Biographisches Archiv der IPW-Presseausschnittsammlung (Bioarchiv)

Das Biographische Archiv aus der ehemaligen IPW-Presseausschnittsammlung ist ab Januar 2012 in der ZZF-Bibliothek benutzbar. Es enthält in mehr als 4.000 Ordnern Zeitungsausschnitte zu mindestens 30.000 Personen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft der beiden deutschen Staaten aus dem Zeitraum von 1946 bis 1992.

Das Institut für Internationale Politik und Wirtschaft (IPW) hatte eine Stellung als Leitinstitut der Imperialismusforschung der DDR. Es entstand im Juli 1971 auf Beschluss des ZK-Sekretariats der SED aus einer Zusammenlegung des Deutschen Instituts für Zeitgeschichte (DIZ), des Deutschen Wirtschaftsinstituts (DWI) und des wissenschaftlichen Bereichs des damals aufgelösten Staatssekretariats für westdeutsche Fragen des Ministerrates der DDR.

Mit ca. 12-15 Millionen Zeitungsausschnitten zur politischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Entwicklung überwiegend der Bundesrepublik Deutschland, aber auch der DDR und in geringerem Umfang zu anderen Ländern war das IPW-Presseausschnittarchiv die weitaus größte derartige Dokumentationseinrichtung in der DDR. Es bestand aus einem Sachgebiets-Archiv und einer alphabetisch geordneten biographischen Sammlung.

Im Mai 1994 hatte das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam bzw. dessen Vorgängereinrichtung das IPW-Presseausschnittarchiv von der Humboldt-Universität zu Berlin übernommen. Gemeinsam mit dem Militärgeschichtlichen Forschungsamt (MGFA) wurde die Sammlung in den letzten Jahren in der Bibliothek der Akademie für Information und Kommunikation in Strausberg aufbewahrt, doch nun musste dort die von dem Presseausschnittarchiv beanspruchte Bibliotheksfläche beräumt werden, weil sie für eigene Zwecke benötigt wurde.

Bereits im Winter 2010/2011 übernahm das Berlin-Brandenburger Bildungswerk e.V. das Sachgebiets-Archiv. Seine Benutzbarkeit wird am Standort des Zeitgeschichtlichen Archivs des BBB in Berlin-Marzahn hergestellt.

Mit dem jetzigen Umzug des Biographischen Archivs in die Bibliothek des ZZF ist es gelungen, die Kernbestände des IPW-Presseausschnittarchivs zu sichern und sie der Forschung und der zeitgeschichtlich interessierten Öffentlichkeit auch weiterhin zur Verfügung zu stellen.

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