UPDATE: Presseschau und Informationen zur Hohenzollern-Debatte

16.11.2021

Diese Presseschau wurde erstellt. um das juristische Vorgehen u.a. gegen ZZF-Historiker Winfried Süß zu dokumentieren. 


UPDATE: Diskussionsreihe Die Hohenzollerndebatte
In vier Podiumsgesprächen erörtern Expert*innen aus Wissenschaft, Museen und Politik aktuelle Fragen zum Streit um das Hohenzollern-Erbe.
Schauen Sie sich hier die aufgezeichneten Veranstaltungen an:

UPDATE: sehepunkte FORUM 21 (2021), Nr. 11: Die Hohenzollern und der Nationalsozialismus
das FORUM dieser Ausgabe ist dem Erbe der Hohenzollern gewidmet. Vor wenigen Wochen sind zwei Werke erschienen, die sich mit dem Verhältnis zwischen dem früheren Herrscherhaus - insbesondere dem Ex-Kronprinzen Wilhelm - und den Nationalsozialisten auseinandersetzen. Die Bände von Lothar Machtan und Stephan Malinowski wurden jeweils auf umfassender Quellenbasis, aber mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung erarbeitet.

    UPDATE: Unter dem Titel »Die Klagen der Hohenzollern – eine Dokumentation« haben die Vorsitzende des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD), Prof. Eva Schlotheuber, und Prof. Dr. Sophie Schönberger (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) ein neues Wiki zusammengestellt. Seit dem 15. Juni 2021  informiert es über die äußerungsrechtlichen Streitigkeiten, in denen Georg Friedrich Prinz von Preußen Medienhäuser, Journalist:innen, Politiker:innen und Wissenschaftler:innen juristisch angegriffen hat. Weitere Informationen können Sie der Pressemitteilung des VHD vom 8. Juni 2021 entnehmen.


    Hier finden Sie eine Auswahl an Presse-Beiträgen zum Thema:

    Kommentare:

    Lesen Sie die Pressemitteilung des Landgerichts vom 18.2.2021.


    ZZF-Direktor Martin Sabrow kommentierte das Urteil gegen den Historiker Winfried Süß (ZZF) wie folgt (siehe Meldung der TP Presseagentur):

    »Das heutige Urteil des Berliner Landgerichts in der Auseinandersetzung über die Entschädigungsforderungen der Hohenzollern macht mich besorgt. Es qualifiziert eine Aussage des ZZF-Historikers Winfried Süß als unzulässige Tatsachenbehauptung, die in meinen Augen eine legitime Meinungsäußerung darstellt. (…) Damit schränkt das Urteil den öffentlichen Diskussionsrahmen in der Auseinandersetzung um das Hohenzollernerbe in untragbarer Weise ein. Ich sehe hier einen eklatanten Eingriff in die Wissenschaftsfreiheit, den die Zeitgeschichte als fachliche Disziplin nicht hinnehmen kann. Wir ziehen mit der Zuversicht in die nächste Instanz, dass diese Entscheidung revidiert wird, um die juristische Auslegung der Äußerungsrechts im Einklang mit dem Selbstverständnis unserer liberalen Diskussionskultur zu halten. (…)«

    Stellungnahme des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD), 23.2.2021 (hier online)

    »Das Berliner Landgericht hat am 18. Februar 2021 dem Potsdamer Historiker Winfried Süß untersagt zu behaupten, Georg Friedrich von Preußen hätte ein Mitspracherecht bei der historischen Darstellung der Familie in öffentlichen Einrichtungen gefordert. Dieses Urteil könnte folgenreich für die Wissenschaftsfreiheit sein, wenn Äußerungen von Historikerinnen und Historikern zum Entschädigungsstreit der Hohenzollern über offensichtliche Sachverhalte nicht mehr öffentlich diskutiert werden können, ohne juristische Schritte nach sich zu ziehen. Der VHD verurteilt mit Nachdruck das juristische Vorgehen gegen Historiker*innen, Journalist*innen und Medien, das eine notwendige Debatte zu ersticken droht.«

    Prof. Dr. Eva Schlotheuber
    Vorsitzende


    Mehr zum Thema:

    "Das Vorgehen greift die Freiheit der Wissenschaft an" – lesen Sie den Offenen Brief von ZZF-Direktor Martin Sabrow vom 20. Dezember 2019: http://bit.ly/2ZwXGpi.

    Hören Sie auf Deutschlandfunk Nova einen Vortrag von Martin Sabrow über die Familie Hohenzollern nach 1918: http://bit.ly/2H9wyay


    Ältere Beiträge zu den Auseinandersetzungen (Auswahl):

    News

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    UPDATE: sehepunkte FORUM 21 (2021), Nr. 11: Die Hohenzollern und der Nationalsozialismus
    das FORUM dieser Ausgabe ist dem Erbe der Hohenzollern gewidmet. Vor wenigen Wochen sind zwei Werke erschienen, die sich mit dem Verhältnis zwischen dem früheren Herrscherhaus - insbesondere dem Ex-Kronprinzen Wilhelm - und den Nationalsozialisten auseinandersetzen. Die Bände von Lothar Machtan und Stephan Malinowski wurden jeweils auf umfassender Quellenbasis, aber mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung erarbeitet.

      UPDATE: Unter dem Titel »Die Klagen der Hohenzollern – eine Dokumentation« haben die Vorsitzende des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD), Prof. Eva Schlotheuber, und Prof. Dr. Sophie Schönberger (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) ein neues Wiki zusammengestellt. Seit dem 15. Juni 2021  informiert es über die äußerungsrechtlichen Streitigkeiten, in denen Georg Friedrich Prinz von Preußen Medienhäuser, Journalist:innen, Politiker:innen und Wissenschaftler:innen juristisch angegriffen hat. Weitere Informationen können Sie der Pressemitteilung des VHD vom 8. Juni 2021 entnehmen.


      Hier finden Sie eine Auswahl an Presse-Beiträgen zum Thema:

      Kommentare:

      Lesen Sie die Pressemitteilung des Landgerichts vom 18.2.2021.


      ZZF-Direktor Martin Sabrow kommentierte das Urteil gegen den Historiker Winfried Süß (ZZF) wie folgt (siehe Meldung der TP Presseagentur):

      »Das heutige Urteil des Berliner Landgerichts in der Auseinandersetzung über die Entschädigungsforderungen der Hohenzollern macht mich besorgt. Es qualifiziert eine Aussage des ZZF-Historikers Winfried Süß als unzulässige Tatsachenbehauptung, die in meinen Augen eine legitime Meinungsäußerung darstellt. (…) Damit schränkt das Urteil den öffentlichen Diskussionsrahmen in der Auseinandersetzung um das Hohenzollernerbe in untragbarer Weise ein. Ich sehe hier einen eklatanten Eingriff in die Wissenschaftsfreiheit, den die Zeitgeschichte als fachliche Disziplin nicht hinnehmen kann. Wir ziehen mit der Zuversicht in die nächste Instanz, dass diese Entscheidung revidiert wird, um die juristische Auslegung der Äußerungsrechts im Einklang mit dem Selbstverständnis unserer liberalen Diskussionskultur zu halten. (…)«

      Stellungnahme des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD), 23.2.2021 (hier online)

      »Das Berliner Landgericht hat am 18. Februar 2021 dem Potsdamer Historiker Winfried Süß untersagt zu behaupten, Georg Friedrich von Preußen hätte ein Mitspracherecht bei der historischen Darstellung der Familie in öffentlichen Einrichtungen gefordert. Dieses Urteil könnte folgenreich für die Wissenschaftsfreiheit sein, wenn Äußerungen von Historikerinnen und Historikern zum Entschädigungsstreit der Hohenzollern über offensichtliche Sachverhalte nicht mehr öffentlich diskutiert werden können, ohne juristische Schritte nach sich zu ziehen. Der VHD verurteilt mit Nachdruck das juristische Vorgehen gegen Historiker*innen, Journalist*innen und Medien, das eine notwendige Debatte zu ersticken droht.«

      Prof. Dr. Eva Schlotheuber
      Vorsitzende


      Mehr zum Thema:

      "Das Vorgehen greift die Freiheit der Wissenschaft an" – lesen Sie den Offenen Brief von ZZF-Direktor Martin Sabrow vom 20. Dezember 2019: http://bit.ly/2ZwXGpi.

      Hören Sie auf Deutschlandfunk Nova einen Vortrag von Martin Sabrow über die Familie Hohenzollern nach 1918: http://bit.ly/2H9wyay


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