Kooperationsprojekte des ZZF

Das ZZF ist an verschiedenen Ausstellungs- und Website-Projekten beteiligt, die sich an eine breite Öffentlichkeit wenden. Aktuell gehören dazu:

Dokumentationsprojekt

Interview zum DDR-Geschichtsmuseum im Dokumentationszentrum Perleberg

Projektbeginn: Februar 2020
Projektleitung: Dr. Irmgard Zündorf  (ZZF Potsdam)
Public History-Team: Josephine Eckert, Thomas Köhler, Freya Ziegelitz, Sophie Lutz
Filmteam: Malte Blum, Mathis Giebeler

Das Projekt wird gefördert durch die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur.

Im Jahr 2006 eröffnet, bietet das DDR-Geschichtsmuseum im Dokumentationszentrum in der brandenburgischen Kleinstadt Perleberg eine Fülle an Anschauungsmaterial aus und über die DDR. Gisela und Hans-Peter Freimark begannen bereits in den 1980er-Jahren damit Objekte zu sammeln, die das politische System aber auch den Alltag der DDR dokumentieren sollen. Insbesondere das oppositionelle Engagement der Freimarks, die sich als Pfarrer und Gemeindehelferin in der DDR entschieden für Frieden und Abrüstung einsetzten und sich somit der SED widersetzten, ist mit zahlreichen Fotos und Gegenständen in der Ausstellung dargestellt. 

Vier Studierende der Public History (FU Berlin) und ein zweiköpfiges Filmteam der TH Ostwestfalen-Lippe bewahren und digitalisieren in einem Dokumentations-und Interviewprojekt die einzigartige Geschichte des DDR-Geschichtsmuseums. Dabei werden sie von Irmgard Zündorf vom ZZF unterstützt. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Biografie von Hans-Peter und Gisela Freimark. Der Umfang des Projekts beläuft sich auf zwei Monate (März/April 2020), innerhalb dessen eine Woche lang Dreharbeiten in Perleberg stattfinden. Dabei liegt das Ziel vorrangig darin, den historischen Ort und seine umfangreiche und einzigartige Ausstellung zu bewahren. Besuchende des Dokumentationszentrums sollen in Zukunft die Möglichkeit haben, in Form einer digitalisierten Führung Hans-Peter Freimark durch die Ausstellung zu begleiten.

Einen von den Studierenden produzierten Trailer (02:25 Min.) zum Projekt finden Sie auf dem Videoportal Vimeo unter diesem Link: https://vimeo.com/454315059

 


Die ehemalige Jugendhochschule der FDJ und die Goebbels-Villa am Bogensee.
Forschungs- & Ausstellungsprojekt

Erarbeitung einer Online-Ausstellung zur Geschichte Bogensees.

Projektleitung: Dr. Irmgard Zündorf  (ZZF) und Dr. Jürgen Danyel  (ZZF)
Projektbearbeiterin: Anja Tack

„Die ehemalige Jugendhochschule der FDJ und die Goebbels-Villa am Bogensee. Die Transformation eines doppelten zeithistorischen Erinnerungsortes nach 1990“ (BOGENSEE)

Beginn des Projektes: Januar 2020

Ein Projekt des ZZF Potsdam in Kooperation mit dem Barnim-Panorama in Wandlitz, gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Am Bogensee bei Wandlitz befinden sich, mitten im Wald gelegen, mit der ehemaligen Villa des Reichspropagandaministers Joseph Goebbels und dem Gebäudekomplex der früheren Jugendhochschule der FDJ zwei Schauplätze der deutschen Vergangenheit. In der in den 1930er Jahren für Goebbels gebauten Villa richtete die Rote Armee 1945 zunächst ein Lazarett ein. Bereits 1946 zog jedoch die „Zentralschule“ der FDJ in das Gebäude ein. In den 1950er Jahren erfolgten zahlreiche Neubauten auf dem angrenzenden Gelände. Es entstand der bis heute weitestgehend erhalten gebliebene Komplex aus Unterrichts-, Gemeinschafts- sowie Wohngebäuden. In die von der Umgebung abgeschirmte und überdurchschnittlich gut ausgestattete politische Bildungseinrichtung wurden angehende FDJ-Funktionäre und Pionierleiter aus der ganzen DDR sowie Jugendliche aus den „befreundeten“ sozialistischen Ländern, von sogenannten nationalen Befreiungsbewegungen und aus linken Organisationen im Westen delegiert. Nach dem Ende der DDR nutzte der Internationale Bund den Komplex. Seit 1999 stehen die Gebäude jedoch leer. Bisherige Nutzungskonzepte waren erfolglos.

Eine historische Aufklärungsarbeit, die über die Nutzung des Geländes im Nationalsozialismus sowie während der Besatzungszeit und der DDR vor Ort informiert, existiert bislang nicht. Vielmehr sind die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude seit vielen Jahren dem Verfall Preis gegeben. Die marode Bausubstanz und die zunehmende Rückeroberung des Geländes durch die Natur befördern eine geheimnisvolle und mythisch aufgeladene Aura des Geländes. Auch diesen inzwischen zwanzigjährigen Transformations- und Verfallsprozess gilt es historisch-kritisch zu reflektieren und aufzubereiten.

Das Projekt „BOGENSEE“ fragt nach dem Potential des Ortes als zeithistorischen Erinnerungsort und hat sich zum Ziel gesetzt, Möglichkeiten sowie Angebote der historischen Bildungs- und Aufklärungsarbeit zu seiner wechselvollen Geschichte auszuloten.
Ziel des Projektes ist es, erste Recherche- und Forschungsergebnisse zur Geschichte des Ortes in einer Online-Ausstellung zu präsentieren. Unter dem Titel „BOGENSEE. Eine historische Ortsbegehung“ werden aktuelle 360°-Fotografien einen Blick in die heute nicht mehr zugänglichen Gebäude ermöglichen. Das Online-Angebot informiert darüber hinaus über die Bau- und Nutzungsgeschichte des Ortes. Historisches Bild- und Filmmaterial sowie ausgewählte Dokumente runden die Präsentation ab.
Als Impulsgeber und Labor soll die Ausstellung den weiteren Austausch und die Erarbeitung eines langfristigen Konzeptes im Umgang mit dem Gelände und seiner Geschichte befördern.


 

Bitte beachten Sie die Meldung des ZZF Potsdam vom 13. März 2020. Dieser Workshop kann leider aufgrund der andauernden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht wie ursprünglich angekündigt im April 2020 stattfinden, sondern muss verschoben werden. Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Workshop: Umwelt. Mensch. Geschichte? Public History und menschengemachte Umwelt

2.–3. April 2020 | Berlin

Die zentrale Herausforderung des Anthropozäns ist die Etablierung eines neuen Mensch-Umwelt-Verhältnisses. Der Erfolg der Fridays for Future, der Pariser Konsens von 2015 und die Europawahl 2019 zeigen: Die Diskussion um die Beziehungen von Mensch und Umwelt ist allgegenwärtig - aber keineswegs neu und wird damit zur grundlegenden Frage der Public History, denn Umwelt steht sowohl historisch als auch gegenwärtig in komplexer Beziehung mit Geschichte.

Der Workshop der Berliner Studierenden und Young Professionals (SYP) am 2. und 3. April 2020 fragt deswegen, welche Perspektiven Public History hinsichtlich eines historisierten Mensch-Umwelt-Komplexes bietet. Es steht zur Diskussion, inwiefern "Umwelt" als Bedingung, Praxis und Produkt von Individuen und Kollektiven zu deren historischen Orientierung und Identitätsstiftung beigetragen hat und beitragen kann.

Die Veranstalter möchten Studierenden, Promovierenden, Berufsanfänger*innen und Kulturschaffenden aller Fachrichtungen die Chance bieten, über den Horizont von Seminar- und Abschlussarbeiten hinaus Forschungsarbeiten, themenbezogene Praxisprojekte sowie experimentelle Formate zu präsentieren und zu diskutieren. Abstracts auf Deutsch und Englisch können bis zum 15. Dezember 2019 eingereicht werden. Den Abstract bitte als ein PDF-Dokument an SYP-Berlin [at] web.de schicken. DIe Bewerber*innen erhalten bis zum 23. Januar 2020 eine Rückmeldung über ihre Einreichung.

Der Workshop wird ausgerichtet von der Berliner Gruppe der Studierenden und Young Professionals (SYP) in der AG Angewandte Geschichte/Public History im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) und findet in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung sowie dem Museum für Naturkunde - Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung statt.

CFP: Umwelt. Mensch. Geschichte? Public History und menschengemachte Umwelt (pdf)


Bitte beachten Sie die Meldung des ZZF Potsdam vom 13. März 2020. Diese Konferenz kann leider aufgrund der andauernden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht wie ursprünglich angekündigt im August 2020 stattfinden, sondern muss verschoben werden. Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

The 6th World Conference of the International Federation for Public History

18.–22. August 2020 | Freie Universität Berlin (FU)

This conference will be hosted by Freie Universität Berlin, where the first German MA program in public history was established. Other partners are the National Council on Public History, the world's largest public history organization, the German Historical Association (VHD) and its working group on applied/public history (AGAG), the American Historical Association and the Centre for Contemporary History in Potsdam (ZZF).

Since 2011, IFPH has been dedicated to building an international and multi-lingual community of public historians working both outside and inside academia. The main role of the Federation is to foster the development of Public History worldwide, creating and coordinating networks and national associations for public history, promoting teaching, research, theoretical inquiry, and other activities that engage the public with the past, history and individual and collective memories.

Berlin, which has been called the "Rome of contemporary history," is an ideal location for a major meeting of public historians from across the globe. Like few other places in the world it offers many different layers of history, that not only still matter and are controversial locally or regionally, but nationally and even internationally. (for all information klick here)

Irmgard Zündorf (Head of the Public History Department at the ZZF) and ZZF-Director Frank Bösch belong to the 13-person Programme Committee.

CFP: 6th World Conference of the International Federation for Public History, 18-22 August 2020 in Berlin (pdf)


»Stumme Zeugnisse 1939 - Der deutsche Überfall auf Polen in Bildern und Dokumenten«

Studierende des Public History Masterstudiengangs der Freien Universität Berlin/ZZF Potsdam in Kooperation mit dem Haus der Wannsee-Konferenz und dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Am 1. September 2019 jährt sich der deutsche Überfall auf Polen zum 80. Mal. Das Datum markiert den Beginn des Zweiten Weltkrieges in Europa. Sowohl in der polnischen Bevölkerung als auch unter den deutschen Soldaten gab es viele, die ihre Erfahrungen und Kriegserlebnisse festhielten – in Form von Fotos, Briefen und Tagebucheinträgen. Diese Zeugnisse sind heute wichtige Dokumente der Zeitgeschichte und dokumentieren einen verbrecherischen Krieg. Ziel des Projekts ist es, die öffentliche Auseinandersetzung mit familienbiografischen Zeugnissen zum Zweiten Weltkrieg aus deutscher und polnischer Perspektive zu fördern. Dazu sollen Fotos, Briefe und Tagebücher aus Privatbesitz, die den deutschen Überfall auf Polen dokumentieren, gesammelt und ein Teil des Materials soll digitalisiert, historisch eingeordnet und der Öffentlichkeit in einer Online-Ausstellung zugänglich gemacht werden.

Zur Online-Ausstellung »Stumme Zeugnisse 1939 - Der deutsche Überfall auf Polen in Bildern und Dokumenten« auf der Website des Hauses der Wansse-Konferenz gelangen Sie hier

Die Vernissage fand am 1. September 2019 im Zeughauskino des DHM Berlin statt.

Projektverantwortliche am ZZF Potsdam: Dr. Irmgard Zündorf

Pressespiegel:
Erinnerungen des Schreckens, in: Der Tagesspiegel, 07.10.2019
Erinnerungen des Schreckens, in: CAMPUS.LEBEN, Online-Magazin der Freien Univerisät Berlin, 30.08.2019


Lernort Keibelstraße

Projektteam: Karolína Bukovská, Lucas Frings, Jona Schapira
Projektleitung: Birgit Marzinka (Lernort Keibelstraße), Irmgard Zündorf (ZZF Potsdam)

Zwischen 1951 und 1990 befand sich in der Keibelstraße in Berlin-Mitte eine Untersuchungshaftanstalt (UHA). Sie war an das benachbarte Präsidium der Volkspolizei angegliedert. Die UHA Keibelstraße war die einzige Ost-Berliner Untersuchungshaftanstalt der Volkspolizei, in der auch Frauen inhaftiert wurden. Ab 1990 nutzen Film- und Musikproduzent*innen die unteren Stockwerke der ehemaligen Haftanstalt als Kulisse. Die modernisierten Zellen im sechsten Obergeschoss dienten von 1992 bis 1996 als Polizei- und Abschiebegewahrsam. Der Lernort Keibelstraße wurde im Februar 2019 eröffnet.

Träger des Lernortes ist die Agentur für Bildung – Geschichte, Politik und Medien e.V. Die Einrichtung wird durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gefördert. Kooperationspartner für den Aufbau der Dauerausstellung, die Textgestaltung sowie die Entwicklung der Bildungsmaterialien ist neben dem ZZF der Arbeitsbereich Didaktik der Geschichte der Freien Universität Berlin.
http://www.keibelstrasse.de


Zeitgeschichtliche Erinnerungsorte in Brandenburg

Zweiunddreißig zeitgeschichtlichen Erinnerungsorten in Brandenburg aus der Zeit der NS-Diktatur von 1933 bis 1945 und der SBZ/DDR-Diktatur von 1945-1989/90 galt ein bereichs- und abteilungsübergreifendes Projekt des ZZF, das in Zusammenarbeit mit der TMB Tourismus Marketing Brandenburg GmbH durchgeführt und im Frühjahr 2018 abgeschlossen wurde.

Es entstanden kurze Informationstexte von Jürgen Danyel, Hans-Hermann Hertle, Elke Kimmel, Thomas Schaarschmidt, Peter Ulrich Weiß und Irmgard Zündorf zu Orten der Zeitgeschichte, die nicht nur für die brandenburgische, sondern für die gesamte deutsche und teilweise sogar europäische Geschichte von herausragender Bedeutung waren. Sie sind seit Ende März 2018 auf der Internetseite der TMB dargestellt.


Multimediale Dokumentation der Geschichte der Berliner Mauer 1961-1989/90

www.chronik-der-mauer.de und Smartphone/iPad-App „Die Berliner Mauer“

Langzeit-Kooperationsprojekt des ZZF mit der Bundeszentrale für politische Bildung und Deutschlandradio

Projekt-Verantwortliche: Hanno Hochmuth, ZZF (bis 2019 Hans-Hermann Hertle) :: Sabine Berthold/Thorsten Schilling, Bundeszentrale für politi­sche Bildung :: Boris Bittner/Egbert Meyer, Deutschlandradio
Redakteurin: Sonja Hugi
Englische Übersetzung: Timothy Jones

Die Website und die App werden fortlaufend überarbeitet, aktualisiert und inhaltlich erweitert. 
Zur detaillierten Projektbeschreibung


Dokumentationsprojekt: »Achtung Grenze - Das Sperrgebiet der DDR in Potsdam 1961-89«

Open Air Dauerausstellung seit dem 10. April 2019

Das Kooperationsprojekt des ZZF mit dem Verein "Erinnerungsorte Potsdamer Grenze" verfolgte das Ziel, als Vorbereitung einer Ausstellung eine fachlich fundierte Dokumentation für den zeithistorisch relevanten und zugleich für eine breite Öffentlichkeit höchst interessanten Abschnitt der berlin-brandenburgischen Mauer nördlich der Glienicker Brücke für die Zeit von 1945-1990 zu erstellen. Es wurde von Florentine Schmidtmann, assoziierte Doktorandin am ZZF, bearbeitet und vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg gefördert.

Ein Geschichtspfad mit acht Stelen zwischen Glienicker Brücke und dem Postenturm des Wasser-Grenzübergangs Nedlitz am Ende der Bertinistraße informiert seit dem 10. April 2019 darüber. Die Open Air Ausstellung ist ganzjährig zu besuchen.
Bereits seit dem 9. November 2018 freigeschaltet ist das Internet-Portal www.grenze-potsdam.de mit vertiefenden Informationen sowie Bild-, Audio- und Videomaterialien über das ehemalige Grenzgebiet in deutscher und englischer Sprache. Es richtet sich an internationale Besucherinnen und Besucher genauso wie an Potsdamer und Berliner auf Spurensuche zur deutschen-deutschen Teilung. Eine interaktive Karte zeigt das Grenzgebiet mit den Sperranlagen im Zustand des Jahres 1981.Bisher teils unveröffentlichte Fotografien und Pläne zeigen, wie die heutige UNESCO-Parklandschaft von einem Todesstreifen durchzogen war, der auch nachts taghell beleuchtet war.Informiert wird unter anderem über den Alltag im Grenzgebiet, über waghalsige Fluchten über die Glienicker Brücke und durch den Jungfernsee sowie über den Wasser-Grenzübergang Nedlitz, dessen Postenturm eines der wenigen Relikte der DDR-Grenze ist.

Internet-Portal www.grenze-potsdam.de

Übersichtskarte - Infopfad (Grafik-Nachweis: Soner Ipekcioglu_Agentur Die Setzer)

Lesen Sie hier den Bericht von Marion Schlöttke über die Ausstellungseröffnung.

Leitung am ZZF: Prof. Dr. Frank Bösch, Dr. Hans-Hermann Hertle
Projektbearbeiterin: Florentine Schmidtmann


www.17Juni53.de – Online-Projekt

Abgeschlossenes Kooperationsprojekt des ZZF mit der Bundeszentrale für politische Bildung und Deutschlandradio
Projektleitung am ZZF: Dr. Hans Hermann-Hertle

Der 17. Juni 1953 hatte eine Vorgeschichte – und er hatte weitreichende Folgen. Die multimediale Website, die den Zeitraum von April 1952 bis Ende 1953 abdeckt, rekonstruiert den Weg in die Krise, den Aufstand selbst und die Zeit nach dem 17. Juni: Dargestellt werden die Ursachen, der Verlauf und die Folgen. Eine Vielfalt unterschiedlicher Quellen illustriert und ergänzt die Textinformationen: Filmausschnitte, Fotos, Originaltöne aus dem RIAS-Archiv, Zeitzeugeninterviews, Zeitungsausschnitte, Flugblätter sowie Dokumente aus deutschen und internationalen Archiven.
Das Themenportal, das 2003 online gestellt wurde, betrachtet einerseits die vielschichtigen Ereignisse und Entwicklungen in verschiedenen Städten und Orten der DDR zwischen 1952 und 1954 und andererseits die mit dem 17. Juni 1953 zusammenhängenden nationalen und internationalen Entwicklungen. Die Recherchen wurden 2004 abgeschlossen und die Website 2013 lediglich geringfügig aktualisiert. Das materialreiche Portal steht zeitgeschichtlich interessierten Nutzerinnen und Nutzern als thematisches Archiv auch in Zukunft offen.

www.17Juni53.de

Public History

Kooperationsprojekte des ZZF

Das ZZF ist an verschiedenen Ausstellungs- und Website-Projekten beteiligt, die sich an eine breite Öffentlichkeit wenden. Aktuell gehören dazu:

Dokumentationsprojekt

Interview zum DDR-Geschichtsmuseum im Dokumentationszentrum Perleberg

Projektbeginn: Februar 2020
Projektleitung: Dr. Irmgard Zündorf  (ZZF Potsdam)
Public History-Team: Josephine Eckert, Thomas Köhler, Freya Ziegelitz, Sophie Lutz
Filmteam: Malte Blum, Mathis Giebeler

Das Projekt wird gefördert durch die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur.

Im Jahr 2006 eröffnet, bietet das DDR-Geschichtsmuseum im Dokumentationszentrum in der brandenburgischen Kleinstadt Perleberg eine Fülle an Anschauungsmaterial aus und über die DDR. Gisela und Hans-Peter Freimark begannen bereits in den 1980er-Jahren damit Objekte zu sammeln, die das politische System aber auch den Alltag der DDR dokumentieren sollen. Insbesondere das oppositionelle Engagement der Freimarks, die sich als Pfarrer und Gemeindehelferin in der DDR entschieden für Frieden und Abrüstung einsetzten und sich somit der SED widersetzten, ist mit zahlreichen Fotos und Gegenständen in der Ausstellung dargestellt. 

Vier Studierende der Public History (FU Berlin) und ein zweiköpfiges Filmteam der TH Ostwestfalen-Lippe bewahren und digitalisieren in einem Dokumentations-und Interviewprojekt die einzigartige Geschichte des DDR-Geschichtsmuseums. Dabei werden sie von Irmgard Zündorf vom ZZF unterstützt. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Biografie von Hans-Peter und Gisela Freimark. Der Umfang des Projekts beläuft sich auf zwei Monate (März/April 2020), innerhalb dessen eine Woche lang Dreharbeiten in Perleberg stattfinden. Dabei liegt das Ziel vorrangig darin, den historischen Ort und seine umfangreiche und einzigartige Ausstellung zu bewahren. Besuchende des Dokumentationszentrums sollen in Zukunft die Möglichkeit haben, in Form einer digitalisierten Führung Hans-Peter Freimark durch die Ausstellung zu begleiten.

Einen von den Studierenden produzierten Trailer (02:25 Min.) zum Projekt finden Sie auf dem Videoportal Vimeo unter diesem Link: https://vimeo.com/454315059

 


Die ehemalige Jugendhochschule der FDJ und die Goebbels-Villa am Bogensee.
Forschungs- & Ausstellungsprojekt

Erarbeitung einer Online-Ausstellung zur Geschichte Bogensees.

Projektleitung: Dr. Irmgard Zündorf  (ZZF) und Dr. Jürgen Danyel  (ZZF)
Projektbearbeiterin: Anja Tack

„Die ehemalige Jugendhochschule der FDJ und die Goebbels-Villa am Bogensee. Die Transformation eines doppelten zeithistorischen Erinnerungsortes nach 1990“ (BOGENSEE)

Beginn des Projektes: Januar 2020

Ein Projekt des ZZF Potsdam in Kooperation mit dem Barnim-Panorama in Wandlitz, gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Am Bogensee bei Wandlitz befinden sich, mitten im Wald gelegen, mit der ehemaligen Villa des Reichspropagandaministers Joseph Goebbels und dem Gebäudekomplex der früheren Jugendhochschule der FDJ zwei Schauplätze der deutschen Vergangenheit. In der in den 1930er Jahren für Goebbels gebauten Villa richtete die Rote Armee 1945 zunächst ein Lazarett ein. Bereits 1946 zog jedoch die „Zentralschule“ der FDJ in das Gebäude ein. In den 1950er Jahren erfolgten zahlreiche Neubauten auf dem angrenzenden Gelände. Es entstand der bis heute weitestgehend erhalten gebliebene Komplex aus Unterrichts-, Gemeinschafts- sowie Wohngebäuden. In die von der Umgebung abgeschirmte und überdurchschnittlich gut ausgestattete politische Bildungseinrichtung wurden angehende FDJ-Funktionäre und Pionierleiter aus der ganzen DDR sowie Jugendliche aus den „befreundeten“ sozialistischen Ländern, von sogenannten nationalen Befreiungsbewegungen und aus linken Organisationen im Westen delegiert. Nach dem Ende der DDR nutzte der Internationale Bund den Komplex. Seit 1999 stehen die Gebäude jedoch leer. Bisherige Nutzungskonzepte waren erfolglos.

Eine historische Aufklärungsarbeit, die über die Nutzung des Geländes im Nationalsozialismus sowie während der Besatzungszeit und der DDR vor Ort informiert, existiert bislang nicht. Vielmehr sind die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude seit vielen Jahren dem Verfall Preis gegeben. Die marode Bausubstanz und die zunehmende Rückeroberung des Geländes durch die Natur befördern eine geheimnisvolle und mythisch aufgeladene Aura des Geländes. Auch diesen inzwischen zwanzigjährigen Transformations- und Verfallsprozess gilt es historisch-kritisch zu reflektieren und aufzubereiten.

Das Projekt „BOGENSEE“ fragt nach dem Potential des Ortes als zeithistorischen Erinnerungsort und hat sich zum Ziel gesetzt, Möglichkeiten sowie Angebote der historischen Bildungs- und Aufklärungsarbeit zu seiner wechselvollen Geschichte auszuloten.
Ziel des Projektes ist es, erste Recherche- und Forschungsergebnisse zur Geschichte des Ortes in einer Online-Ausstellung zu präsentieren. Unter dem Titel „BOGENSEE. Eine historische Ortsbegehung“ werden aktuelle 360°-Fotografien einen Blick in die heute nicht mehr zugänglichen Gebäude ermöglichen. Das Online-Angebot informiert darüber hinaus über die Bau- und Nutzungsgeschichte des Ortes. Historisches Bild- und Filmmaterial sowie ausgewählte Dokumente runden die Präsentation ab.
Als Impulsgeber und Labor soll die Ausstellung den weiteren Austausch und die Erarbeitung eines langfristigen Konzeptes im Umgang mit dem Gelände und seiner Geschichte befördern.


 

Bitte beachten Sie die Meldung des ZZF Potsdam vom 13. März 2020. Dieser Workshop kann leider aufgrund der andauernden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht wie ursprünglich angekündigt im April 2020 stattfinden, sondern muss verschoben werden. Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Workshop: Umwelt. Mensch. Geschichte? Public History und menschengemachte Umwelt

2.–3. April 2020 | Berlin

Die zentrale Herausforderung des Anthropozäns ist die Etablierung eines neuen Mensch-Umwelt-Verhältnisses. Der Erfolg der Fridays for Future, der Pariser Konsens von 2015 und die Europawahl 2019 zeigen: Die Diskussion um die Beziehungen von Mensch und Umwelt ist allgegenwärtig - aber keineswegs neu und wird damit zur grundlegenden Frage der Public History, denn Umwelt steht sowohl historisch als auch gegenwärtig in komplexer Beziehung mit Geschichte.

Der Workshop der Berliner Studierenden und Young Professionals (SYP) am 2. und 3. April 2020 fragt deswegen, welche Perspektiven Public History hinsichtlich eines historisierten Mensch-Umwelt-Komplexes bietet. Es steht zur Diskussion, inwiefern "Umwelt" als Bedingung, Praxis und Produkt von Individuen und Kollektiven zu deren historischen Orientierung und Identitätsstiftung beigetragen hat und beitragen kann.

Die Veranstalter möchten Studierenden, Promovierenden, Berufsanfänger*innen und Kulturschaffenden aller Fachrichtungen die Chance bieten, über den Horizont von Seminar- und Abschlussarbeiten hinaus Forschungsarbeiten, themenbezogene Praxisprojekte sowie experimentelle Formate zu präsentieren und zu diskutieren. Abstracts auf Deutsch und Englisch können bis zum 15. Dezember 2019 eingereicht werden. Den Abstract bitte als ein PDF-Dokument an SYP-Berlin [at] web.de schicken. DIe Bewerber*innen erhalten bis zum 23. Januar 2020 eine Rückmeldung über ihre Einreichung.

Der Workshop wird ausgerichtet von der Berliner Gruppe der Studierenden und Young Professionals (SYP) in der AG Angewandte Geschichte/Public History im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) und findet in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung sowie dem Museum für Naturkunde - Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung statt.

CFP: Umwelt. Mensch. Geschichte? Public History und menschengemachte Umwelt (pdf)


Bitte beachten Sie die Meldung des ZZF Potsdam vom 13. März 2020. Diese Konferenz kann leider aufgrund der andauernden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht wie ursprünglich angekündigt im August 2020 stattfinden, sondern muss verschoben werden. Ein neuer Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

The 6th World Conference of the International Federation for Public History

18.–22. August 2020 | Freie Universität Berlin (FU)

This conference will be hosted by Freie Universität Berlin, where the first German MA program in public history was established. Other partners are the National Council on Public History, the world's largest public history organization, the German Historical Association (VHD) and its working group on applied/public history (AGAG), the American Historical Association and the Centre for Contemporary History in Potsdam (ZZF).

Since 2011, IFPH has been dedicated to building an international and multi-lingual community of public historians working both outside and inside academia. The main role of the Federation is to foster the development of Public History worldwide, creating and coordinating networks and national associations for public history, promoting teaching, research, theoretical inquiry, and other activities that engage the public with the past, history and individual and collective memories.

Berlin, which has been called the "Rome of contemporary history," is an ideal location for a major meeting of public historians from across the globe. Like few other places in the world it offers many different layers of history, that not only still matter and are controversial locally or regionally, but nationally and even internationally. (for all information klick here)

Irmgard Zündorf (Head of the Public History Department at the ZZF) and ZZF-Director Frank Bösch belong to the 13-person Programme Committee.

CFP: 6th World Conference of the International Federation for Public History, 18-22 August 2020 in Berlin (pdf)


»Stumme Zeugnisse 1939 - Der deutsche Überfall auf Polen in Bildern und Dokumenten«

Studierende des Public History Masterstudiengangs der Freien Universität Berlin/ZZF Potsdam in Kooperation mit dem Haus der Wannsee-Konferenz und dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Am 1. September 2019 jährt sich der deutsche Überfall auf Polen zum 80. Mal. Das Datum markiert den Beginn des Zweiten Weltkrieges in Europa. Sowohl in der polnischen Bevölkerung als auch unter den deutschen Soldaten gab es viele, die ihre Erfahrungen und Kriegserlebnisse festhielten – in Form von Fotos, Briefen und Tagebucheinträgen. Diese Zeugnisse sind heute wichtige Dokumente der Zeitgeschichte und dokumentieren einen verbrecherischen Krieg. Ziel des Projekts ist es, die öffentliche Auseinandersetzung mit familienbiografischen Zeugnissen zum Zweiten Weltkrieg aus deutscher und polnischer Perspektive zu fördern. Dazu sollen Fotos, Briefe und Tagebücher aus Privatbesitz, die den deutschen Überfall auf Polen dokumentieren, gesammelt und ein Teil des Materials soll digitalisiert, historisch eingeordnet und der Öffentlichkeit in einer Online-Ausstellung zugänglich gemacht werden.

Zur Online-Ausstellung »Stumme Zeugnisse 1939 - Der deutsche Überfall auf Polen in Bildern und Dokumenten« auf der Website des Hauses der Wansse-Konferenz gelangen Sie hier

Die Vernissage fand am 1. September 2019 im Zeughauskino des DHM Berlin statt.

Projektverantwortliche am ZZF Potsdam: Dr. Irmgard Zündorf

Pressespiegel:
Erinnerungen des Schreckens, in: Der Tagesspiegel, 07.10.2019
Erinnerungen des Schreckens, in: CAMPUS.LEBEN, Online-Magazin der Freien Univerisät Berlin, 30.08.2019


Lernort Keibelstraße

Projektteam: Karolína Bukovská, Lucas Frings, Jona Schapira
Projektleitung: Birgit Marzinka (Lernort Keibelstraße), Irmgard Zündorf (ZZF Potsdam)

Zwischen 1951 und 1990 befand sich in der Keibelstraße in Berlin-Mitte eine Untersuchungshaftanstalt (UHA). Sie war an das benachbarte Präsidium der Volkspolizei angegliedert. Die UHA Keibelstraße war die einzige Ost-Berliner Untersuchungshaftanstalt der Volkspolizei, in der auch Frauen inhaftiert wurden. Ab 1990 nutzen Film- und Musikproduzent*innen die unteren Stockwerke der ehemaligen Haftanstalt als Kulisse. Die modernisierten Zellen im sechsten Obergeschoss dienten von 1992 bis 1996 als Polizei- und Abschiebegewahrsam. Der Lernort Keibelstraße wurde im Februar 2019 eröffnet.

Träger des Lernortes ist die Agentur für Bildung – Geschichte, Politik und Medien e.V. Die Einrichtung wird durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gefördert. Kooperationspartner für den Aufbau der Dauerausstellung, die Textgestaltung sowie die Entwicklung der Bildungsmaterialien ist neben dem ZZF der Arbeitsbereich Didaktik der Geschichte der Freien Universität Berlin.
http://www.keibelstrasse.de


Zeitgeschichtliche Erinnerungsorte in Brandenburg

Zweiunddreißig zeitgeschichtlichen Erinnerungsorten in Brandenburg aus der Zeit der NS-Diktatur von 1933 bis 1945 und der SBZ/DDR-Diktatur von 1945-1989/90 galt ein bereichs- und abteilungsübergreifendes Projekt des ZZF, das in Zusammenarbeit mit der TMB Tourismus Marketing Brandenburg GmbH durchgeführt und im Frühjahr 2018 abgeschlossen wurde.

Es entstanden kurze Informationstexte von Jürgen Danyel, Hans-Hermann Hertle, Elke Kimmel, Thomas Schaarschmidt, Peter Ulrich Weiß und Irmgard Zündorf zu Orten der Zeitgeschichte, die nicht nur für die brandenburgische, sondern für die gesamte deutsche und teilweise sogar europäische Geschichte von herausragender Bedeutung waren. Sie sind seit Ende März 2018 auf der Internetseite der TMB dargestellt.


Multimediale Dokumentation der Geschichte der Berliner Mauer 1961-1989/90

www.chronik-der-mauer.de und Smartphone/iPad-App „Die Berliner Mauer“

Langzeit-Kooperationsprojekt des ZZF mit der Bundeszentrale für politische Bildung und Deutschlandradio

Projekt-Verantwortliche: Hanno Hochmuth, ZZF (bis 2019 Hans-Hermann Hertle) :: Sabine Berthold/Thorsten Schilling, Bundeszentrale für politi­sche Bildung :: Boris Bittner/Egbert Meyer, Deutschlandradio
Redakteurin: Sonja Hugi
Englische Übersetzung: Timothy Jones

Die Website und die App werden fortlaufend überarbeitet, aktualisiert und inhaltlich erweitert. 
Zur detaillierten Projektbeschreibung


Dokumentationsprojekt: »Achtung Grenze - Das Sperrgebiet der DDR in Potsdam 1961-89«

Open Air Dauerausstellung seit dem 10. April 2019

Das Kooperationsprojekt des ZZF mit dem Verein "Erinnerungsorte Potsdamer Grenze" verfolgte das Ziel, als Vorbereitung einer Ausstellung eine fachlich fundierte Dokumentation für den zeithistorisch relevanten und zugleich für eine breite Öffentlichkeit höchst interessanten Abschnitt der berlin-brandenburgischen Mauer nördlich der Glienicker Brücke für die Zeit von 1945-1990 zu erstellen. Es wurde von Florentine Schmidtmann, assoziierte Doktorandin am ZZF, bearbeitet und vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg gefördert.

Ein Geschichtspfad mit acht Stelen zwischen Glienicker Brücke und dem Postenturm des Wasser-Grenzübergangs Nedlitz am Ende der Bertinistraße informiert seit dem 10. April 2019 darüber. Die Open Air Ausstellung ist ganzjährig zu besuchen.
Bereits seit dem 9. November 2018 freigeschaltet ist das Internet-Portal www.grenze-potsdam.de mit vertiefenden Informationen sowie Bild-, Audio- und Videomaterialien über das ehemalige Grenzgebiet in deutscher und englischer Sprache. Es richtet sich an internationale Besucherinnen und Besucher genauso wie an Potsdamer und Berliner auf Spurensuche zur deutschen-deutschen Teilung. Eine interaktive Karte zeigt das Grenzgebiet mit den Sperranlagen im Zustand des Jahres 1981.Bisher teils unveröffentlichte Fotografien und Pläne zeigen, wie die heutige UNESCO-Parklandschaft von einem Todesstreifen durchzogen war, der auch nachts taghell beleuchtet war.Informiert wird unter anderem über den Alltag im Grenzgebiet, über waghalsige Fluchten über die Glienicker Brücke und durch den Jungfernsee sowie über den Wasser-Grenzübergang Nedlitz, dessen Postenturm eines der wenigen Relikte der DDR-Grenze ist.

Internet-Portal www.grenze-potsdam.de

Übersichtskarte - Infopfad (Grafik-Nachweis: Soner Ipekcioglu_Agentur Die Setzer)

Lesen Sie hier den Bericht von Marion Schlöttke über die Ausstellungseröffnung.

Leitung am ZZF: Prof. Dr. Frank Bösch, Dr. Hans-Hermann Hertle
Projektbearbeiterin: Florentine Schmidtmann


www.17Juni53.de – Online-Projekt

Abgeschlossenes Kooperationsprojekt des ZZF mit der Bundeszentrale für politische Bildung und Deutschlandradio
Projektleitung am ZZF: Dr. Hans Hermann-Hertle

Der 17. Juni 1953 hatte eine Vorgeschichte – und er hatte weitreichende Folgen. Die multimediale Website, die den Zeitraum von April 1952 bis Ende 1953 abdeckt, rekonstruiert den Weg in die Krise, den Aufstand selbst und die Zeit nach dem 17. Juni: Dargestellt werden die Ursachen, der Verlauf und die Folgen. Eine Vielfalt unterschiedlicher Quellen illustriert und ergänzt die Textinformationen: Filmausschnitte, Fotos, Originaltöne aus dem RIAS-Archiv, Zeitzeugeninterviews, Zeitungsausschnitte, Flugblätter sowie Dokumente aus deutschen und internationalen Archiven.
Das Themenportal, das 2003 online gestellt wurde, betrachtet einerseits die vielschichtigen Ereignisse und Entwicklungen in verschiedenen Städten und Orten der DDR zwischen 1952 und 1954 und andererseits die mit dem 17. Juni 1953 zusammenhängenden nationalen und internationalen Entwicklungen. Die Recherchen wurden 2004 abgeschlossen und die Website 2013 lediglich geringfügig aktualisiert. Das materialreiche Portal steht zeitgeschichtlich interessierten Nutzerinnen und Nutzern als thematisches Archiv auch in Zukunft offen.

www.17Juni53.de

Public History