Jahresvortrag des Centre Marc Bloch mit Burcu Dogramaci - Das Wissen der Städte: Metropolen, Exil und moderne Kunst

Jahresvortrag
Datum: 05.12.2023
Ort: Berlin und Online

Kooperationsveranstaltung des Centre Marc Bloch und des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
Vortragssprache: auf Deutsch mit französischer Simultanübersetzung.

Mit dem Jahresvortrag eröffnet das Centre Marc Bloch sein akademisches Jahr. Der bedeutende Vortrag in diesem Jahr widmet sich dem Themenportfolio des Forschungsschwerpunkts "Migration, Mobilität und räumliche Neuordnung" am CMB.

Referentin: Burcu Dogramaci (Ludwig-Maximilians-Universität München)
Moderation: Isabella Löhr (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam / Freie Universität Berlin, assoziierte Forscherin am Centre Marc Bloch)

Städte konstituieren sich durch Migrationsbewegungen – durch Binnenmigration wie auch durch grenzübergreifende Ortswechsel. Zugleich sind Metropolen seit jeher Anziehungsorte für Künstler:innen. Im Vortrag denkt die referentin diese beiden Dynamiken zusammen und wird mit Akzent auf das frühe 20. Jahrhundert den Zusammenhang zwischen künstlerischer Produktion, (erzwungener) Migration und urbanem Raum untersuchen. Dabei soll die Zusammenarbeit zwischen lokalen und emigrierten Kulturschaffenden aus Kunst, Fotografie und Architektur ebenso im Blick stehen wie von Exilierten gegründete Galerien, Verlage oder Zeitschriften.

Welche „Arrival Cities“ (Ankunftsorte) für emigrierte Künstler:innen lassen sich in modernen globalen Metropolen wie London oder Istanbul definieren, wie bauten sich die Emigrierten eine künstlerische Infrastruktur auf? Welche Werke reflektieren Prozesse der Ankunft oder der Akkulturation? Der Vortrag plädiert für eine Erweiterung kunstwissenschaftlicher Forschungen und Methoden: den Einsatz urbaner Feldforschung, Recherche von Wohn- und Studioadressen, die Einbeziehung von Online-Antiquariaten und -Zeitungsarchiven zur Rekonstruktion historischer Ausstellungsprogramme, den Ausbau globaler Forschungskooperationen zur Einbeziehung lokalen Wissens, digitale Visualisierungen für Erkenntnisgewinn und -vermittlung – wie etwa im Forschungsprojekt METROMOD, das die Vortragende in den letzten Jahren leitete und in das sie Einblick geben wird.
 


Burku Dogramaci ist Professorin am Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München mit Schwerpunkt auf der Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Seit 2021 ist sie Co-Direktorin des Käte Hamburger Kollegs „Dis:konnektivität in Globalisierungsprozessen (global dis:connect)“. Burku Dogramaci leitet das ERC-Projekt „Relocating Modernism: Global Metropolises, Modern Art and Exile“ (2017–2023), das sich mit sechs globalen Metropolen als Ankunftsstädte für geflüchtete Künstler in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschäftigt. Das Projekt führt Exil-, Moderne- und Stadtforschung produktiv zusammen.

Veranstaltungsort

Centre Marc Bloch
Germaine-Tillion-Saal
Friedrichstraße 191
10117 Berlin

und Online

Kontakt und Anmeldung

Bitte melden Sie sich für die Veranstaltung über Eventbrite hier an, wenn Sie vor Ort im CMB oder online via Zoom teilnehmen möchten.
Für die Online-Teilnahme erhalten Sie den Zoom-Link nach der Anmeldung.

Kontakt
Centre Marc Bloch
Sébastien Vannier
E-Mail: sebastien.vannier [at] cmb.hu-berlin.de

Kontakt
Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF
Prof. Dr. Isaabella Löhr
E-Mail: isabella.loehr [at] zzf-potsdam.de

Veranstaltungen

Jahresvortrag des Centre Marc Bloch mit Burcu Dogramaci - Das Wissen der Städte: Metropolen, Exil und moderne Kunst

Jahresvortrag
Datum: 05.12.2023
Ort: Berlin und Online

Kooperationsveranstaltung des Centre Marc Bloch und des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
Vortragssprache: auf Deutsch mit französischer Simultanübersetzung.

Mit dem Jahresvortrag eröffnet das Centre Marc Bloch sein akademisches Jahr. Der bedeutende Vortrag in diesem Jahr widmet sich dem Themenportfolio des Forschungsschwerpunkts "Migration, Mobilität und räumliche Neuordnung" am CMB.

Referentin: Burcu Dogramaci (Ludwig-Maximilians-Universität München)
Moderation: Isabella Löhr (Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam / Freie Universität Berlin, assoziierte Forscherin am Centre Marc Bloch)

Städte konstituieren sich durch Migrationsbewegungen – durch Binnenmigration wie auch durch grenzübergreifende Ortswechsel. Zugleich sind Metropolen seit jeher Anziehungsorte für Künstler:innen. Im Vortrag denkt die referentin diese beiden Dynamiken zusammen und wird mit Akzent auf das frühe 20. Jahrhundert den Zusammenhang zwischen künstlerischer Produktion, (erzwungener) Migration und urbanem Raum untersuchen. Dabei soll die Zusammenarbeit zwischen lokalen und emigrierten Kulturschaffenden aus Kunst, Fotografie und Architektur ebenso im Blick stehen wie von Exilierten gegründete Galerien, Verlage oder Zeitschriften.

Welche „Arrival Cities“ (Ankunftsorte) für emigrierte Künstler:innen lassen sich in modernen globalen Metropolen wie London oder Istanbul definieren, wie bauten sich die Emigrierten eine künstlerische Infrastruktur auf? Welche Werke reflektieren Prozesse der Ankunft oder der Akkulturation? Der Vortrag plädiert für eine Erweiterung kunstwissenschaftlicher Forschungen und Methoden: den Einsatz urbaner Feldforschung, Recherche von Wohn- und Studioadressen, die Einbeziehung von Online-Antiquariaten und -Zeitungsarchiven zur Rekonstruktion historischer Ausstellungsprogramme, den Ausbau globaler Forschungskooperationen zur Einbeziehung lokalen Wissens, digitale Visualisierungen für Erkenntnisgewinn und -vermittlung – wie etwa im Forschungsprojekt METROMOD, das die Vortragende in den letzten Jahren leitete und in das sie Einblick geben wird.
 


Burku Dogramaci ist Professorin am Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München mit Schwerpunkt auf der Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart. Seit 2021 ist sie Co-Direktorin des Käte Hamburger Kollegs „Dis:konnektivität in Globalisierungsprozessen (global dis:connect)“. Burku Dogramaci leitet das ERC-Projekt „Relocating Modernism: Global Metropolises, Modern Art and Exile“ (2017–2023), das sich mit sechs globalen Metropolen als Ankunftsstädte für geflüchtete Künstler in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschäftigt. Das Projekt führt Exil-, Moderne- und Stadtforschung produktiv zusammen.

Veranstaltungsort

Centre Marc Bloch
Germaine-Tillion-Saal
Friedrichstraße 191
10117 Berlin

und Online

Kontakt und Anmeldung

Bitte melden Sie sich für die Veranstaltung über Eventbrite hier an, wenn Sie vor Ort im CMB oder online via Zoom teilnehmen möchten.
Für die Online-Teilnahme erhalten Sie den Zoom-Link nach der Anmeldung.

Kontakt
Centre Marc Bloch
Sébastien Vannier
E-Mail: sebastien.vannier [at] cmb.hu-berlin.de

Kontakt
Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF
Prof. Dr. Isaabella Löhr
E-Mail: isabella.loehr [at] zzf-potsdam.de

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