Martin Sabrow (Hg.)

Erinnerungsorte der DDR

Die DDR gibt es nicht mehr, aber im Gedächtnis der Ostdeutschen wie der Westdeutschen lebt sie weiter – als totaler Unrechtsstaat ebenso wie in "ostalgischer" Verklärung und als ferner Nachbar, vor allem aber in Erinnerung an die Mühen eines aufrechten Lebens in gedrückten Verhältnissen. Fünfzig Publizisten und Zeithistoriker aus Ost und West analysieren die wichtigsten  Bezugspunkte der Erinnerung an ein untergegangenes Land – vom Trabi bis zur Transitautobahn, von der Stasi bis zum Sandmännchen, vom Intershop bis zur Bückware, von der Jugendweihe bis zu den Montagsdemonstrationen.

In sechs großen Abschnitten befassen sie sich mit Gesichtern der Macht und Herrschaftskulturen, mit dem Leben im Staatssozialismus und den Kleinen Fluchten, den Gemeinsamen Grenzen und schließlich mit dem Aushalten und Aufbegehren in einem Land, das am Anfang die Zukunft versprach und dem seine Bürger am Ende den Rücken kehrten. Entstanden ist auf diese Weise ein ebenso gelehrtes wie spannendes Buch zur Nachgeschichte der DDR.

Rezension in Historische Zeitschrift, Band 296 / 2013.


Ort: München
Jahr: 2009
Verlag: C.H. Beck
Seiten: 619
ISBN: 978-3-406-59045-0
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