Die Ordnung des Politischen. Deutsche Innenminister 1879-1979

Beginn des Projektes: April 2018

Habilitationsprojekt

Innenministerien sind politische Organisationen par excellence. Wer an ihrer Spitze steht, bestimmt maßgeblich darüber mit, wie ein Gemeinwesen das Politische ausbuchstabiert. Wer ist als Garant der politischen Ordnung anzusehen und wer als Gefährder? Wer ist „innerer Feind“, wer „innerer Freund“? Was soll als Problem der „inneren Sicherheit“ betrachtet, also von den Sicherheitsbehörden gelöst werden? Was soll als Problem des „inneren Friedens“ oder „gesellschaftlichen Zusammenhalts“ gelten, also eher sozial- oder bildungspolitisch angegangen werden? Kurz: Welche Gruppen und Einzelpersonen sind aus dem Gemeinwesen zu exkludieren, welche zu inkludieren? Und wie soll die politische Inklusion oder Exklusion vonstatten gehen? Ordnungspolitische Fragen wie diese stellen sich in allen Ländern und Regimen.
Die Studie untersucht die Ordnung des Politischen in Deutschland von der Gründung des Reichsamts des Innern (RdI) bis zu dem Jahr, in dem das Bundesinnenministerium (BMI) und das Ministerium des Innern der DDR (MdI) das hundertjährige Bestehen des Innenressorts begingen. Sie nimmt hierfür die Perspektive von Ministern ein, die dem Ressort ihren politischen Stempel aufdrückten. Sie ordneten das Politische unter liberalen, konservativen, nationalistischen, sozialistischen oder demokratischen Vorzeichen, zwar nicht nur als Ressortchefs, sondern in der Regel auch vor und nach ihrer Zeit im Ministerium. Ein Hauptziel der Studie ist es, zur Verortung der Bundesrepublik und der DDR in der Politikgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts beizutragen – auch jenseits der zentralen Frage nach dem Verhältnis beider Staaten zu Nazismus und deutschem Militarismus.

 

Dr. Dominik Rigoll

Leibniz Centre for Contemporary History
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

Phone: 0331/74510-121
Fax: 0331/74510-143

Email: rigoll [at] zzf-potsdam.de 

Forschung

Die Ordnung des Politischen. Deutsche Innenminister 1879-1979

Beginn des Projektes: April 2018

Habilitationsprojekt

Innenministerien sind politische Organisationen par excellence. Wer an ihrer Spitze steht, bestimmt maßgeblich darüber mit, wie ein Gemeinwesen das Politische ausbuchstabiert. Wer ist als Garant der politischen Ordnung anzusehen und wer als Gefährder? Wer ist „innerer Feind“, wer „innerer Freund“? Was soll als Problem der „inneren Sicherheit“ betrachtet, also von den Sicherheitsbehörden gelöst werden? Was soll als Problem des „inneren Friedens“ oder „gesellschaftlichen Zusammenhalts“ gelten, also eher sozial- oder bildungspolitisch angegangen werden? Kurz: Welche Gruppen und Einzelpersonen sind aus dem Gemeinwesen zu exkludieren, welche zu inkludieren? Und wie soll die politische Inklusion oder Exklusion vonstatten gehen? Ordnungspolitische Fragen wie diese stellen sich in allen Ländern und Regimen.
Die Studie untersucht die Ordnung des Politischen in Deutschland von der Gründung des Reichsamts des Innern (RdI) bis zu dem Jahr, in dem das Bundesinnenministerium (BMI) und das Ministerium des Innern der DDR (MdI) das hundertjährige Bestehen des Innenressorts begingen. Sie nimmt hierfür die Perspektive von Ministern ein, die dem Ressort ihren politischen Stempel aufdrückten. Sie ordneten das Politische unter liberalen, konservativen, nationalistischen, sozialistischen oder demokratischen Vorzeichen, zwar nicht nur als Ressortchefs, sondern in der Regel auch vor und nach ihrer Zeit im Ministerium. Ein Hauptziel der Studie ist es, zur Verortung der Bundesrepublik und der DDR in der Politikgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts beizutragen – auch jenseits der zentralen Frage nach dem Verhältnis beider Staaten zu Nazismus und deutschem Militarismus.

 

Dr. Dominik Rigoll

Leibniz Centre for Contemporary History
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam

Phone: 0331/74510-121
Fax: 0331/74510-143

Email: rigoll [at] zzf-potsdam.de 

Forschung