Ausgestrahlt

Die ‚Tschernobyl‘-Debatte in der bundesdeutschen und französischen Medienöffentlichkeit

Ende des Projektes: Februar 2018

Katrin Jordan
Abgeschlossenes assoziiertes Dissertationsprojekt

Das Dissertationsprojekt untersuchte vergleichend die ‚Tschernobyl‘-Debatten in der Bundesrepublik und Frankreich.
Es analysierte, wie in der Presse und im Fernsehen ‚Tschernobyl‘ in Wort und Bild vermittelt wurde und welche Informationen sowie Deutungen des ‚unsichtbaren‘ Ereignisses weite Verbreitung fanden. Zudem wurden auch die Akteure der Debatte, die in der Medienöffentlichkeit auftraten, in den Blick genommen. Dazu zähtlen wissenschaftliche und wirtschaftliche Experten und ‚Gegenexperten‘ sowie politische Vertreter und nicht zuletzt die Journalisten selbst.

Die vergleichende Analyse wollte aufzeigen, wie die unterschiedliche Qualität der organisatorischen wie personellen Beziehungen zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien in beiden Ländern die Art und Weise sowie die Inhalte in der öffentlichen Kommunikation über ‚Tschernobyl‘ maßgeblich bestimmte und so Aussagen über die politische Kultur beider Gesellschaften treffen. Ziel war nicht deren isolierte Gegenüberstellung, sondern vielmehr das Herausarbeiten der Gründe für den deutlich divergenten Verlauf der Diskussion, aber auch der gemeinsamen Elemente und gegenseitigen Einflüsse. Die Kernenergiedebatte wurde somit als deutsch-französisches Konflikt- und Verflechtungsthema untersucht. In der Kombination von Medien- und Akteursanalyse verstand sich das Promotionsprojekt als Beitrag zu einer gesellschaftsgeschichtlich erweiterten Mediengeschichte.

 

Verteidigung der Dissertation am 15. Februar 2018 an der Humboldt-Universität zu Berlin. ... mehr erfahren

Publikation erschienen in der ZZF-Buchreihe "Medien und Gesellschaftswandel im 20. Jahrhundert" als Band 10:
Katrin Jordan, Ausgestrahlt. Die mediale Debatte um »Tschernobyl« in der Bundesrepublik und in Frankreich 1986/8, Göttingen 2018.

Kontakt zu Katrin Jordan: jordan [at] zzf-potsdam.de

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