 Heften erreichten. In diesen Debattenplattformen, äußerten sich viele prominente linke Denker.

In den Zeitschriftenprojekten der Neuen Linken wurde die politische Auseinandersetzung über theoretische Positionierungen geführt. Ich frage in dieser Arbeit, wie sich die Attraktivität bestimmter politischer Ideen für linke Aktivisten und Intellektuelle erklären lässt und welche theoretischen Konjunkturen sich hierdurch identifizieren lassen. 

David Bebnowski

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