Politische Kultur Ost?

Lokale Demokratisierung und Partizipation vor, in und nach der friedlichen Revolution

2016-2019 gefördert von der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen des Leibniz-Wettbewerbs

Im Zentrum des Projektes steht die Konstituierung kleiner Öffentlichkeiten und deren Bedeutung für die Herausbildung eigener dialog- und konsensorientierter, ziviler Partizipations- und Politikformen in Ostdeutschland. Bereits vor 1989 – so die Hypothese – zeigten sich diese Politikformen auf der Ebene von klein dimensionierten, lebensweltlichen Kommunikationsräumen und führten zu subkutanen Haltungsveränderungen und Repolitisierungen in Teilen der Bevölkerung, die sich als prägend für die Art der Revolution von 1989 und die Herausbildung eines ostdeutschen Politikverständnisses erwiesen. Um die Entstehung neuer bzw. die Politisierung bestehender Kommunikationsräume sowie deren Dynamiken und Entwicklungen in langfristiger Perspektive über den Systemwechsel hinweg zu unter­suchen, werden anhand von Archivmaterialien und Oral-History-Interviews kleine „gesellschaftliche Sphären“ an der Basis der offiziellen Organisationswelt wie stadtentwicklungspolitische Initiativen in den Blick genommen.

Dr. Anja Schröter

Zentrum für Zeithistorische Forschung
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